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Kredit ohne schriftlichen Vertrag bei drohender Insolvenz

15.05.2009 13:00 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe einem Verwandten Ende 2008 Geldbeträge zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes und zur Finanzierung der Materialien für einen gewerblichen Auftrag geliehen.
Die Beträge wurden über einen Zeitraum von 4 Monaten teilweise bar und teilweise durch Lastschrifteinzug der Zulieferungsfirma von meinem Konto gezahlt.
Es wurde damals vereinbart, bei Ausführung des Auftrags würde ich mein Geld zurück erhalten.
Diese Rückzahlung ist bis heute nicht erfolgt, obwohl der Auftrag ausgeführt ist. Der Grund dafür ist mir leider nicht bekannt.
Nun hat mir der Schuldner eröffnet, dass er Insolvenz beantragen wird.
Da ich aber außer meinen Kontoauszügen keine schriftlichen Vereinbarungen mit dem Schuldner, insbesondere also keine Nachweise für die Barzahlungen, habe, brauche ich ihren Rat, wie ich die Forderung im Insolvenzverfahren geltend machen kann, ohne dass diese vom Insolvenzverwalter zurückgewiesen wird.
Vielleicht besteht auch noch die Möglichkeit, sich die Schuld vom Schuldner bestätigen zu lassen, da er grundsätzlich kooperativ ist. Eventuell ein nachträglich schriftlich fixierter Darlehensvertrag o.ä. Sind hierbei irgendwelche Fristen zu beachten hinsichtlich Antrag und Eröffnung der Insolvenz?
Ich danke für Ihre Hilfe.

15.05.2009 | 14:17

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Nach Ihren Schilderungen besteht bereits ein mündlicher Darlehensvertrag. Zum besseren Nachweis im Falle eines Insolvenzverfahrens sollte Sie mit dem Schuldner die wesentlichen Eckpunkte des Darlehensvertrages schriftlich zusammenfassen und bestätigen.

D.h. Sie setzen ein Schreiben auf in dem die Anschriften Darlehensgeber und Darlehensnehmer, Datum der Darlehensvereinbarung, Darlehenshöhe, die jeweiligen Auszahlungen und die Fälligkeit für die Rückzahlung aufgenommen wird.

Dieses Bestätigungsschreiben (in zweifacher Ausfertigung) sollten Sie dann beide unterzeichnen. Sie und der Verwandte erhalten dann jeweils ein Ausfertigung.

Da der Verwandte sich offenbar im Verzug mit der Rückzahlung befindet, kündigen Sie anschließend das Darlehen und machen ab dem Folgetag der Kündigung die gesetzlichen Verzugszinsen geltend.

Im Rahmen der Forderungsanmeldung fügen Sie dann das Bestätigungsschreiben bei, wobei der Verwandte im Rahmen der Antragsstellung ebenfalls Angaben über das Darlehen machen muss.

Wichtig ist, dass der bereits bestehende Darlehensvertrag nur bestätigt wird und nicht hinsichtlich der ursprünglichen Vereinbarung abgeändert wird. Zudem sollten Sie erwägen, ob Sie die Forderung nicht durch einen Mahnbescheid oder notarielles Schuldanerkenntnis titulieren, was allerdings mit weiteren Kosten und auch der Mitwirkung Ihres Verwandten verbunden ist.

Vorteil einer Titulierung der Darlehensforderung wäre, dass ein einfaches Bestreiten der Forderung durch den Insolvenzverwalter gem. 174, 179 InsO nicht möglich wäre. Allerdings sind die anfallenden Kosten in Realtion zu einer mögliche Insolvenzquote zu sehen, so dass eine Titulierung nicht in jedem Fall wirtschaftlich ist.

Ich hoffe Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

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