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Krankheit im letzten Jahr der Aktiven Phase von Altersteilzeit im Blockmodel

06.03.2009 22:40 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Mutter ist am 24.01.1950 geboren und seit dem 01.02.2005 in der Aktiven Phase der Altersteilzeit, die passive Phase sollte am 31.01.2010 beginnen. Sie hat noch einen Urlaubsanspruch für 2008 von ca. 30 Tagen, und natürlich den anteiligen Urlaub für 2009. Am 25.02.09 hat meine Mutter 4 Beipässe bekommen und ist sehr geschwächt, leider können wir im moment noch nicht absehen, ob Sie körperlich überhaupt wieder in der Lage ist Arbeiten zu gehen, da sie bereits einen GDB von 30% hatte. Wir möchten verhindern, das sich durch längere Krankheit die Aktive Phase verlängert. Mit Ihrem Arbeitgeber haben wir gesprochen, und er hat uns geraten, einen Änderungsvertrag zum Altersteilzeitvertrag zu Unterschreiben, in dem sich meine Mutter erklärt bereits ab 01.04.09 die Freistellungsphase anzutreten, dies würde bedeuten, das Ihr 16 Monat am ende fehlen würden. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was ist wenn sie diesen Änderungsvertrag nicht unterschreibt, wie hoch ist der anspruch auf Krankengeld hat Sie nach den 6 Wochen? Wir haben gelesen, das dieser durch den Altersteilzeitvertrag nur die hälfte betragen kann, und was wäre wenn sich ergeben sollte, das Sie nicht mehr in der Lage ist Ihre Arbeit anzutreten, was für möglichkeiten gibt es generell in solchen Situationen, kann man auch einen Änderungsantrag stellen, nachdem Sie bereits mehr als 6 Wochen Krank war? Das Problem ist, das meine Mutter ohne die volle Altersteilzeit zeit, eventuell nicht genügend rentenzeiten vorweisen kann, deshalb wissen wir nicht ob wir den Änderungsantrag annehmen sollen, vieleicht hat sie sogar anspruch auf Arbeitslosengeld, um die Rentenzeiten zu erfüllen?

Vielen Dank für Ihre Mühen im voraus

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass sich Ihre Mutter für die „Blockvariante“ der Altersteilzeit entschieden hat, da dies auch den größten Teil der beiden Altersteilzeitmodelle ausmacht.
Bei diesem Modell haben die Betroffenen das Nachsehen, wenn sie in der aktiven Phase erkranken.
Solange die Lohnfortzahlung - in der Regel in den ersten sechs Wochen der Krankheit - durch den Arbeitgeber erfolgt, gibt es noch keine besonderen Probleme, da das Entgelt des Betroffenen einschließlich des Aufstockungsbetrages des Arbeitsgebers unverändert bleibt.
Eine Änderung tritt allerdings ab der siebten Krankheitswoche ein. Dann besteht ein Anspruch auf das Krankengeld der gesetzlichen Krankenkassen. Diese bemisst sich jedoch nach dem tatsächlich ge-zahlten - also halbierten - Arbeitsentgelt. Der Aufstockungsbetrag wird nämlich bei der Berechnung des Krankengeldes nicht berücksichtigt und entfällt daher ab der 7. Krankheitswoche.

Darüber hinaus bedeutet die Erkrankung, dass der Betroffene die Hälfte der Erkrankung ohne Lohnfortzahlung nacharbeiten muss. Das heißt, dass sich die aktive Phase entsprechend verlängert. Das Ende der passiven Phase bleibt jedoch unverändert.

Der Arbeitgeber ist zudem nicht verpflichtet bei Übergang in die Freistellungsphase den Urlaub Ihrer Mutter abzugelten, da keine Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorliegt.

Ein früherer Eintritt in die passive Phase würde eine Verkürzung der Altersteilzeit bedeuten. Die Folge wäre, dass Ihre Mutter eventuell nicht die ausreichende Rentenzeit erworben hat.
Eine genaue Berechnung kann diesseits nicht erfolgen, da nicht alle Erwerbszeiten bekannt sind. Ich rate Ihnen daher, sich mit dem Rententräger Ihrer Mutter in Verbindung zu setzen und diesem den Sachverhalt vorzutragen. Dieser wird Ihnen bzw. Ihrer Mutter sagen können, ob die bisherigen Zeiten ausreichend sind. Der Rententräger wird Ihnen auch die genauen Folgen - wie eine etwaige Kürzung des Rentenanspruchs - schildern können, falls die Zeiten nicht erreicht wurden und wie weiter zu verfahren ist.
Erst nach dem Gespräch lässt sich eine abschließende Entscheidung über das Angebot des Arbeitgebers zu einer früheren Freistellungsphase treffen.
Eventuell wird der GdB Ihrer Mutter nach den Operationen hochgesetzt, so dass ein früherer Renteneintritt möglich ist. Sprechen Sie diesbezüglich bitte den behandelnden Arzt an. Dieser wird mit Ihnen die Chancen und das weitere Vorgehen besprechen können.

Ich hoffe, Ihre Fragen -basierend auf den von Ihnen gemachten Angaben- zunächst beantwortet zu haben, da im Rahmen dieses Online -Forums nur eine erste anwaltliche Einschätzung des Problems erfolgen kann. Dies ist demzufolge kein Ersatz für eine eingehende rechtliche Beratung. Ich bitte deswegen um Ihr Verständnis, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Falles, die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes und / oder der vollständigen Unterlagen erfordert.
Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.
Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Geltendmachung Ihrer Interessen zur Verfügung. In diesem Falle wird die von Ihnen im Rahmen dieses Online-Forums bezahlte Gebühr angerechnet.
Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per E-Mail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Maraike Barte
Rechtsanwältin





Rechtsanwältin
Maraike Barte
Gosewischs Garten 15
30855 Langenhagen

Tel: 0178 / 8604552
E-Mail: RA.Barte@gmx.de



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