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Krankmeldung II


24.04.2007 23:40 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Kugler



S.g.Anwältin/Anwalt!
Meine Frage: 1a) Kann mein AG eine Treuhandfirma beauftragen, meine an den AG gesandten Krankmeldungen überprüfen zu lassen und
1b) muss ich der angeforderten Datenübermittlung über meine ärztlich in Anspruch genommenen Leistungen zustimmen?
Ihrer Antwort sehe ich mit großem Interesse entgegen!
Eingrenzung vom Fragesteller
25.04.2007 | 00:14

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst möchte ich mich für Ihre gestellte Frage bedanken und diese in Anbetracht Ihres geschilderten Sachverhalts und Ihres Einsatzes kurz wie folgt beantworten.

Prinzipiell hat der Arbeitgeber nur ein Recht zu erfahren, wie lange eine Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich dauert. Die Dauer bescheinigt jeweils der behandelnde Arzt.
Die Diagnose oder gar die Behandlung geht den Arbeitgeber nichts an. Der behandelnde Arzt ist ebenfalls gegenüber dem Arbeitgeber zum Schweigen verpflichtet.

Der Arbeitgeber kann jedoch bei begründeten Zweifeln an der Krankmeldung seines Arbeitnehmers verlangen, dass die Krankenkasse ein Gutachten des Medizinischen Dienstes zur Beseitigung von begründeten Zweifeln einholt, vgl. § 275 Abs. 1 SGB V. Zweifel bestehen dann, wenn Versicherte auffällig häufig nur für kurze Dauer arbeitsunfähig sind oder der Beginn der Arbeitsunfähigkeit häufig auf einen Arbeitstag nach Beginn oder am Ende einer Woche fällt oder die Arbeitsunfähigkeit von einem Arzt festgestellt worden ist, der durch die Häufigkeit der von ihm ausgestellten Atteste aufgefallen ist.

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet an der Überprüfung mitzuwirken, § 5a EFZG

Das Ergebnis der Begutachtung wird dem Arbeitgeber ohne Diagnose mitgeteilt, solange Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts besteht und die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht bestätigt wird, § 276 Abs. 2 SGB V.

Die Praxis zeigt allerdings, dass diese Überprüfung nur in den seltensten Fällen tatsächlich zu einer Neubewertung der Diagnose des ersten Arztes führt, so dass die Wirkungen dieses Instrumentes eher psychologischer Art sind.

Die Beauftragung einer „Treuhandfirma“ seitens Ihres Arbeitgebers kann somit nur dazu dienen, zu überprüfen, wie oft die Arbeitnehmer krank geschrieben waren, an welchen Tagen, etc. Eine Auskunft Ihres Arztes darf nur erfolgen, wenn Sie diesem von der Schweigepflicht entbunden haben. Sie sind als Arbeitnehmer nicht verpflichtet einer Entbindung zu zustimmen.

Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Kugler
Rechtsanwalt

Zum Abschluss möchte ich Sie noch auf Folgendes ausdrücklich hinweisen:

Diese Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich diese Auskunft lediglich auf die Informationen, die mir Rahmen der Sachverhaltsschilderung zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine umfassende verbindliche Beratung unerlässlich. Deshalb weise ich Sie ausdrücklich daraufhin, dass diese Leistung nicht im Rahmen der Online-Beratung erbracht werden kann.

Bitte beachten Sie auch bei der Beantwortung Ihrer Nachfrage. Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Darüber hinaus ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Schon daraus ist erstichtlich, dass diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen kann. Ich bitte Sie dies stets zu beachten!
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