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Kreditbetrug mit Urkundenfälschung


| 14.12.2006 15:48 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Hallo liebes frag-einen-anwalt-Team,

Ich bzw. meine Freundin hat folgendes Problem:
Ihr ehemaliger Lebenspartner (Spielsucht, Schufa-Eintrag, Btm-Vorstrafe, ca 2000€ brutto/Monat) hat auf ihren Namen bei einer Direktbank mit gefälschter Unterschrift einen Kredit über etwa 5000€ beantragt und erhalten. Die Raten hat, solange die Beziehung dauerte, er bezahlt. Meine Partnerin erfuhr von allem erst, als er auszog, nicht mehr zahlte und die Mahnungen zu ihr kamen. Die beiden hatten sich mündlich geeinigt, dass sie die Raten weiterzahlt aber er ihr das Geld zurückgibt. Nachdem er nicht zahlt ist natürlich die Frage was man da machen kann. Den Kredit hat er etwa vor 2 Jahren beantragt.

Nun konkret:
1. hat meine Lebensgefährtin rechtlich etwas zu befürchten, weil sie ihn nicht sofort angezeigt hat? Ich denke da an Beihilfe o.ä.

2. hat sie mit einer Anzeige ne Chance zumindest einen Teil des Geldes zu bekommen oder braucht es dafür eine Zivilklage?

vielen Dank schon mal

LoneStar

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

1. Ihre Frau läuft bei einer Anzeige Gefahr, dass wegen des Tatbestands der Beilhilfe auch gegen Sie ermittelt wird, da sie durch ihre Zahlung der Raten den Irrtum aufrechterhalten und somit die Tat zumindest gefördert hat. Ob das Ermittlungsverfahren dann zu einer Verurteilung führt, hängt von vielen Faktoren ab, so dass eine abschließende Beantwortung nicht seriös erfolgen kann.

2. Um jedoch Ihre Ansprüche gegenüber dem Täter durchzusetzen – dies wäre nur im Rahmen einer zivilrechtlichen Klage nach erfolgloser außergerichtlicher Zahlungsaufforderung möglich –, wird Ihre Frau um die Offenlegung des Sachverhalts nicht herumkommen. Es wäre zu erklären, warum der Kreditnehmer nicht der ist, für den der Kredit gewährt worden ist.

3. Deshalb wäre mit der Gegenseite am Besten eine gütliche Einigung zu erzielen – soweit das möglich ist. Unter dem Aspekt einer strafrechtlichen Ermittlung, die für beide Seiten unangenehm, für den überführten Täter aber erhebliche Konsequenzen haben würde, ist ein Einlenken der Gegenseite doch nicht unwahrscheinlich, oder?

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2006 | 16:57

zuerst vielen Dank für die promte Antwort.

und noch ne kleine Zusatzfrage:
wie erheblich wären in so einem Fall die Konsequenzen für den Täter? - Nur um ihm grob umreißen zu können, was ihn erwarten würde.

mfg LoneStar

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2006 | 17:13

Der Betrug sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor (realistisch ist bei Ersttätern eine Geldstrafe, die sich natürlich bei Nichtzahlen in einen Freiheitsentzug wandeln wird), § 263 Abs. 1 StGB. Der Urkundenfälschung hat den gleichen Strafrahmen (§ 267 Abs. 1 StGB).

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