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Krankmeldung bzw Gesundmeldung

07.12.2007 18:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich bin Krankenschwester in einer Uniklinik. Im November wurde ich für 10 Tage (bis zu einem Sonntag)krank geschrieben. Da ich bereits am Donnerstag wieder gesund war, habe ich mich abends für den Freitag bei der Nachtschwester gesund gemeldet.Am Freitag und dem Wochenende hätte ich regulär frei gehabt,und bin am Freitag meinem angemeldeten Zweitjob nachgegangen. Dort haben mich 2 Kollegen gesehen. Danch war ich 1 1/2 Wochen im Urlaub. Heute, Freitag, 2 Wochen nach meiner Gesundung, komme ich zur Arbeit und erfahre, dass eine Beschwerde gegen mich läuft (bereits bei der Pflegedienstleitung und dem Betriebsrat), da ich in meinem Krank woanders gearbeitet hätte. Die Begründung: Ich hätte eine schriftliche Gesundmeldung des Arztes gebraucht!
Dies wusste ich nicht und auf anderen Stationen wird dies auch nicht immer gewollt (das weis ich von einer anderen Stationsleitung). Ich war der Meinung, ich kann arbeiten, da ich ja wieder gesund gemeldet bin. Wenn ich einen Dienst auf meiner Station gehabt hätte, hätte ich diesen ja auch wahrgenommen.Kann mir jetzt wirklich eine Abmahnung oder schlimmeres drohen?

Sehr geehrte Fragenstellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Anhand Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Fragestellungen wie folgt:

Zunächst zitiere ich eine sehr alte Entscheidung des LAG Hamm. Ich persönlich teile die Rechtsauffassung des Gerichts aber nicht:

"Der Arbeitgeber ist zumindest dann, wenn die Arbeitsunfähigkeit des
Arbeitnehmers objektiv feststeht, dieses beiden
Arbeitsvertragsparteien bekannt ist, der Arbeitnehmer aber sehendes
Auges gleichwohl arbeiten will, aus seiner Fürsorgepflicht heraus
verpflichtet, den Arbeitnehmer von dieser Arbeit abzuhalten."
(Az. 17 Sa 605/88)

Mithin ist die Begründung der Pflegedienstleitung nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Dennoch sollten Sie in die offensive Verteidigung gehen, denn Sie haben nichts zu verlieren. Ich empfehle Ihnen, Sich mit den Betriebsräten zu verbünden. Bitte erläutern Sie, dass Sie sich nicht bewusst waren, eine Bescheinigung über Ihre Genesung vorlegen zu müssen und nur im Sinne der Uniklinik wieder früher zur Arbeit erscheinen wollten. Meiner Rechtsauffassung liegt kein abmahnenswertes Verhalten vor.

Bitte schauen Sie in Ihrem Arbeitsvertrag und Tarifvertrag nach, ob er eine Regelung zur Gesundschreibung enthält. Sollten Sie sich unsicher fühlen, beauftragen Sie einen Kollegen vor Ort mit Ihrer Vertretung. Überschlägig gehe ich davon aus, dass Ihre Chancen nicht schlecht stehen, den Vorwurf entkräften zu können.


Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen ersten Einschätzungen weiterhelfen konnte und verweise bei Unklarheiten nochmals auf die kostenlose Nachfragefunktion.

Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen


Inga Dransfeld-Haase
Rechtsanwältin
E-Mail: dr-haase@dr-schwoebbermeyer.de


Ich bitte noch folgendes zu beachten:

Die Beratung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Es kann entsprechend den vorliegenden Bedingungen nur ein erster Überblick geboten werden, der eine abschließende, umfassende und verbindliche Anwaltsberatung nicht ersetzen kann. Der Umfang der Antwort steht weiterhin in Abhängigkeit zu Ihrem eingesetzten Honorar.

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