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Krankenversicherung ohne Beitrag zu zahlen?


08.11.2017 20:46 |
Preis: 85,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von



Hallo,

ich habe heute ein Versicherungsvermittler kennen gelernt, der die Eagle Star Versicherung von Zürich vermittelt.

Seine Aussagen waren das ich selbst dafür kein Beitrag zahlen werde, sondern das das über „Unternehmen" laufen wird. Ich wurde dann nicht als Antragssteller, sondern als „zu Versichernde Person" eingetragen. Laut seinen Aussagen kommt als Antragssteller und Bank Konto usw. sein Name rein.
Er sagte zu mir, dass wenn eine großartige Krankheit wie zb Krebs bei mir Diagnostiziert wird das die Versicherung dafür 100 000 € auszahlt, 50 000 wird er dann behalten und 50 000 ich (weil ich ja kein Beitrag dafür zahle)
Außerdem kriege ich 100€ Provision weil ich das ganze abgeschlossen habe mit Unterschrift und Ausweis Kopie.

Nachdem ich zuhause war habe ich das ganze recherchiert. Die Zürich Versicherung bietet tatsächlich sowas an.
Die Versicherung bietet bei 50€ Einzahlung pro Monat eine Leistung von 100 000 € an, bei 66 bestimmten Krankheiten (große Krankheiten)

Was mich aber ganz stutzig macht, was hat der Vermittler; oder sein so genannter „Unternehmen", davon mich bei der Zuricher Versicherung zu versichern und die Beiträge für mich zu zahlen? Meine Bankdaten hat er nicht gekriegt. Die 100€ wird er mir Bar auszahlen.

Um an die angebotene 100 000€ zu kommen müssten sie mich als Krank melden, was ja bestimmt nicht so einfach ist. Vielleicht einen schon erkrankten als mich angeben?

Was dem auch sei, wenn er wirklich vor hat die Versicherung zu betrügen, was kann mir bei der ganzen im schlimmsten Fall passieren?
Was kann er sich erwirtschaften wenn er jemanden als Unternehmer versichert?
Was wisst ihr über solche Fälle?
Normalerweise kenn ich das das Vermittler Geld abziehen, aber in diesem Fall wollte man nur meine Daten.

Ich bitte um hilfe.

Mit freundlichen Grüßen
10.11.2017 | 01:28

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Bei der von Ihnen geschilderten Methode handelt es sich nicht zwangsläufig um eine Betrugsmasche. Für den Makler bzw. die dahinter stehenden Unternehmen ist das ein einfaches Rechenexempel. Statistisch gesehen erkranken eine gewisse Anzahl an Personen mit zunehmenden Alter an einer der versicherten Krankheiten. Die Police gibt es wirklich und nennt sich Dread Disease. Versichert ist dabei z.B. auch eine relativ häufig vorkommende Krankheit wie der Herzinfarkt.

Bei 50€ im Monat (teilweise wird das Ganze sogar ab 12€ monatlich angeboten), sind das 600€ im Jahr oder 18.000€ in 30 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit in dieser Zeit an einer der 66 versicherten Krankheiten zu erkranken ist nicht gerade sehr gering. Bei Erkrankung kassiert der Makler 32.000 EUR Gewinn ein im o.g. Beispiel, eine nette Rendite. Dieses System funktioniert nur über die Masse. Je mehr daran teilnehmen, desto ertragreicher ist das Ganze.

Sollte der Makler bzw. die beteiligten Unternehmen andere schwer erkrankte Personen für Sie ausgeben, liegt selbstverständlich ein strafbares Handeln vor. Es handelt sich hierbei um einen schweren Versicherungsbetrug (da Schaden über 50.000€) der nach § 263 Abs. 3 Nr. 2 StGB mit einer Mindestfreiheitsstrafe von 6 Monaten und bis zu 10 Jahren bestraft werden kann. Wenn Ihnen nachgewiesen werden kann, dass Sie von dieser Vorgehensweise Kenntnis hatten, können Sie zumindest wegen Beihilfe zum Betrug, je nach Konstellation sogar als Mittäter bestraft werden. Haben Sie darauf vertraut, dass alles mit rechten Dingen zugeht, würden Sie straffrei rausgehen, da es keinen fahrlässigen Betrug gibt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


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