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Kreditbetrug in mehreren Fällen / Strafmaß ?

08.11.2017 20:19 |
Preis: 45,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo,

ich habe im März 2017 und Juli 2017 mehrere Betrüge begangen.
Dies geschah 1 Monat nach einem Suizidversuch, da ich depressiv war.
Zum einen habe ich 3 Banken durch gefälschte Unterlagen betrogen. Und 2x 4000 Euro kassiert. Die 3. Bank hat es gemerkt und Strafanzeige wegen versuchten Betruges gestellt. Daraufhin gab es eine Durchsuchung bei mir. Ich habe den Beamten die Unterlagen freiwillig herausgegeben, woraufhin die Durchsuchung beendet wurde. Bank 2. hat das Geld zurückgefordert, daraufhin habe ich der Bank auch den Betrag komplett zurückgegeben.
Bei der 3. Bank zahle ich die Raten noch und es wurde nicht gemerkt.

Im Juli 2017 habe ich daraufhin, wieder getan und mir 2 weitere Strafverfahren wegen versuchten Betruges gefangen.
Und dazu kommt noch eine weitere Straftat wegen Betruges (5.900), diese wurde von der Bank zwar in einem Brief an meine Bank, wo ich mein Girokonto hatte, gemeldet, allerdings kam bisher keine Meldung und ich zahle die Raten brav weiterhin.
Obwohl 4.500 Euro durch die Kripo an die Bank zurücküberwiesen wurde.
Ich will dazu noch sagen, ich habe das getan um mir kurz Liquidität zu verschaffen, da ich verzweifelt war und nicht weiter wusste. Ich will auf keinen Fall ins Gefängnis.

Zu der Zeit habe ich die Schule besucht und es war wie gesagt wegen des Suizidversuches mir nicht mehr möglich am Unterricht teilzunehmen. Dafür habe ich es jetzt geschafft und es läuft sehr gut. Ich brauche jetzt 3 Jahre zum Abitur und danach möchte ich in einen Bereich gehen und Menschen helfen (Medizinstudium o.ä).
Ich bin derzeit 20 Jahre , wohne bei meinem Vater und bin auch in psychatrischer Behandlung begleitend zur Schule mit medikamentöser Behandlung. In meiner Kindheit habe ich meine Mutter verloren, da sie abgehauen ist und ich ohne sie aufwachsen musste. Diese hat mich auch mehrfach missbraucht, wodurch zum Teil die Depression herrührt.

Vor März 2017 war ich in der Ausbildung und hatte einen Kredit in Höhe von 5.000 Euro. Diesen konnte ich krankheitsbedingt nicht zahlen, daher die Betrüge.

Ebenfalls liegt eine weitere Anzeige wegen Betruges vor, allerdings nur weil ich bei der Bank Online mehrmals über Check24 falsche Angaben gemacht habe. Dies ist nach meiner Ansicht kein Betrug.


Allerdings muss ich auch sagen, dass der Durchsuchungsbeschluss von 2017 durch eine Kontoeinsicht der StA ohne Gerichtsbeschluss durchging. Daher weiss ich auch nicht, wie sich das auf ein Verwertungsverbot hinzieht.


Mein Fragen :

Was ist das Strafmaß? Immerhin, war ich verzweifelt, depressiv, handelte aus Unwissenheit/Verzweifelung , aber in guter Absicht, da ich diese bei Schulbeginn mtl. zurückzahlen konnte und bisher auch habe. + Positive Sozialprognose

Gegen mich spricht natürlich eine kriminelle Energie.

Wie wirkt sich die Kontoeinsicht der StA ohne Gerichtsbeschluss aus?

Wie kann ich Jugendstrafrecht erlangen?

Ist es Betrug, weil ich Online falsche Daten bei einer Kreditanfrage über Check24 angebe?

Ist mit einer erneuten Hausdurchsuchung zu rechnen, trotz bereits polizeileicher Vorladung? Die wissen ja bereits, dass ich weiß, dass die gegen mich ermitteln.

Kann mein Anwalt es schaffen, dass es zum Teil eingestellt wird?

Die Anzeigen sind auch schon etwas länger her und ich hab auch nichts mehr gehört, obwohl mein Anwalt die Akten hat. Ist das ein schlechtes Zeichen?


