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Krankenversicherung für meine Freundin, die noch nicht 'Deutsche' ist?

10.05.2013 21:16 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Zusammenfassung: Die Ablehnung der Versicherung einer schwangeren Frau in der privaten Krankenversicherung wegen ihrer Schwangerschaft ist nach § 19 Abs. 1 AGG unzulässig.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine private Krankenversicherung. Meine Frau kommt aus Brasilien, besitzt noch nicht die deutsche Staatsbürgerschaft und hat aktuell eine Krankenversicherung, die medizinische Notfälle abdeckt.
Nun haben wir hier in Deutschland vor kurzer Zeit geheiratet und ich möchte meine Freundin krankenversichern. Da ich privat versichert bin, lehnt die eine gesetzliche Krankenkasse die Versicherung ab. Meine private Versicherung lehnt die Versicherung ebenfalls ab, da meine Freundin aktuell schwanger ist.
Wo kann ich nun meine Frau versichern?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage. Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür gedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Teilen des Sachverhalts kann es durchaus zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass die Nachversicherung des Ehegatten in der privaten Krankenversicherung zu erleichterten Bedingungen nur möglich ist, wenn Sie selbst bereits seit mindestens drei Monaten in der PKV versichert sind und Ihre Ehefrau sich für einen gleichartigen Tarif in der privaten Krankenvollversicherung versichern möchte. Ihre Ehefrau könnte dann die private Krankenversicherung abschließen, ohne dass eine Wartezeit von drei Monaten anfällt. Jeodch wäre hierfür erforderlich, dass die Ehegattennachversicherung innerhalb von zwei Monaten nach Eheschließung beantragt wird.

Leider ist es üblich, dass private Krankenversicherungen die Versicherung schwangerer Frauen ablehnen. Dies ist meines Erachtens aber nicht rechtmäßig. Die privaten Versicherungen mussten gerade erst wegen einer Entscheidung des EuGH ihre unterschiedlichen Beiträge für Männer und Frauen ändern, da diese eine Ungleichbehandlung darstellten. Entsprechend ist es natürlich eine Diskriminierung von Frauen, wenn diese wegen Ihrer Schwangerschaft nicht versichert werden, denn bekanntlich können nur Frauen schwanger werden. Eine Ablehnung des Vertragsabschlusses verstößt demnach gegen § 19 Abs. 1 des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Darauf sollten Sie die Versicherung hinweisen.

In jedem Falle wäre die Versicherung verpflichtet, Ihre Frau im Basistarif zu versichern, denn hier besteht Kontrahierungszwang, sofern Ihre Frau nicht in der GKV pflichtversichert wäre. Dies auch wenn Vorerkrankungen vorliegen, es dürfen dann auch keine Risikozuschläge erhoben werden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg! Gern bin ich auch bereit, Sie bei Ihrem Kampf gegen die Versicherung zu unterstützen. Kontaktieren Sie mich bei Bedarf über meine Kontaktdaten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann, Rechtsanwältin

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