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Kredit oder Schenkung?

| 01.07.2016 11:06 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Für eine größere Anschaffung muss meine Familie kurzfristig eine höhere Summe ausgeben, für die uns gemeinsame Rücklagen (Giro-/Sparkonto, etc) fehlen.
Meine Frau hat aus einer Schenkung ihrer Eltern eine größere Summe als eigenes Vermögen und ich habe ebenfalls eine größere Summe aus einer Erbschaft an eigenem Vermögen.
Normalerweise könnten wir jetzt einfach 50/50 die Kosten aus unseren "Privatvermögen" aufwenden, meine Frau würde ihr Geld aber gerne für Notzeiten aufsparen.
Ich dagegen wäre bereit unter bestimmten Umständen auch die Gesamtkosten für die Anschaffung aus meinem "Privatvermögen" aufzubringen.
Um das Ganze fair abzuwickeln wäre eine Möglichkeit die Anschaffung über einen Kredit zu finanzieren, dessen Raten über unser gemeinsames Konto/Einkommen bezahlt würden, was mir angesichts unserer finanziellen Gesamtsituation aber unsinnig erscheint, auch weil dann unnötig Zinsen an eine Bank etc. gezahlt werden müssten.

Nun meine Fragen:
1. Könnte ich selbst die erforderliche Gesamtsumme aus meinem "Privatvermögen" als Kredit an mich selbst und meine Frau vergeben?
2. Falls das ginge, würde der Betrag dann, im Falle einer späteren Scheidung, als Kredit und nicht als Schenkung eingestuft? Wie würde das bewertet werden?
3. Wie wäre das Vorgehen bei einer solchen Kreditvergabe bzw. was müsste ich beachten?
4. Die Kreditsumme könnte ich dann ja nicht anderweitig anlegen oder investieren.
Wäre ich als Ausgleich dafür dann auch berechtigt Zinsen in der üblichen Höhe zu nehmen, die wiederum in mein "Privatvermögen" fließen?

Meine Frau ist nicht berufstätig und hat z.Zt. nur geringe Nebeneinkünfte, ich bin der Alleinverdiener. Wir haben keinen Ehevertrag.

Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie können sich selbst und Ihrer Frau keinen Kredit für die gemeinsame Anschaffung geben, da Sie dann Kreditgeber und Kreditnehmer in einer Person wären - dieses nennt man Konfusion und würde zu einer Vernichtung des Anspruches führen.


Sie werden also entweder Ihre Frau überreden müssen, das Kapital zu verwenden oder einen Kredit aufnehmen. Möglich wäre auch - derzeit gehe ich von einer gesetzlichen Zugewinngemeinschaft aus - diese Zugewinngemeinschaft notariell zu modifizioeren, um diese Anschaffung dann nur Ihnen im Falle einer Trennung zuzuordnen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2016 | 12:02

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Ja, es handelt sich um eine Zugewinngemeinschaft.
Ich habe eine Rückfrage bzgl. der Bedeutung, diese Zugewinngemeinschaft notariell zu modifizieren. Bedeutet das eine Art Ehevertrag zu schließen und muss diese Modifikation notariell erfolgen oder würde als Beleg auch eine gemeinsam unterschriebene schriftliche aber formlose Erklärung genügen, dass die Anschaffung im Falle einer Trennung nur mir zuzuorden wäre?
Vielen Dank & freundliche Grüße.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.07.2016 | 12:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

sofern Sie die gesetzliche Zugewinngemeinschaft modifizieren wollen - also eine Sachen herausnehmen und einem Ehepartner zuordnen wollen, die Verteilungen von Anfang-/Endverögen für den Fall der Trennung regeln wollen -.müssen Sie einen Notar einschaften, der dann diese Modifizierung in einem Vertrag aufnimmt. Nur dann sind Sie im Falle einer Trennung sicher.

Es ist aber kein Ehevertrag; denn es bleibt alles bei der gesetzlichen Folge nur eben mit dieser einen - dann vertraglich geregelten- Ausnahme der von Ihnen angesprochenen Anschaffung.


Mit freundichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Ergänzung vom Anwalt 06.07.2016 | 09:22

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihr Bewertungskommentar veranlasst nun doch zu einer offenbar notwenigen Richtigstellung der Erwartungen.

Zunächst sollte man vielleicht die Plattform und deren Nutzungsbedingungen verinnerlichen.

Wenn Sie dann einen unterhalb des Richtwertes angesiedelten Einsatzbetrag wählen, dafür aber gleichzeitig die Anzahl der Fragen Vervierfachen, haben Sie damit nach den Nutzungsbedingungen und den Hinweisen des Portalbetreibers ausdrücklich eine Einschränkung in der Ausführlichkeit gewählt.

Wenn man dann Ihrem gewählten Wunsch dann nachkommt, bemängeln Sie die Ausführlichkeit? Ich denke, soviel Unverfrorenheit sucht schon seinesgleichen.

Weiter nutzen Sie ein Bewertungsportal, ohne die Besonderheit dieses Portals zu berücksichtigen. Die Besonderheit ist eben die Durchschnittsnote, die Sie deutlich unterschreiten.

Wie wollen Sie beurteilen, was über dem Standard ist? Damit nimmt man seinen eigenen Standard, nicht aber den Portalstandard – und der allein ist wieder nach den Nutzungsbedingungen Grundlage der Bewertung – für eine nicht einschätzbare Bewertungsskala.

Sie haben nicht nur alle Fragen beantwortet bekommen, sondern zusätzlich eine Alternative hinsichtlich der modifizierten Zugewinngemeinschaft erhalten, der weitere Weg wurde auch aufgezeigt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 06.07.2016 | 12:26

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich habe mich nur von den Hinweisen des Portals zu den einzelnen Bewertungsstufen leiten lassen. Das war vielleicht nicht korrekt, daher nun Ihre ersehnte 5-Sterne statt der 4-Sterne Bewertung.
Dass ich meine Hauptfrage untergliedert hatte sollte dem besseren Verständnis dienen. Beim Nächsten Mal werde ich versuchen alles in einer Frage zu formulieren.
Ich dachte die Beantwortung der Frage(n) sei nicht sehr komplex, daher blieb ich etwas unter der Preisempfehlung. Nett von Ihnen, auf meine Nachfrage zu antworten. Ihre Antworten in je zwei kurzen Absätzen wurden daher ursprünglich nicht bemängelt, wie Sie sagen, sondern als "dem Einsatz angemessen" beurteilt und danach sogar auf "ausführlich" hochgestuft, aber eben nicht als "sehr ausführlich".
Mich als unverfroren zu betiteln finde ich unangebracht, von ihrem Kommentar über das Verhalten meiner Frau ganz zu schweigen. Sie kennen uns und unsere Beweggründe doch garnicht. Dafür hätten Sie eigentlich eine schlechtere Freundlichkeits"
FRAGESTELLER 06.07.2016 5/5,0
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