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Krankheitsbedingte Kündigung


15.07.2007 03:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich bin seit 2001 in einer Firma tätig, die Meßgeräte für den Industriebedarf produziert.

August 2001 - Juli 2004: Ausbildung zum Industriekaufmann
Juli 2004 - heute: Kaufmännischer Sachbearbeiter

Seit geraumer Weile beeinträchtigt mich das Mobbing eines meiner Vorgesetzten so massiv, dass ich nach einem Nervenzusammenbruch mich kaum noch auf meine Arbeit konzentrieren kann.

Ich denke, dass jeder Arzt mich in dem Zustand krankschreiben würde, dennoch befürchte ich dann die Kündigung durch meinen Arbeitgeber. Meine Kündigungsfrist beträgt 1 Monat zum 15. und 30. des Monats.

Es ist für mich extrem wichtig, dass mein Arbeitsverhältnis bis zum 25. September bestehen bleibt, da ich sonst Ansprüche auf BaföG verliere, da ich vorsehe ab Oktober zu studieren.

Meine Frage: Darf mich mein Arbeitgeber zum 31.08. oder 15.09. kündigen, wenn ich aufgrund der Mobbingvorfälle arbeitsunfähig werde? Dass ich meine Kündigung zum 30.09. aussprechen will, ist dem Arbeitgeber bekannt.

Ich bin zum jetzigen Zeitpunkt 25 Jahre alt und während meiner gesamten Zeit seit 2001 gab es maximal 20 Krankheitstage. Meine letzte Krankmeldung erfolgte im Februar 2006, also vor knapp 1,5 Jahren und dauerte ca. 1 Woche.

Die Firma wurde im März durch einen neuen Geschäftsführer übernommen. Die Verträge aller Mitarbeiter wurden so weitergeführt wie bisher auch. Die Firma beschäftigt etwa 15 Mitarbeiter in Vollzeit.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sollten sich keine allzu großen Sorgen machen. In Ihrem Fall gilt das KSchG, so dass auch eine ordentliche Kündigung (z.B. wegen Krankheit) eines sachlichen Grundes bedarf. Eine Kündigung wegen Krankheit wird dabei - vereinfacht gesagt - für zulässig erachtet, wenn drei Voraussetzungen zusammen vorliegen:

1. Die bisherigen Tatsachen (Krankschreibungen) müssen darauf schließen lassen, dass auch in Zukunft mit erheblichen Erkrankungen zu rechnen ist.

2. Diese Erkrankungen müssen zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Betriebsablaufs führen.

3. Schließlich ist der Arbeitgeber noch verpflichtet, eine umfassende Interessenabwägung durchzuführen.

Sie haben ja bisher kaum gefehlt, so dass ich hier keine Gefahr sehe. Einzig Ihr Problem mit dem Mobbing könnte Auswirkungen haben (selbst das ist aber eher unwahrscheinlich, da Sie ohnehin nicht mehr lange im Arbeitsverhältnis stehen und Ihr Arbeitgeber das auch weiß), aber Sie haben es da selbst in der Hand, die noch verbleibende Zeit "durchzuhalten".

Mein Rat: Sprechen Sie mit dem Arbeitgeber, ob mit Ihrer geplanten Kündigung zum 30.09.07 "alles klar geht". Dieses offensive Verhalten ist immer noch am besten und verpflichtet den Arbeitgeber sogar. Damit haben Sie außerdem Planungssicherheit und können nicht überrascht werden. Ihre gesundheitlichen Probleme mit dem Mobbing sollten Sie nicht an die "große Glocke" hängen. Vielmehr sollten Sie die Ursachen für das Mobbing bekämpfen und z.B. die Sache in einem offiziellen Termin mit Ihrem Arbeitgeber ansprechen. Allerdings scheint sich das das wegen der geringen verbleibenden Zeit kaum noch zu lohnen (ob das der Fall ist, wissen Sie am besten) - Sie sollten also vor allem "durchhalten".

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln.

Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt
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