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Kreditantrag

| 25.08.2018 12:53 |
Preis: 43,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Guten Tag!

Ich habe im Juli bei Bavaria Finanzservice einen Kredit beantragt ohne Schufaeintrag.Der Vertrag wurde genehmigt und ich würde das Geld auf mein Konto bekommen.Es geschah aber nichts,stattdessen kam der Postbote mit einer Zahlkarte über 175 Euro,die ich aber nicht bezahlt habe. Dann wurden von meinem Konto 14,90 abgebucht,die ich storniert habe,vonOVG GMBH,die auch zu Bavaria gehören.Ich habe mich auch bei Bavaria gar nicht mehr gemeldet,da ich inzwischen gelesen habe,daß sie sehr unseriös sind.Dann kam am 23.8.18 ein Brief von EuroTreuhand Inkasso mit einer Zahlungsaufforderung von 258.62.Das setzt sich zusammen aus 175 Euro plusGeschäftsgebühren.Ich möchte noch erwähnen,daß ich keinen schriftlichen Vertrag bekommen habe, allerdings habe ich online signiert.Ich würde gerne aus dieser Sache herauskommen.Es wäre schön,wenn mir jemand helfen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,


Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Widerrufen Sie den Kreditvertrag und erklären Sie hilfsweise die Anfechtung wegen Irrtums und Täuschung, möglichst per Einwurf-Einschreiben. Ich gehe davon aus, dass Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ordnungsgemäß über Ihr Widerrufsrecht belehrt worden sind, so dass die Widerrufsfrist vermutlich noch nicht abgelaufen ist.

Teilen Sie dies auch dem Inkassounternehmen mit. Auf weitere Schreiben von dort müssen Sie nicht mehr reagieren. Sollten Sie allerdings vom Gericht Post erhalten, empfehle ich Ihnen, sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil hier dringend Fristen einzuhalten halten sind.

Ich vermute, dass im Hinblick auf die im Internet verfügbaren Informationen über das Unternehmen keine Klage eingereicht wird, weil die Gegenseite vermutlich kein Interesse daran hat, dass ihr Geschäftsgebaren in einem Prozess thematisiert wird. Falls Sie dennoch verklagt werden, sollten Sie sich mit anwaltlicher Hilfe wehren.

Ggf. können Sie auch Strafanzeige erstatten, wenn sich die Hinweise verdichten, dass die Gegenseite den Kredit ohnehin nicht ausgezahlt hätte.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

Nachfrage vom Fragesteller 25.08.2018 | 14:19

Vielen Dank für ihre Antwort.Ich bin nicht über mein Widerrufsrecht aufgeklärt worden.Wie lange gilt denn die Widerrufsfrist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.08.2018 | 14:29

Sehr geehrte Fragestellerin,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Das Widerrufsrecht beträgt 14 Tage ab Unterrichtung des Kunden über das Widerrufsrecht. Längstens (also wenn keine ordnungsgemäße Belehrung erfolgt) beträgt die Frist aber zwölf Monate und 14 Tage.

Gleichwohl sollten Sie zeitnah handeln.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 27.08.2018 | 16:16

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