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Kreditbetrug 15.000 EUR


19.09.2007 20:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo,

ich habe vor ca. 4 Monaten mithilfe von gefälschen Dokumenten auf einen anderen Namen ein Konto eröffnet. Dann habe ich Einkommensnachweise gefälscht und damit einen Kredit über 15.000 Euro aufgenommen, habe ihn mir in Bar auszahlen lassen und bin unerkannt und ohne Spuren entkommen. Die genaue Beschreibung der Tat kann ich Ihnen bei Bedarf gerne per E-Mail zukommen lassen, ich möchte nicht, dass die Methode öffentlich wird.

Mit welcher Strafe muss ich rechnen wenn die Tat rauskommt? Ich bin nicht vorbestraft und 20 Jahre alt.
Würde es etwas an der Strafe ändern, wenn bereits vorher einige Verfahren gegen mich geführt worden wären die aber alle knapp wegen Beweismangel eingestellt worden wären?


Nehmen wir an, ich würde einem Freund die Sache erzählen und er würde mich anzeigen, ansonsten gäbe es keine Beweise. Mit was muss ich rechnen? Wird allein aufgrund seiner Aussage eine Hausdurchsuchung durchgeführt?

Was passiert, wenn die Polizei bei einer Durchsuchung wegen eines anderen Delikts (z.B. Versandhausbetrug) meine Wohnung durchsucht und das Geld findet? Muss ich Angaben zur Herkunft machen? Was passiert, wenn ich jegliche Aussage verweigere?

Ich habe gelesen, Betrug verjährt nach 5 Jahren. Welche Vorraussetzungen müssen dazu gegeben sein?

Schon im Vorraus vielen Dank für ihre Auskunft.

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Anhand Ihrer Angaben sind Betrug, Strafrahmen Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe, Urkundenfälschung, Strafrahmen wie vor, je nach Begehungsart auch weitere Delikte erfüllt.
Das Alter wäre nur maßgebend, wenn bei Ihnen zum Tatzeitpunkt (18. Lebensjahr vollendet) Reiferückstände bestünden. Dann wäre genauso wie bei einer Tatbegehung unter 18 Jahren das günstigere Jugendstrafrecht anzuwenden. Aufgrund der anscheinend nicht unkomplizierten Begehungsweise könnte man durchaus von der Anwendung des Erwachsenenstrafrechts ausgehen.

Bei einer derartigen Tat wird wohl eine Freiheitsstrafe durchaus in Betracht kommen. Der Schaden ist nicht unerheblich, die kriminelle Energie ebenso. Da anscheinend keine Vorverurteilungen gegeben sind, könnte diese wohl zur Bewährung ausgesetzt werden.
Ohne Kenntnis der Ermittlungsakte und des BZR kann hier jedoch keine treffende Auskunft gegeben werden. Die Gesamtumstände sind zu berücksichtigen.
Sofern die Taten nach § 170 II stopp eingestellt wurden bleiben sie unberücksichtigt.

Die Verjährungsfrist beträgt fünf Jahre und beginnt mit Beendigung der Tat.

Sofern Sie Selbststeller sind, könnten Sie eine erheblich günstigere Strafe erwarten. Auch die Wiedergutmachung des Schadens wäre von Vorteil. Sofern bereits wegen anderer Delikte eine Hausdurchsuchung erfolgt, könnte bei einer derartigen Summe zu Recht unbequeme Fragen gestellt werden. Antworten sollten Sie darauf aber zunächst nicht. Erst sollte eine Besprechung mit einem Verteidiger erfolgen.


Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt. Der guten Ordnung halber weise ich darauf hin, dass IP Adressen geloggt, bei Missbrauch in jedem Fall Strafanzeige gestellt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -
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