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Krankheit vor/ bis in die Kurzarbeit

08.04.2020 21:18 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde am 26. Februar durch meinen Arzt AU geschrieben. Diese ging bis einschließlich 15. März. Am 1. März wurde in unserem Unternehmen Kurzarbeit eingeführt. Allerdings arbeiten wir nach Dienstplan und somit auf Stundenbasis.

Auf meiner Abrechnung sind nun statt 12 Tagen Krankheit nur 8 verbucht. Diese 8 Tage wären meine geplanten Dienste gewesen.

Ist es nicht so, dass der AN Anspruch auf reguläre Lohnfortzahlung hat, wenn er vor der Kurzarbeit krank wird? Oder sind die 8 berechneten Tage so rechtens?

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

08.04.2020 | 22:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ja, die Berechnung stimmt leider so aller Voraussicht nach.
Denn es gilt nach dem Gesetz über die Zahlung des Arbeitsentgelts an Feiertagen und im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlungsgesetz), § 4 Abs. 3, Höhe des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts:

"(3) Wird in dem Betrieb verkürzt gearbeitet und würde deshalb das Arbeitsentgelt des Arbeitnehmers im Falle seiner Arbeitsfähigkeit gemindert, so ist die verkürzte Arbeitszeit für ihre Dauer als die für den Arbeitnehmer maßgebende regelmäßige Arbeitszeit im Sinne des Absatzes 1 anzusehen."
Eine Ausnahme ist nach § 2 Abs. 2 das die Arbeitszeit, die an einem gesetzlichen Feiertag gleichzeitig infolge von Kurzarbeit ausfällt und für die an anderen Tagen als an gesetzlichen Feiertagen Kurzarbeitergeld geleistet wird, als infolge eines gesetzlichen Feiertages ausgefallen gilt.

Damit ist die Berechnung richtig.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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