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Krankschreibung nach fristgerechter Kündigung in der Probezeit

| 05.08.2012 15:10 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


18:49

Hallo,

meiner Freundin geht es seit einiger Zeit psychisch schlecht.
Nun hatte sie ein Arbeitsverhältnis als Köchin.
Sie hat 2,5 Monate dort gearbeitet und hat am Montag den 30.07.12 in der Probezeit
ihre fristgerechte Kündigung zum 15.08.12 erhalten. Gleichzeitig wurde sie freigestellt,
sie soll also nicht mehr am Arbeitsplatz erscheinen.

Das ganze ist nicht fair, weiter gab es auch Mobbing am Arbeitsplatz (nur zur Info spielt eigentlich keine Rolle)

Nun folgende Frage.

Wenn sie am Montag den 06.08.12 zum Arzt geht und dieser sie krankschreibt, sie dann (belegbar) die
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an den (noch Arbeitgeber , da Kündigung zum 15.08) übergibt, faxt , sendet etc
HAT SIE DANN ANSPRUCH AUF 6 WOCHEN ENTGELDFORTZAHLUNG IM KRANKHEITSFALL UND DANACH KRANKENGELDANSPRÜCHE VON DER KRANKENKASSE ?
(Obwohl der Entgeldfortzahlungszeitraum über den Kündigungstag hinausgeht)

Wenn NEIN, hat sie Ansprüche bei der Krankenkasse ? , also soll sie die AU-Bescheinigung an die Krankenkasse senden ?

Oder hat sie gar keine Chance auf KG, weder Arbeitgeber noch Krankenkasse ?

Danke !

05.08.2012 | 16:32

Antwort

von


(2004)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

In der Regel endet die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Sollte also eine Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus andauern, verliert der gekündigte Arbeitnehmer den Anspruch auf die Fortzahlung.

Eine Ausnahme hiervon wird nur gemacht, wenn entweder das Arbeitsverhältnis aufgrund der Krankheit gekündigt wurde oder das Arbeitsverhältnis durch den Arbeitnehmer gekündigt worden ist und diesem aufgrund eines Verschuldens des Arbeitgebers ein Kündigungsgrund zur Seite steht, der zu einer fristlosen Kündigung berechtigt hätte, § 8 Abs. 1 EntgFG . Nach Ihrer Schilderung liegt aber keine dieser Ausnahmen vor.

Der Arbeitgeber muss Ihrer Freundin daher nur bis zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Mitte August den Lohn fortzahlen, auch wenn Ihre Freundin darüber hinaus krankgeschrieben sein sollte. Im Anschluss übernimmt dann in der Regel die Krankenkasse (Zahlung von Krankengeld)). Ihre Freundin sollte die AU-Bescheinigung daher auf jeden Fall auch unverzüglich an die Krankenkasse senden.

Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Rückfrage vom Fragesteller 05.08.2012 | 17:32

Hallo nochmal,

wieso schreiben Sie :"in der Regel die Krankenkasse " ?

Ist das dann zu 100 % sicher, oder kann die Krankenkasse aufgrund des kurzen Arbeitsverhältnisses hier Steine in den Weg legen bzw. Leistungen verweigern ?

Danke

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.08.2012 | 18:49

Da ich den konkreten Umfang der Krankenversicherung Ihrer Freundin nicht kenne , habe ich "in der Regel" geschrieben. Das kurze Arbeitverhältnis spielt beim Krankengeld aber keine Rolle, auch nicht bei der Lohnfortzahlung, da die 4-Wochen-Frist überschritten wurde. Allerdings stellen sich Krankenkassen bei Krankschreibung kurz vor Beendigung des versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses manchmal quer. Das Bundessozialgericht hat aber aktuell in einem am 10.05.2012 verkündeten Grundsatzurteil (AZ: B 1 KR 19/11 R ) klargestellt, dass entscheidend für die Fortzahlung von Krankengeld über die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses hinaus allein ist, dass der Arbeitnehmer zum Zeitpunkt der Krankschreibung noch in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis steht. Insofern dürfte es in Ihrem Fall grundsätzlich keine Probleme geben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 05.08.2012 | 19:02

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