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Kreditkündigung Baufinanzierung


17.07.2006 12:27 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgendes Anliegen: Ich habe im Jahre 2000 auf meinen Namen eine Eigentumswohnung und im Jahre 2004 ein Einfamilienhaus zusammen mit meine Mann erworben. Beide Immobilien sind über die gleichen Finanzierungspartner (jeweils Bank und LV) finanziert. Zunächst bin ich für die Eigentumswohnung in Zahlungsverzug geraten weil ich leider immer wieder Mieter hatte, die die Miete nicht gezahlt haben. Durch andere finanzielle Schwierigkeiten konnten wir dann auch zunächst die Raten für das Haus nicht weiter zahlen. Um aber größeren Schaden abzuwenden haben wir das haus kurzfristig vermietet und die noch ausstehenden Raten nachgezahlt.
Die Problematik besteht nun darin, daß die Bank/Versicherung mit Kreditkündigung droht. Für die Wohnung nachvollziehbar und wohl unvermeidbar. Leider soll aber in dem Zuge dann auch der Kredit für das Haus gekündigt werden obwohl dieser ja im Moment ausgeglichen ist. Daher die Frage ist die Bank bzw. die Versicherung dazu berechtigt den Kredit fürs Haus aufgrund der Nichtzahlung der Wohnung zu kündigen zumal ich für die Wohnung allein und für das Haus ja nur zu 50% hafte? Wie lange dauert es in der Regel bis es nach Kreditkündigung zu einer Zwangsversteigerung kommt?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Die Bank wird ihre Kündigungen auf § 490 Abs. 1 BGB stützen. Diese Vorschrift räumt dem Darlehensgeber ein außerordentliches Kündigungsrecht für den Fall ein, dass sich die Vermögensverhältnisse des Darlehensnehmers wesentlich verschlechtern. Nach Ihren eigenen Ausführungen sind Sie nach wie vor nicht imstande, die Raten für die Wohnung zu zahlen, und die Raten für den Hauskredit konnten Sie auch nur unregelmäßig aufbringen. Dies zeigt, dass sich Ihre Vermögensverhältnisse, und zwar nicht nur die Ihren, sondern auch die Ihres Ehemannes, erheblich schlechter darstellen als zum Zeitpunkt des Abschlusses der Darlehensverträge, was der Bank den Weg der Kündigung über § 490 Abs. 1 BGB eröffnet.

Da die Darlehen bereits ausgezahlt sind, darf die Bank derartige Kündigungen allerdings nur "in der Regel" aussprechen. Das heißt, wenn es besondere Gründe gibt, weshalb die Kündigung des Hauskredits ausnahmsweise unbillig erscheinen lassen, ist der Bank dieses Kündigungsrecht verwehrt. Dies kann beispielsweise dann angenommen werden, wenn der Hauskredit bald abgezahlt ist und die wenigen verbleibenden Raten definitiv gezahlt werden können. In Ihrem Fall wird eine Berufung auf besondere Umstände angesichts der Vorgeschichte und des nach wie vor bestehenden Zahlungsrückstands allerdings schwierig sein. Sie können es nur versuchen.

Wie lange es ab der Darlehenskündigung bis zur Zwangsversteigerung dauern wird, ist schwer einzuschätzen. Mindestens drei Monate werden wohl vergehen, es kann aber durchaus auch ein Jahr dauern.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine juristische Orientierungshilfe geben. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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