Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Krankenversicherungsbeiträge offen

| 09.05.2010 08:57 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Ich habe zusätzlich zur gesetzlichen Krankenversicherung noch eine private Familien-Zusatzversicherung seit ca. 10 Jahren für 100% stationären Krankenhausaufenthalt weltweit.
Dieses Jahr im Februar wurden aus irgend einem Grund die Beiträge von der Bank zurückgebucht. Ich hatte dies auch gesehen und mich telefonisch bei der Krankenkasse gemeldet, sie sollen doch die Beiträge nochmals einziehen. Damit war für mich der Fall erledigt.
Mitte April wurde unser Kind schwer krank und wir mussten per Notfall in eine Klinik in die Schweiz. Im guten Glauben an die Versicherung stimmte ich dem zu. Dies war schon mal vorgekommen und wir hatten mit der Abrechnung keine Probleme gehabt. 5 Tage später erhielt ich dann eine Mahnung der Versicherung über die Beiträge Februar - April. Ich war darüber sehr erstaunt, aber bezahlte diese sofort per Online-Überweisung am 21.04. Jetzt erhielt ich ein Schreiben der Versicherung, dass diese Leistungsfrei wären vom Zeitpunkt des Eintreffens unseres Sohnes im Krankenhaus am 16.04 bis sie die Beiträge erhalten haben am 23.04. Ist dies so ? Dies wäre eine finanzielle Katastrophe !!!
Besten Dank für eine Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Die Leistungsfreiheit einer Versicherung bezeichnet die Situation, in der ein Versicherer keine Leistung bzw. Zahlung erbringen muss. Liegt eine solche Situation vor, ist der Versicherer trotz des Eintritts eines Schadensfalls von der Zahlung befreit. Meist handelt es sich bei entsprechenden Ereignissen um ein Fehlverhalten des Versicherungsnehmers, in Ihrem Fall der Nichtzahlung der Prämie.
Die Verletzung dieser Zahlungspflicht kann im Versicherungsfall zu einer Leistungsfreiheit des Versicherers nach Maßgabe des Versicherungsvertragsgesetzes führen.

Ob Ihre private Zusatzversicherung hier in Ihrem konkreten Einzelfall wirklich leistungsfrei ist, liegt erstens am genauen zeitlichen Ablauf der Ereignisse und zweitens am von Ihnen mit der Versicherung abgeschlossenen Vertrag (in diesem müssen die zugrunde liegenden Versicherungsbedingen genau geprüft werden).

Die gesetzliche Regelung über Zahlungsverzug über Prämien finden Sie in:
§ 38 VVG
Zahlungsverzug bei Folgeprämie
(1) Wird eine Folgeprämie nicht rechtzeitig gezahlt, kann der Versicherer dem Versicherungsnehmer auf dessen Kosten in Textform eine Zahlungsfrist bestimmen, die mindestens zwei Wochen betragen muss. Die Bestimmung ist nur wirksam, wenn sie die rückständigen Beträge der Prämie, Zinsen und Kosten im Einzelnen beziffert und die Rechtsfolgen angibt, die nach den Absätzen 2 und 3 mit dem Fristablauf verbunden sind; bei zusammengefassten Verträgen sind die Beträge jeweils getrennt anzugeben.
(2) Tritt der Versicherungsfall nach Fristablauf ein und ist der Versicherungsnehmer bei Eintritt mit der Zahlung der Prämie oder der Zinsen oder Kosten in Verzug, ist der Versicherer nicht zur Leistung verpflichtet.
(3) 1Der Versicherer kann nach Fristablauf den Vertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, sofern der Versicherungsnehmer mit der Zahlung der geschuldeten Beträge in Verzug ist. 2Die Kündigung kann mit der Bestimmung der Zahlungsfrist so verbunden werden, dass sie mit Fristablauf wirksam wird, wenn der Versicherungsnehmer zu diesem Zeitpunkt mit der Zahlung in Verzug ist; hierauf ist der Versicherungsnehmer bei der Kündigung ausdrücklich hinzuweisen. 3Die Kündigung wird unwirksam, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb eines Monats nach der Kündigung oder, wenn sie mit der Fristbestimmung verbunden worden ist, innerhalb eines Monats nach Fristablauf die Zahlung leistet; Absatz 2 bleibt unberührt.


Ihre beste Chance ist einen Rechtsanwalt mit dem außergerichtlichen Schriftwechsel gegenüber Ihrer Versicherung zu beauftragen. Erfahrungsgemäß erhöht die Einschaltung eines Rechtsanwaltes Ihre Chancen auf eine Zahlung doch beträchtlich. Sie können mich gerne in dieser Angelegenheit kontaktieren.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.05.2010 | 15:15

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die sehr schnelle und kompetente Hilfe.
Jederzeit gerne wieder.
Freundliche Grüsse"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 18.05.2010 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70110 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr ausführliche und verständliche Antworten auf die Fragen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die schnelle Antwort, war beim Gericht und werde nun mit einem Anwalt weiter machen. Vielen Dank für den Tipp. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle, kompetente Beantwortung meines Anliegens. Sehr gut. ...
FRAGESTELLER