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Kredite oder Familienrecht oder Erbrecht-bin unsicher wo es hingehört.

| 01.04.2013 07:01 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


09:36

Sehr geehrte Damen und Herren,

Frage: Ich habe drei Kinder davon ist einer etwas (er hat selbst drei Kinder) verschuldet. Umschuldungen bei der Bank sind teuer. Ich möchte helfen und seine Kredite bezahlen ohne dass die anderen beiden Kinder das mitbekommmen denn die wären dagegen.
Trotzdem möchte ich gerecht sein. Habe eigentlich nichts weiter zu vererben.
Meine Idee ist folgende: Ich bezahle z.B.30 T Euro an Sohn Nr. 1 und vereinbare eine monatliche Rentenzahlung von 100 – 150 Euro ab Rentenalter (in drei Jahren) bis 20Jahre oder bis zum Ableben wenn das vor den 20Jahren geschieht.
Hat er dadurch Nachteile wenn ich vorher ablebe und können die anderen beiden Kinder etwas von ihm verlangen?
Ist mein Sohn später mal ausgleichsberechtigt den anderen beiden gegenüber, er kümmert sich ja auch am meisten um mich.
Es soll ja keine Schenkung sein sondern ein zinsloses Darlehn, welches vielleicht nach 10 Jahren aufgehoben werden könnte. dann würden ca.15 000 als schenkung gelten, oder?

Was kann ich besser machen und muss es notariell festgehalten werden?
Was ist hier mit der 10 Jahresfrist?


Mit freundlichen Grüßen

01.04.2013 | 08:09

Antwort

von


(407)
Ernst-Reuter-Allee 16
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Der Erlass des Darlehens im Falle Ihres Todes stellt dann eine Schenkung auf den Todesfall dar, die bei den beiden anderen Kindern Pflichtteilsergänzungsansprüche nach § 2325 BGB auslösen kann.

Die Schenkung in Form des Erlasses des Darlehens erfolgt auch erst im Todeszeitpunkt, so dass die 10-Jahres-Frist bei Schenkungen hier keine Berücksichtigung findet.

Um einen Pflichtteilsergänzungsanspruch der beiden anderen Kinder zu vermeiden bzw. zu verringern, müssten Sie jetzt bei Übergabe des Geldes eine Teilschenkung vornehmen. Diese würde dann keine Pflichtteilsergänzungsansprüche auslösen, wenn zwischen Schenkung und Erbfall 10 Jahre vergangen sind.

Wenn Sie also beispielsweise Ihrem Sohn den hälftigen Betrag schenken und über die andere Hälfte dann einen Darlehensvertrag vereinbaren, dann ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass er hier Ausgleichsleistungen an die Geschwister leisten muss.

Sowohl Schenkung als auch Darlehensvertrag bedürfen nicht der notariellen Beurkundung. Allerdings sollten Sie darauf achten, wenn Sie einen Teilbetrag nun schenken wollen, dass dies auch explizit so ausgewiesen ist.

Richtig ist, dass ein Kind für die Pflege des Erblassers nach § 2057 a BGB einen Ausgleichsanspruch gegenüber den anderen Kindern hat. Ob allerdings eine Pflege im Sinne von § 2057 a BGB überhaupt notwendig werden wird, lässt sich im Voraus nicht abschätzen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 01.04.2013 | 08:20

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

danke für die Antwort.
Meine Nachfrage: Ist es nicht so, dass bei einer Schenkung (auch Teilschenkung) die anderen beiden den gleichen Betrag ebenfalls beanspruchen können.
Wäre alles als Darlehn nicht einfacher für ihn?

Mfg

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.04.2013 | 09:36

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt.

Es gibt keinen Anspruch der Kinder, dass diese gleichgestellt sein müssen, wenn ein Kind eine Schenkung erhalten hat. Zu Lebzeiten können Sie frei über Ihr Vermögen verfügen, ohne dass die Kinder hier irgendwelche Einwände erheben bzw. Ansprüche stellen könnten.

Ausgleichend fungiert hier lediglich der Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB . Dieser soll verhindern, dass der Erblasser durch Schenkungen zu Lebzeiten den Pflichtteilsanspruch aushöhlt.

Allerdings werden nur die Schenkungen der letzten 10 Jahre vor dem Erbfall und somit auch nur noch abschmälernd berücksichtigt.

Dies ermöglicht Ihnen, Ihrem Sohn eine Teilschenkung zu machen, die dann keine Pflichtteilsansprüche mehr auslöst.

Der Vorteil in der Teilschenkung liegt darin, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass zwischen Schenkung und Erbfall 10 Jahre vergehen und somit Ihr Sohn für die jetzt erteilte Teilschenkung dann keine Pflichtteilsergänzungsansprüche mehr leisten muss. Geben Sie ihm ein hingegen ein Darlehen, wobei die Restschuld dann im Todesfall geschenkt wird, dann haben die Geschwister in jedem Fall einen Pflichtteilsergänzungsanspruch, nämlich aus der Restschuld, die dem Sohn erlassen wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen noch einen schönen Ostermontag.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 01.04.2013 | 17:55

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Ich bin sehr zufrieden mit der Antwort, kann damit sehr viel anfangen und vor allem schätze ich die Schnelligkeit.Danke

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 01.04.2013
5/5,0

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ANTWORT VON

(407)

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