Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Krankenversicherungspflicht und Rücktritt

| 05.08.2011 16:02 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Wenn eine private Krankenversicherung aufgrund vorvertraglichen Verschweigens gefahrerheblicher Umstände den Rücktritt vom Vertrag erklärt, welche Möglichkeiten hat dann der Versicherungsnehmer, um wieder Versicherungsschutz zu erhalten? - Schließlich besteht doch Versicherungspflicht in Deutschland.

Kann der Versicherungsnehmer auf Weiterversicherung bei derselben Versicherung im Basistarif bestehen oder welche andere Möglichkeiten hat er?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte. Dieses Forum dient dazu, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung zu verschaffen, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Dies vorausgeschickt, gehe ich auf Ihre Frage wie folgt ein:

Richtig ist, dass gemäß § 193 VVG in der privaten Krankenversicherung seit dem 01.01.2009 Versicherungspflicht besteht.

In Ihrem Fall wäre aber zu prüfen, ob hier der Rücktritt der PKV überhaupt berechtigt gewesen ist. Dies ist nämlich nur dann der Fall, wenn eine schwerwiegende Erkrankung im Versicherungsantrag von Ihnen verschwiegen wurde. Leichtere Erkrankungen führen lediglich zu einer Anpassung des Versicherungsschutzes rückwirkend ab Vertragsbeginn. Es hängt also davon ab, welche Erkrankung der Krankenkasse nicht mitgeteilt wurde und ob diese Erkrankung dazu geführt hätte, dass Ihnen die Versicherung keine PKV angeboten hätte.

Seit dem 01.01.2009 sind private Krankenversicherungen verpflichtet, den Versicherten unbhängig von den Vorerkrankungen im Basistarif zu versichern. Da Sie gegenwärtig keinen Versicherungsschutz haben, sollten ein solcher Krankenversicherungsschutz unverzüglich wieder hergestellt werden.

Allerdings kann die Krankenversicherung, die nunmehr den Rücktritt vom Vertrag erklärt hat, eine Weiterversicherung im Basistarif ablehnen. Wenn Sie in der bisherigen Versicherung verbleiben wollen, müssten Sie dort einen Antrag auf Abschluss einer Versicherung zum Basistarif stellen. Nimmt die Versicherung den Antrag nicht an, müssen Sie sich eine anderweitige private Krankenversicherung suchen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen


Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 05.08.2011 | 17:45

Ok, angenommen ich wehre mich gegen den zu Unrecht erfolgten Vertragsrücktritt, dann wird es ggf. zu einem Rechtsstreit kommen, der mehrere Monate oder Jahre dauern kann. In dieser Zeit würde ich dann anderenorts eine Versicherung zum Basistarif abschließen, da ich ja nicht ohne Versicherungsschutz dastehen kann.

Was, wenn dann irgendwann nach mehreren Monaten oder Jahren der Rechtsstreit für mich günstig ausgeht. Dann habe ich zwei Versicherungsverträge, oder? Einerseits den bei der Altversicherung und dann auch noch den neuen im Basistarif. Oder wie ist das zu sehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.08.2011 | 22:18

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Eine Doppelversicherung ist ausgeschlossen.

Falls Sie also gewinnen sollten, lebte der alte Versicherungsvertrag wieder auf und die zwischenzeitlich neu abgeschlossene kann außerordentlich beendet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 06.08.2011 | 03:19

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 06.08.2011 4,6/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 73724 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr kompetent, immer wieder. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Alles Top! Danke ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine überraschend schnelle und trotzdem sehr ausführliche und hilfreiche Antwort! Vielen Dank ...
FRAGESTELLER