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Kredite in einer Beziehung

| 6. März 2017 10:50 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:


Die meisten Sachen haben ich bezahlt, bei den Möbeln steht auch mein Name auf dem Lieferschein. Habe ich die Möglichkeit ihn irgendwie mit in die Abzahlung einzubinden, sodass er eben nicht einfach verschwinden kann und sagen es ist nicht sein Problem? Wir haben überlegt eine Vereinbarung zu machen, mit Kreditnummer etc. Auf der beide unterschreiben und bestätigen, bis zur Tilgung zusammen zu zahlen, aber hat so etwas überhaupt vor Gericht stand? Ich hoffe mich möglichst klar ausgedrückt zu haben und Sie verstehen, worauf ich hinaus will.

Guten Tag,

ich hoffe hier eine möglichst genaue Hilfe zu meinem Problem zu finden um weitere Schritte einleiten zu können.

Zur ursprünglichen Situation:
Mein Partner und ich zogen im August 2016 zusammen und wollten im Juli 2017 heiraten.

Aktuelle Situation:
Bevorstehende Trennung, ich bin Schwanger und im September kommt das Kind.

Problem:
Für die zusammen bezogene Wohnung (Kaution, Möbel und Ersteinrichtung etc.) habe ich 10.000 € aufgenommmen bei der Bank. Mein Partner war damals mit zum Termin, ursprünglich sollte dieser auf uns beide lauten. Leider hätten wir mit ihm zusammen keinen Kredit bekommen, ich alleine hatte kein Probleme. Es wurde eine genaue Liste geführt was von diesem Geld bezahlt wurde, die Raten zahlen beide zusammen von einem gemeinsamen Konto, auf das wir monatlich einen für beide gleichen Betrag Beitrag zahlen für Miete etc, Ausgaben, welche beide betreffen. Die meisten Sachen haben ich bezahlt, bei den Möbeln steht auch mein Name auf dem Lieferschein. Der Mietvertrag lautet auf uns beide.

Ein weiterer Kredit von ebenfalls 10.000 € wurde erneut von mir aufgenommen, zwecks Hochzeit. Auch hier wurde eine Liste geführt über bisherige Ausgaben, der Kredit bezahlt sich aktuell aus dem restlichen Guthaben.

Der Wohnungskredit hat eine Rate von 220,00 €, der für die Hochzeit 193,70 €.

Nachdem die Trennung kurz bevor steht stellt sich mir die Frage, wie sich das im Notfall verhält mit den Kreditraten. Von dem Mutterschaftsgeld kann ich diese unmöglich alleine tragen. Mein Partner meinte von Anfang an er würde in jedem Fall mit zahlen, aber es steht am Ende mein Name auf den Verträgen, nicht seiner. Meine Vermutung ist, wenn es nun tatsächlich hart auf hart kommt, verschwindet er und "weiß von nichts".

Habe ich die Möglichkeit ihn irgendwie mit in die Abzahlung einzubinden, sodass er eben nicht einfach verschwinden kann und sagen es ist nicht sein Problem? Wir haben überlegt eine Vereinbarung zu machen, mit Kreditnummer etc. auf der beide unterschreiben und bestätigen, bis zur Tilgung zusammen zu zahlen, aber hat so etwas überhaupt vor Gericht stand?

Ich hoffe mich möglichst klar ausgedrückt zu haben und Sie verstehen, worauf ich hinaus will. Auch wenn er dann Unterhalt zahlen muss sobald das Kind da ist, kann ich unmöglich alles alleine aufbringen. Die Kredite sind noch recht frisch, daher ist bisher nur ein Bruchteil abgezahlt.

Vielen Dank!

6. März 2017 | 11:42

Antwort

von


(2487)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,


hier werden Sie strikt unterscheiden müssen:


Gegenüber der Bank sind Sie allein Kreditnehmerin (sofern nicht noch zusätzlich ein Schuldbeitritt gegenüber der Bank vereinbart worden ist, wovon ich aber nicht ausgehe).

Die Kann und darf sich daher ausschließlich an Sie halten und nur Sie haben auch die vertragliche Verpflichtung gegenüber der Bank, d.h. gegenüber der Bank haften Sie allein.

Ihn gegen seinen Willen auch wirksam gegenüberd er Bank einzubinden, geht nicht, so dass es im Zwischenergebnis dabei bleibt, dass Sie allein gegenüber der Bank haften und formal zu zahlen haben.



Im Innenverhältnis (Verhältnis intern zwischen Ihnen und dem Ex-Verlobten) werden Sie aber einen Ausgleichsanspruch haben, müssten aber den von Ihnen geschilderten Sachverhalt hinsichtlich der Absicht bei den Kreditaufnahmen und deren Verwendung auch im Streitfall beweisen - angesichts der Listen etc. dürfte das aber gelingen.

In solchen speziellen Fällen wird dann schon einmal eine Ausgleichspflicht zugebilligt, was aber nicht sicher ist.


Daher ist dringend anzuraten, die von Ihnen schon geschilderte Vereinbarung schriftlich zu fixieren und von Beiden unterzeichnen zu lassen.

Denn damit hätten Sie eine vertragliche Vereinbarung, wonach Sie dann die Ansprüche geltend machen könnten. So eine Vereinbarung bedarf keiner besonderen Form, sollte aber immer schriftlich fixiert werden.


Aber im Falle einer (Mit-)Zahlung müssen Sie bedenken, dass der Ex-Verlobte dann seinerseits auch Miteigentums-Ansprüche auf die von den Krediten erworbenen Gegenstände haben wird, auch wenn nur Sie auf den Rechnungen stehen.

Diese Rechnungen können zwar Indiz für eine Eigentumsübertragung beim Kauf nur an Sie sein - mit der Vereinbarung hinsichtlich der Tilgungs(mit)leistungen, würde das Indiz aber richtigerweise aufgehoben werden, was auch unter Billigkeitsgesichtspunkten gerecht ist.


Noch ein zusätzlichen Hinweis: Beim Unterhalt achten Sie bitte darauf, dass nicht nur Kindesunterhalt, sondern auch Unterhalt für Sie zu zahlen ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg



Bewertung des Fragestellers 8. März 2017 | 07:38

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Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet- und Pachtrecht