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Kredit an Bruder/Ehefrau

13. September 2011 09:11 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Guten Tag,

ich habe folgende Frage zu einem Kredit den ich gegeben habe.

Am 02.01.2008 habe ich meinem Bruder und seiner Frau 14.000 Euro geliehen. Ich habe das Geld auf Ihr Gemeinschaftskonto überwiesen . Es war vereinbart, dass Sie das Geld in Raten zurückzahlt.
Ab Nov. 2009 haben Sie dann vom Gemeinschaftskonto fast regelmäßig jeden Monat 350,- Euro zurückgezahlt. Sie haben 10 x 350 Euro bezahlt.

Aufgrund Beziehungsprobleme waren Sie nicht mehr so "flüssig", die Zahlung wurden eingestellt. Nun Leben die beiden in Scheidung.

Nach einem persönlichen Gespräch mit meinem Bruder, wurde mir zugesagt, dass die Zahlung mit einer geringeren Summe wieder aufgenommen werden sollte. Leider ist das bis zum heutigen Tage nicht geschehen.

Da es KEINEN schriftlichen Vertrag zwischen uns gibt, stelle ich mir nun folgende Frage:

Was passiert mit dem Geld, wenn die Scheidung durch ist? Wer muss bezahlen? Beide? Oder nur mein Bruder? Was passiert, wenn einer von beiden Privatinsolvenz anmeldet?
Muß ich noch VOR der Scheidung meine Ansprüche schriftlich gelten machen? Bei wem?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

besten Dank für die Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes im Verhältnis zu Ihrem Einsatz wie folgt beantworten möchte.

Sie haben das Geld auf das Konto der beiden überwiesen.

Die Zahlungen von 350 € haben Sie von dort erhalten. Damit sind beide als Gesamtschuldner zu betrachten.

Sie können das Geld also von beiden verlangen.

Selbst wenn Sie keinen schriftlichen Darlehensvertrag haben, spricht die Überweisung sowie die monatlichen regelmäßigen Zahlungen vpn 350 e für eine Darlehensabrede.

Da beide Gesamtschuldner sind, hat die Scheidung keine Auswirkung hierauf, denn das Darlehen haben beide zu Ehezeiten genommen.

Wenn einer von beiden eine Provatinsolvenz anmeldet, können Sie sich an den Schuldner halten, der solvent ist. Ihr Bruder sowie seine (Ex-)Frau schulden sich untereinander Ausgleich der Darlehenssumme.

Sie sollten so schnell we möglich Ihre Rechte geltend machen, um einen Titel zu schaffen, den Sie vollstrecken können.

Sie müssen den Anspruch auch gegen beide geltend machen.

Kündigen Sie das Darlehen mit einer drei-monatigen Frist nach § 488 I BGB und klagen Sie danach auf Zahlung oder leiten Sie ein Mahnverfahren ein.

Wenn Sie einen Schuldtitel haben, können Sie 30-Jahre lang daraus cie Vollstreckung betreiben.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben haben zu können.

Sollte etwas unklar geblieben sein, so nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Rückfrage vom Fragesteller 13. September 2011 | 09:44

Hallo!

wenn ich keinen Schuldtitel habe, wie lange kann ich meine Forderung gelten machen? Gibt es eine Verjährung?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13. September 2011 | 09:51

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Anspruch verjährt regelmäßig in drei Jahren gem. § 195 BGB . Die Verjährung beginnt gem. § 199 BGB zu laufen mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

In Ihrem Falle endet diese Frist mit Ablauf des Jahres 2011, wenn Sie nichts unternehmen, was die Verjährung hemmt.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Mit besten Wünschen.

Michael Grübnau-Rieken M.A.
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 13. September 2011 | 10:57

Ich möchte noch ergänzen, dass die Verjährung nach § 212 I BGB neu beginnen kann.


§ 212
Neubeginn der Verjährung

(1) Die Verjährung beginnt erneut, wenn
1. der Schuldner dem Gläubiger gegenüber den Anspruch durch Abschlagszahlung, Zinszahlung, Sicherheitsleistung oder in anderer Weise anerkennt

Davon ausgehend würde die Verjährung in dem Jahr beginnen, in dem die letzte Ratenzahlung begonnen hat.

Dennoch würde ich Ihnen raten, alsbald mit der Titulierung der Forderung einzusetzen.

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