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Krankschreiben Teilzeit Befristeter Vertrag

09.09.2018 09:18 |
Preis: 48,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


12:50

Zusammenfassung: Arbeitsunfähigkeit infolge einer Erkrankung und Festlegung der Arbeitszeit bei Verhinderung aus persönlichen Gründen des Arbeitnehmers

Sehr geehrte Damen und Herren,

Unser Mitarbeiter hat gekündigt weil er in sein vorheriges Tätitgkeitsfeld zurückkehren will, allerdings ist diese neue Arbeit noch nicht vollzeit und er und wir möchten unser Arbeitsverhältnis nun auf EUR 750 für 40 Stunden pro Monat, zeitlich abgearbeitet wann immer es für beide passt, fortsetzen. Wir nehmen an dass er im Durchschnitt 10 Stunden pro Woche arbeitet, das ist aber nicht im Vertrag festgehalten und es kann auch sein dass er ab und zu 1 Woche aus persönlichen Gründen fehlt...

Wenn er krank ist an einem Tag an dem er angekündigt hat, dass er für uns etwas erledigen wird, müssen wir diesen Tag /Tage zahlen, oder soll er uns einfach sagen dass er krank ist und die Zeit auf andere Tage verlegen wenn er nicht krank ist? Der Vertrag hat eine Laufzeit von 3 Monaten.

Mit freundlichen Grüßen
09.09.2018 | 10:24

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Ihr Mitarbeiter erkrankt ist, ist er von seiner Arbeitspflicht befreit, wozu er eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen muss.

Es gilt nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)
§ 616 Vorübergehende Verhinderung
"Der zur Dienstleistung Verpflichtete wird des Anspruchs auf die Vergütung nicht dadurch verlustig, dass er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird. Er muss sich jedoch den Betrag anrechnen lassen, welcher ihm für die Zeit der Verhinderung aus einer auf Grund gesetzlicher Verpflichtung bestehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommt."

Zudem ist nach dem Gesetz über die Zahlung des Arbeitsentgelts an Feiertagen und im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlungsgesetz) bestimmt:

§ 3 Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
"(1) Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen.[...]."

Diese beiden Vorschriften sind zwingend und können nicht anders gehandhabt beziehungsweise umgangen werden.

Das kann schon allein aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht erfolgen und könnte sogar sanktioniert werden.

Wenn es andere persönliche Gründe sind, so kann man auch die Lage der Arbeitszeit entsprechend anders vereinbaren, was aber etwas anderes ist, als wenn ein Mitarbeiter krank ist.

Man könnte auch bezahlten bzw. unbezahlten Urlaub gewähren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Nachfrage vom Fragesteller 11.09.2018 | 12:16

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

Sie sind auf die Situation gar nicht eingegangen: der Mitarbeiter wird im neuen Vertrag lediglich 40 Stunden pro MONAT arbeiten, super flexibel, wann immer es für beide passt, es gibt also keine festen Arbeitszeiten. Er könnte sich eine beliebige Woche aussuchen und vollzeit die Woche arbeiten, oder jeden Tag 2 Tage, usw.

Also falls wir vereinbaren dass er am Dienstag 2 Stundenlang kommt und er wird plötzlich am Dienstag krank, ist es richtig dass wir ihm die 2 Stunden zahlen müssen gegen Vorlage eines Ärztebescheides?

Wichtig wäre also, im Vornerein bevor jedem Arbeitsantritt zu klären, genau wieviele Stunden er kommen will. Korrekt? Sonst wissen wir ja nicht ob wir ihm 1 Stunde Krankzahlung oder 1 Woche Krankzahlung schulden.

Danke.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.09.2018 | 12:50

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Ja, wenn er flexibel einsetzbar sein soll - abredegemäß - und erkrankt ist, müssen Sie dafür Lohnfortzahlung leisten, wenn er eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen kann.

Ihr Satz danach ist korrekt zusammengefasst. Man kann also bei Erkrankung auch vereinbaren, dass er nicht kommen muss, sondern dann die Stunden iHv 40 pro Monat anderweitig im Monat abarbeiten kann.

Ist es aber erstmal von Ihnen einseitig eingesetzt und nimmt er das so an und wird DANN erst krank, wenn er arbeiten soll, müssen Sie ihm das zahlen, wenn er an dem/den betreffenden Tag(en) nicht zur täglichen Arbeit erscheinen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


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