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Krankenversicherung und ALG 1 Anspruch bei kurzer Beschäftigung vor der Elternzeit


| 26.08.2007 15:43 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von



Ich beziehe zur Zeit Leistungen aus Hartz IV. Ich bin zur Zeit schwanger, der berechnete Endbindungstermin ist Ende Januar 2008. Ich habe die evtl. Möglichkeit, zum 1.10. eine Teilzeitbeschäftigung anzufangen (500 Euro Brutto, somit sozialversicherungspflichtig).

Wenn ich das richtig überblicke, bringt das einige Vorteile mit sich:


1. Mutterschaftsgeld

Da ich nur gut 2 Monate angestellt bin, bevor die 6 wöchige Schutzfrist beginnt, würde ich wahrscheinlich nur recht wenig bekommen, oder? Der durchschnittliche Nettolohn über 3 Monate gerechnet läge dann ja nur bei ca 250 Euro. (1000 Euro Brutto in 2 Monaten, abzüglich Sozialabgaben, geteilt durch 3 Monate).


2. Krankenversicherung

Wenn ich alles richtig verstanden habe, ist mein Partner (wir sind nicht verheiratet, werden aber wohl ab Oktober zusammen ziehen und dann eine eheähnliche Beziehung führen) zu Betreuungsunterhalt für mich verpflichtet. Damit wäre ich ohne weiteres Erwerbsinkommen und ohne ALG II Bezug nicht mehr versicherungspflichtig und müßte mich freiwillig auf eigene Kosten zum Mindestsatz versichern. Mein Partner ist aufgrund seiner Selbstständigkeit privat versichert, sodaß auch bei einer Heirat die Familienversicherung nicht in Frage käme.

Wenn ich zu Beginn der Schutzfrist angestellt und pflichtversichert bin, dann müßte ich in der Schutzfrist und auch der anschließenden Elternzeit eigentlich beitragsfrei weiter versichert sein (Außer Mutterschaftsgeld und dann Elterngeld in Höhe von 300,00 Euro hätte ich keine weiteren Einkünfte). Oder gibt es hier zu beachtende Fristen, z.B. vor Beginn der Schutzfrist mindestens 3 Monate Zeit pflichtversichert, um anschließend weiter beitragsfrei versichert zu sein?

Ergänzung zu Punkt 2:
Unter http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=23157 ist zu lesen, daß eine bestehende Pflichtmitgliedschaft in der Krankenversicherung während der Elternzeit bestehen bleibt. Die Pflichtmitgliedschaft sollte eigentlich auch heute aufgrund von ALG II Bezug bestehen, oder? Endet denn nun die Pflichtmitgliedschaft *VOR* Beginn der Schutzfrist wegen des Betreuungsunterhalts, so daß eine freiwillige Versicherung auf eigene Kosten notwendig wäre, oder wäre trotzdem die beitragsfreie Versicherung möglich, auch wenn es mit meinem Job kurzfristig nicht klappen sollte?


3. Arbeitslosengeld I

Quelle: http://www.ihre-vorsorge.de/Themen-2006-Elterngeld-und-Sozialversicherung-Arbeitslosenversicherung.html
Wenn ich vor Eintritt der Schutzfrist sozialversichert beschäftigt bin, könnte ich nach der Elternzeit ALG1 bekommen. Da ich weniger als 5 Monate solzialversichert beschäftigt war, würde dies fiktiv nach meiner Qualifikation berechnet, wobei ich mich nicht schlecht stellen würde. Berechnung ist im Artikel über einen Link erreichbar. Funktioniert das so?


Ich hätte gerne ein bisschen Rechtssicherheit zu den angegebenen Punkten, da Sie doch erhebliche Auswirkungen auf unsere weitere Lebensplanung haben.
Habe ich etwas wichtiges übersehen, was sich nachteilig auswirken könnte?

Vielen Dank im Vorraus für Ihre Mühe
28.08.2007 | 09:22

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

die Frage beantworte ich wie folgt:

1. Das Mutterschaftsgeld beträgt für Arbeitnehmerinnen bis zu 13 Euro pro Tag. Wenn Sie zu Beginn der Mutterschutzfrist in einem Arbeitsverhältnis stehen, erhalten Sie Ihr bisheriges Nettogehalt weiter. Gezahlt wird es von der Krankenkasse und ggf. Ihrem Arbeitgeber gemeinsam in Form von Mutterschaftsgeld einerseits und dem Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld andererseits. Die Leistung der Krankenkasse richtet sich nach dem durchschnittlichen Nettoeinkommen der letzten drei abgerechneten Kalendermonate. Das Nettoeinkommen wird dabei auf Tage umgerechnet. Liegt das Nettoeinkommen pro Tag über 13 Euro, zahlt die Krankenkasse Ihnen 13 Euro am Tag. Der Arbeitgeber kommt für den Anteil auf der darüber liegt.

2. Die Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt während der Mutterschutzfrist und des Elterngeldbezuges bestehen (§ 192 SGB V) ohne das Beiträge zu leisten sind. Davon unberührt bleibt die Beitragspflicht auf Grund einer Teilzeit.

Endet der ALG II-Bezug aufgrund anderweitiger Unterhaltsverpflichtungen und stehen Sie nicht in einem Arbeitsverhältnis vor Beginn der Schutzfrist, können Sie sich – ggf. zum Mindestbeitrag – freiwillig weiterversichern. Die Voraussetzungen für eine freiwillige Weiterversicherung sind bei Ihnen gegeben. Es wird für Sie wahrscheinlich auch ratsam sein, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.

3. Das kann unter den in dem Link dargestellten Voraussetzungen klappen.

Mit freundlichen Grüßen

Eckart Johlige, Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 09.12.2015 | 14:04


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