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Krankenversicherung - Nachzahlung bei Auslandsaufenthalt?

01.09.2019 20:54 |
Preis: 66,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe folgende Situation:

Ich bin vor 6 Jahren nach London gezogen und arbeite und lebe seitdem dort. Dort ist mein Lebensmittelpunkt.

Allerdings bin ich auch noch in Deutschland unter der Adresse meines Elternhauses weiterhin gemeldet. Praktisch bin ich nur 4-5 mal im Jahr zu Besuch dort bei meinen Eltern.

Nun ist es geplant, nach Deutschland zurück zu kehren. Allerdings habe ich gelesen, dass ich aufgrund der Tatsache, dass ich in Deutschland gemeldet bin, eventuell Krankenkassen Beiträge nachzahlen müsste bei meiner Rückkehr für die letzten 6 Jahre.

Nun möchte ich bei den Meldebehörden rückwirkend meine Abmeldung in Deutschland ermöglichen, aber für den Fall, dass das nicht geht:

Hilft es, dass ich in England bei der NHS stets versichert war und noch bin ? Ich bin, wie erwähnt, in zwei EU Ländern gemeldet und habe vollen Versicherungsschutz durch die NHS im Land meines Lebensmittelpunktes.

Würde das etwaige Forderungen durch die Krankenkassen besänftigen?

Liebe Grüße!




03.09.2019 | 10:47

Antwort

von


(42)
Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Eine rückwirkende Abmeldung beim Einwohnermeldeamt ist nicht möglich, aber auch nciht nötig.

In Deutschland besteht die Pflicht zur Versicherung bei einer Krankenkasse, eentweder gesetzlich oder privat. Diese Pflicht endet bei Verlagerung des gewöhnlichen Aufenthaltes in das Ausland (siehe § 190 Abs. 13 Nr. 2 SGB V ).

Sie müssen also die Verlagerung des gewöhnlichen Aufenthaltes nachweisen, bspw. Gehaltsabrechnungen, Bestätigungen des alten/neuen Arbeitgebers, Wohnsitzmeldungen, Mietverträge etc. die Besuche bei Ihren Eltern sollten nicht mehr als 183 Tage im Jahr betragen haben.

In praktischer Hinsicht sollten Sie sich bei der Krankenkasse melden, bei der Sie vorher versichert waren und die Rückkehr besprechen, damit Sie gleich ab dem ersten Tag versichert sind.

Eine Nachzahlung von Beiträgen droht Ihnen daher nicht, wenn SIe die Verlagerung des gewöhnlichen Aufenthaltes in das Ausland belegen können.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen, können SIe gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen.

Bitte bachten Sie, dass auch kleine Änderungen des Sachverhaltes, zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 03.09.2019 | 15:16

Vielen Dank, Herr Braun! Das beruhigt mich schon sehr.

Eine kleinere Nachfrage:

Der Gesetzestext spricht davon, dass die Mitgliedschaft bei der Krankenkasse bei Verlagerung des gewöhnlichen Aufenthalts endet. Umfasst das in der Tat auch die Versicherungspflicht? Ihre Ausführungen entnehme ich, dass das der Fall ist. Allerdings wäre eine erneute Bestätigung sehr nett. Vielen Dank nochmal.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.09.2019 | 18:08

Sehr geehrter Fragesteller,

die Versicherungspflichtig ´keit bestimmt sich nach § 5 SGB V, da Sie nicht dazu gehörten, lag für Sie keien Versicheurngspflichtigkeit mehr vor. Die Auffangversicherungspflichtigkeit des § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V endete mit Wegzug.

Ich empfehle Ihnen, vor Rückkehr mit Ihrer ehemaligen Krankenkasse Rücksprache zu halten.

Allerdings kann Ihre einwohnerrechtliche Meldung bei Ihren Eltern möglicherweise für Missverständnisse sorgen. Daher sollten Sie diese sicherheitshalber abmelden und erst nach Abmeldung zurückziehen. Dann ist klar, dass Sie nicht im inland gewohnt haben und auch nicht versicherungspflichtig waren.

Ich hoffe, ich habe Ihre Frage beantworten können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(42)

Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
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