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Kreditkartenmissbrauch - Gibt es diesbezüglich eindeutige Regelungen?


26.06.2007 09:45 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Guten Tag,

mir wurde im Ausland (Kolumbien) eine Börse gestohlen, in der sich auch meine Kreditkarte befand. In der Börse befand sich ebenfalls ein Zettel, auf dem ich mir verschiedene PINs -so auch die meiner Kreditkarte- in Form von Geburtsdaten und Namen notiert hatte (z.B. Martin 1.4.72, Clara 4.6.69 etc.). Zu dem Zeitpunkt, als ich den Verlust bemerkte und die Karte sperren ließ, waren bereits Barabhebungen mit Hilfe der PIN getätigt worden. Als ich der Bank den Schaden nun schilderte, teilte ich ihr auch mit, dass dieser Zettel eben existierte. Nun unterstellt die Bank mir grobhafte Fahrlässigkeit und weigert sich, für den Schaden aufzukommen. Sie begründet dies damit, dass sich in dieser Börse eben auch der besagte Zettel befand. Ich bin jedoch der Meinung, dass in diesem Fall keine grobe Fahrlässigkeit von mir vorliegt und ich der Geheimhaltungspflicht Genüge getan habe. Gibt es diesbezüglich eindeutige Regelungen? Sind Ihnen eventuell Gerichtsurteile bekannt, die in meinem Sinne ausgegangen sind?

Vielen Dank!

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Die Rechtsprechung verbietet, dass die Geheimnummer verschlüsselt oder getarnt gemeinsam mit der Karte aufbewahrt wird.

Betrüger wissen, dass die PIN häufig in Notizkalendern, Handys oder Zetteln im Portemonnaie in Telefonnummern oder Geburtsdaten „versteckt“ wird. Die „Entschlüsselung“ ist für sie kein Problem.

In einem solchen Fall handele der Karteninhaber grob fahrlässig, so dass ihm das Kreditkartenunternehmen bei einem Diebstahl der Karte die abgehobenen Beträge nicht ersetzen müsse, entschied etwa das Oberlandesgericht Frankfurt mit Urteil vom 15.07.2003 (Az.: 19 U 71/03). In die gleiche Richtung gehen Urteile des Amtsgerichtes Nürnberg (16.12.1998, Az. 21 C 8088/98) und des Amtsgerichtes Regensburg (02.09.2005, Az- 9 C 731/05).

Man wird den Einzelfall untersuchen müssen, doch spricht eine vierstellige Reihe nach dem von Ihnen gewählten Muster leider für grobe Fahrlässigkeit.

Ich bedaure, Ihnen kein für Sie günstigeres Ergebnis mitteilen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.06.2007 | 10:55


Sehr geehrter Herr Böhler,

vielen Dank für die zügige Beantwortung meiner Frage. Damit hatte ich bereits gerechnet. Ich muss also davon ausgehen, dass Sie mir davon abraten, den Rechtsweg einzuschlagen?

Mit freundlichen Grüßen..

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.06.2007 | 11:01

Sehr geehrter Fragesteller,

in diesem Forum kann nur eine erste Einschätzung rechtlicher Fragestellungen erfolgen, doch erscheinen mir die Erfolgsaussichten auf den ersten Blick gering.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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