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Krankheit durch Schwermetallbelastung im Altbau-Büro

| 21.10.2014 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Werden vermietete Räume mit Sachmängeln übergeben, haftet der Vermieter verschuldensunabhängig. Der Mieter kann die Beseitigung der Schäden verlangen, die Miete mindern oder aber Schadenersatz geltend machen, ohne dass dem Vermieter ein Verstoß gegen Sorgfaltspflichten vorgeworfen zu werden braucht.

In unseren Büroräumen eines Altbaus von 1890 ist eine baubiologische Untersuchung auf Schwermetalle erfolgt, da der Geschäftsführer (seit 3 Jahren) und ich (seit 1 Jahr) mit gesundheitlichen ungeklärten Problemen zu tun haben. (Muskel- und Nervenbereich u.ä.).

Dabei sind nachgewiesene Konzentrationen von Antimon, Kobalt und Nickel über AGÖF-Auffälligkeitswert und Arsen und Blei fast am Auffälligkeitswert festgestellt worden.

Inwiefern muss ein Vermieter eines Altbaus dieser Zeit eine Überprüfung auf Schadstoffe im Vorfeld durchführen lassen, um bei einer Vermietung seiner Sorgfaltspflicht nachzukommen, schadstoffarme Räume zur Verfügung zu stellen?

MfG

Sehr geehrter Fragestellerin,

bei einem solchen anfänglichen Mangel besteht gemäß § 536 BGB eine verschuldensunabhängige Haftung, d.h. es kommmt auf eine Verletzung der Sorgfalftspflichten nicht an. Wenn die Belastung der Räume gesundheitsgefährdend sind, können Sie bis zur Opfergrenze eine Beseitigung der Schadstoffe, ggf. im Eilverfahren, verlangen, sowie die Miete mindern oder sogar ganz zurückfordern. Zudem können Sie Schadensersatz verlangen, § 536 a BGB.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.10.2014 | 17:55

Inwiefern habe ich als Angestellte des Unternehmen, das diese Büroräume gemietet hat, Chancen auf Schadensersatz, sollte sich nach einer noch ausstehenden Untersuchung auf Schwermetallbelastung belegen lassen, dass diese Ursache für ein Jahr Einbusse der Lebensqualität durch Schmerzen, Arztbesuche, Medikamente, Untersuchungen (auch radiologisch) und Klinikaufenthalt und natürlich zusätzlicher Kosten waren. Darüber hinaus wird kurzfristig noch diese Woche das Büro aufgelöst, eine Weiterbeschäftigung für die kommenden Monate nur in Homeoffice mit reduzierter Stundenzahl und Gehalt zugesagt.

Kann ein Vermieter bei diesem Alter des Gebäudes argumentieren, von nichts gewusst zu haben und somit einer Schadenersatzforderung widersprechen?

Danke und mfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2014 | 18:04

Sehr geehrte Fragestellerin,

es besteht insofern eine Schutzwirkung des Mietvertrags Ihnen gegenüber, soweit für die Vermieterin erkennbar war, dass Sie dort arbeiten werden.

Zudem hat ja auch Ihre Arbeitgeberin ihre Schutzpflicht nach § 618 BGB Ihnen gegenüber verletzt. Ihnen geleistete Zahlungen könnte diese dann gegenüber der Vermieterin geltend machen.

Ggf. liegt auch eine Berufskrankheit vor, so dass Sie sich an die Berufsgenossenschaft wenden sollten. Hier würde Ihnen ggf. eine bessere Behandlung ermöglicht.

Einer Reduzierung Ihrer Stundenzahl müssen Sie ohnehin zustimmen, dies kann nicht einseitig gschehen und die entgangenen Einnahmen dann bei der Vermieterin geltend gemacht werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 21.10.2014 | 18:52

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