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Krankenversicherung Kinder

28.03.2009 10:56 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Mitglied einer gesetzlich Krankenversicherung. Meine Tochter (6Jahre) ist bei mir mit versichert.
Meine Krankenkasse nimmt derzeit eine Überprüfung (2005/2006/2007) der Familienversicherung vor. Ich bin seit 18.02.2009 geschieden - getrennt lebend seit August 2007. Mein Ex-Mann ist privat versichert und hat in den o.g. Jahren nie mehr als 1800€ Brutto verdient.Mein Brutto liegt bei 1650€.

Haben wir eine Nachzahlungsaufforderung zu erwarten und ist es rechtlich korrekt, dass ein Krankenkasse keine jährliche Überprüfung vornimmt, sondern 3 Jahre rückwirkend überprüft und einfordern kann?

Sehr geehrte Ratsuchende,

für ihre Anfrage möchte ich Ihnen danken und diese unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt beantworten:

Gem. § 10 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) sind Ihre Kinder unter folgenden Voraussetzungen familienversichert:

- Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Inland
- Kinder dürfen nicht selbst gesetzlich pflichtversichert sein (Arbeitnehmer mit monatlichem Einkommen über 400 Euro, Azubi etc.)
- Einkommen der Kinder inkl. Einnahmen aus Kapitalvermögen darf nicht über 360 Euro (grundsätzlich) bzw. 400 Euro (Minijob) liegen
- Privat versicherter Ehegatte darf kein monatliches Durchschnittseinkommen von über 4.050,00 Euro haben (Ausnahme: gesetzlich versicherter Ehegatte verdient mehr als privat versicherter Ehegatte)

Sollten Sie bzw. vor der Scheidung Ihr Mann und Sie diese Voraussetzungen erfüllen, dürften Nachzahlungen nicht zu erwarten sein, solange Ihr Einkommen bei der Krankenversicherung richtig angegeben wurde. Sollten Sie abhängig beschäftigt als Arbeitnehmer sein, so ist der Arbeitgeber für die Berechnung verantwortlich, so dass Sie davon ausgehen dürfen, dass die Angabe korrekt war und keine Nachzahlung zu erwarten ist.

Sollten die Voraussetzungen der Familienversicherung jedoch nicht erfüllt sein, so haben Sie für Ihre Tochter entsprechende Beiträge nachzuzahlen.

Gem. § 25 Abs. 1 SGB IV verjähren Ansprüche auf Beiträge in vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig geworden sind. Ansprüche auf vorsätzlich vorenthaltene Beiträge verjähren in 30 Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, so dass die gesetzliche Krankenversicherung durchaus ausstehende Beiträge entsprechend lange überprüfen bzw. einfordern kann.

Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung der Frage weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen für die Klärung der Angelegenheit viel Glück.

Gern können Sie die Nachfragefunktion nutzen.

Abschließend weise ich daraufhin, dass das Weglassen oder Hinzufügen von Details die rechtliche Beurteilung der Angelegenheit verändern kann.

Mit freundlichen Grüßen


Christoph Lattreuter
- Rechtsanwalt -
www.ra-lattreuter.de


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