Kann ich meine Hauptbank verklagen, wegen Weitergabe von Daten ohne Gerichtsbeschluss und wie ist das mit dem Kredit, in Höhe von 5.000 Euro den ich damals legitim erhalten habe. Ich hatte mtl. 430 netto und die Dame von der Bank hat mir trotzdem den Kredit bewilligt. Kann ich auf Schadensersatz klagen?

Die 5.000 euro wurden in eine Firma angelegt, die Insolvent ging und jetzt muss diese durch ein Insolvenzverfahren holen. Mein Anwalt hat Akteneinsicht beantragt, meldet sich aber bisher gar nicht mehr

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Sehr geehrter Ratsuchender,

es wird ein Gutachten darüber zu erstellen sein, ob bei Ihnen als Heranwachsender Jugendstraftrecht oder Erwachsenenstrafrecht Anwendung findet.

Davon ist das weitere Vorgehen abhängig, auch das Strafmaß.

Eine Anwalt kann es sicherlich schaffen, dass Verfahren oder Teile davon eingestellt werden.

Das hängt aber alles vom Inhalt der Akte ab. Daher sollten Sie keine Angaben machen, sondern mit Ihrem Anwalt den Sachverhalt besprechen. Dieser wird auch erst nach Akteneinsicht das weitere Vorgehen entscheiden können. Es kann aber einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Zusendung der Akten durchaus Wochen dauern kann.

Zwischen Einstellung und einer Freiheitsstrafe ist als Strafmaß alles möglich.

Falsche Angaben bei einem Kreditantrag können den Straftatbestand des Betruges erfüllen.

Ob noch eine Hausdurchsuchung durchgeführt wird, kann abschließend nicht beurteilt werden. Es steht aber zu vermuten, dass eine solche nicht nochmals stattfindet.

Eine Klage gegen die Hausbank dürfte keine Aussicht auf Erfolg haben.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2017 | 22:45

Hallo,

danke für die Antwort.

1. Allerdings wird aus Ihrer Antwort nicht ersichtlich, in wie fern eine Hausdurchsuchung nicht nochmal stattfindet und den Grund dazu bzw. eine Eläuterung zum Hintergrund fand auch nicht statt, da die Polizei vermuten kann, dass Beweismaterial vorhanden ist.

2. Können sie aus Erfahrung sagen, was das Strafmaß bei mir wäre, wenn ich für 3x versuchten Betrug und 3x Betrug verurteilt werde mit Hinsicht auf meine Persönlichkeit.

3. Warum darf ein StA trotz Richtervorbehalt, mit Anordnung in meine Konten einsehen, obwohl kein Gerichtsbeschluss vorhanden ist?

Ich bitte Sie daher um erneute Antwort.





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2017 | 06:17

Sehr geehrter Ratsuchender,


zu einer weiteren Hausdurchsuchung kann verlässlich keine weitere Einschätzung erfolgen, da für mich natürlich nicht bekannt ist, welche Unterlagen und möglichen Beweismittel die Staatsanwaltschaft schon sicherstellen konnte. Dazu führen Sie ja aus, dass Sie alle Unterlagen herausgegeben haben.

Es dürfte daher davon auszugehen sein, dass es nicht zu einer weiteren Durchsuchung kommt. Auszuschließend ist dieses aber auch nicht, wenn die Staatsanwaltschaft wegen weitererer möglichen Straftaten eine Durchsuchung für erforderlich hält.


In Anbetracht Ihrer persönlichen Situation könnte selbst bei Anwendung Erwachsenenstrafrecht ein Freiheitsstrafe in Betracht kommen, die zur Bewährung ausgesetzt werden wird, wenn sich die gemachten Vorwürfe bestätigen sollten. Voraussetzung ist aber, dass Sie noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Auch die Schadenswiedergutmachung wird zu Ihren Gunsten berücksichtigt.


Die Einsicht in Ihre Konten ist natürlich besonders zu klären. Es ist aus Ihrer Frage nicht ersichtlich, wie es zur Einsicht gekommen ist.


Grundsätzlich könnte auch ein Zeugenvernehmung nach § 161a StPO angeordnet worden sein. In diesem Rahmen haben die Mitarbeiter der Bank kein Zeugnisverweigerungsrecht und werden in der Regel auch Auskunft mit Vorlage der notwendigen Unterlagen erteilen. Es wird einer Akteneinsicht vorbehalten bleiben müssen, diesen Sachverhaltsteil zu klären.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


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