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Kreditkartenbetrug, soll ich Aussage verweigern?


25.12.2012 15:27 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe letzte Woche ein Schreiben von der Polizei bekommen, in dem ich als Zeuge vorgeladen werde. "Im Ermittlungsverfahren wegen folgender Straftat Warenkreditbetrug § 263 StGB, Fälschung beweiserheblicher Daten gem. § 267 StGB.

Die Situation ist folgende:
Ende November war ich in einer Diskothek feiern, als ich einen Anruf von einem Freund bekam, der zu mir sagte, dass er auch nachkommen werde und mit der Bitte, ihm noch eine Eintrittskarte zu kaufen bevor diese für den Abend ausverkauft sind. Kurze Zeit später ruft mich eine Freundin an mit der gleichen Bitte, jedoch auch noch für 2 weitere Freundinnen von ihr. Also sollte ich nun 4 Karten kaufen. Da nun an der eigentlichen Kasse so viel Betrieb war, hielt ich vor der Diskothek Ausschau, nach Personen die ihre Eintrittskarten loswerden wollten. Dies ist hier ziemlich üblich und ist auch jede Woche gang und gebe, dass dort Karten gekauft bzw verkauft werden. Zufälligerweise, fand ich jemanden der genau 4 Karten zu verkaufen hatte. Ich gab ihm einen runden Betrag, was nur 1,50€ pro Karte mehr war als der ursprüngliche Preis und er gab mir die Karten. Kurze Zeit später, kam mein Freund und ich gab ihm die Karte. Noch etwas später kamen dann die 3 Freundinnen und auch ihnen gab ich die Karte. Alle 4 gaben mir genau den Betrag den ich bezahlt hatte. Alles schön und gut. Ich ging schonmal vor und bis sich eine gute halbe Stunde später, die eine Freundin, mit der ich vorher schon telefoniert hatte, bei mir meldete und meinte, dass ihre Karte nicht ging und sie von den Security Leuten zum Ladenbesitzer geführt wurde und der ihr dann erklärt hatte, dass die Karte gesperrt ist, da sie von einem falschen Konto abgebucht wurde (Man kann die Eintrittskarten bereits mehrere Tage vorher über ein Online-Portal kaufen, bei dem dann per Lastschrift die Karten bezahlt werden, welche man dann direkt zu Hause ausdruckt). Sie musste ihre Personalien abgeben und durfte dann gehen. Zur Info: die anderen beiden Karten funktionierten. Mir war die Sache sehr unangenehm und deshalb gab ich ihr sofort ihr Geld wieder, da es ja nicht ihr Fehler war. Dazu wollte ich auch noch mit den Security Leuten reden, die wollten jedoch nichts mehr von den ganzen Geschichte hören. Kurze Zeit Später bekam sie Post und wurde, genau wie nun ich jetzt, als Zeuge vorgeladen. Sie erzählte mir von dem Brief und ich meinte zu ihr, dass sie meinen Namen nennen soll und gab ihr auch direkt meine Anschrift. Bei der Vernehmung erzählte sie die Geschichte genauso wie oben beschrieben, jedoch sagte sie nicht woher ich die Karten hatte. Nicht an dem gleichen Abend, sondern erst als er den Brief von der Post bekommen hatte, meldete sich der andere bereits erwähnte Freund. Genau wie der Freundin ging seine Karte nicht und wurde dann ebenfalls zu dem Ladenbesitzer gebracht. Auch er gab seine Personalien ab. Er kaufte sich jedoch dann selbst an der, nun nicht mehr überfüllten, Kasse eine neue Karte. Er dachte sich nichts mehr groß dabei und deshalb erzählte er mir erst davon als er auch einen Brief von der Polizei bekam. Er wollte das Geld nicht zurück haben. Er war letzte Woche bei der Vorladung und hat erzählt, dass er mich angerufen und gefragt habe ob ich noch eine Karte hätte und dass ich mich wieder bei ihm melde. Das habe ich dann auch getan und wir haben uns zur Kartenübergabe von der Diskothek getroffen.
Wie gesagt wurde ich nun vorgeladen und habe jetzt ein wenig Bedenken, dass ich trotz der Wahrheit und ohne mit der Sache etwas zutun zu haben in Schwierigkeit kommen könnte. Ich weiß ja nunmal auch nicht 100%ig was meine Freunde genau ausgesagt haben und wenn sich ihre Geschichte nur minimal von meiner unterschiedet, befürchte ich, dass der Sachbearbeiter versucht mir einen Strick daraus zu drehen und ich dann vielleicht nervös werde und es den Anschein erwecken könne, dass ich doch etwas damit zutun habe. Ich bin nunmal der vielleicht einzige Anhaltspunkt, den die Polizei in dieser Sache im Moment hat und deshalb trotz meiner Ladung als Zeuge und nicht als Beschuldigter, irgendwie beschuldigt werde.

Meine Frage ist nun wie ich am Besten handeln soll. Soll ich nun hingehen und die Geschichte so erzählen wie sie war oder die Aussage verweigern (geht das so einfach? und wirkt das dann nicht so als wäre man schuldig?) oder soll ich mir einen Anwalt suchen, der das für mich klärt? Das Problem ist auch, dass der Termin schon am kommenden Donnerstag ist und ich eine Entscheidung treffen muss.
Vielen Dank
25.12.2012 | 15:57

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten möglichst kurzfristig einen im Strafrecht erfahrenen Anwalt beauftragen, mit dem Sie die weitere Vorgehensweise besprechen. Bei der zuständigen Polizeidienststelle sagen Sie den Termin ab mit der Begründung, sie wollten sich kurzfristig über einen Anwalt äußern.

Diese Vorgehensweise ist absolut üblich und keinesfalls ein Schuldeingeständnis. Gerade Ihre Bedenken, was die anderen Zeugen wohl ausgesagt haben, lassen sich ohne Akteneinsicht nicht ausräumen. Akteneinsicht erhalten aber nicht Sie, sondern nur ein Anwalt. Mit dem Anwalt, den Sie beauftragen, können Sie dann die weiteren Schritte besprechen, ohne dass die Gefahr besteht, dass Sie sich durch unbedachte Äußerungen bei der Polizei belasten.

Bitte beachten Sie, dass dieses Forum eine erste Orientierung bieten, nicht aber die persönliche Beratung ersetzen kann. Häufig ergeben sich dabei Details, die zu einer anderen Bewertung führen.

Dennoch hoffe ich, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel


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