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Krankentransport in ein Krankenhaus am Wohnort


26.10.2017 01:30 |
Preis: 57,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von



Der Patient 81 war mit seiner Frau 99 Jahre im Urlaub . Dort hatte er einen Unfall der eine in am Arm nach sich zog auch wurde eine darmspielung durchgeführt . Der Patient war zwar transportfähig aber noch nicht zu Ende behandelt als seine Frau gezwungen war nach Hause zu fahren , da sie keine Unterkunft mehr fand . Der Patient isst kaum ohne seine Frau und wollte nicht alleine zurück( in Lilienthal ) bleiben . Da boten ihr die Ärzte an , ihren Mann ins heimische Krankenhaus ( Krefeld ) zu verlegen . Die Ehefrau nahm dankend an. Nun hat sie eine Krankentransport Rechnung über 2026,42€ erhalten ! Der Patient wurde im heimischen Krankenhaus noch weitere 10 Tage behandelt und mit Pflegegrad 4 entlassen . Nach Hause wurde er auch hier mit einem Krankentransport gebracht , da er nicht laufen konnte und bis heute nur ein paar Schritte gehen kann. Der Ehefrau wurde nie erläutert das sie die Kosten für den Transport tragen muss. Nun meine Frage : muss der Transport wirklich selber getragen werden ???
Vielen Dank für Ihre Hilfe , die armen alten Leute sind echt verzweifelt .
Mit freundlichen Grüßen m. Balk
28.10.2017 | 01:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Kosten für den Krankentransport werden von der Krankenkasse übernommen, wenn der Transport medizinisch indiziert gewesen ist. Dies ist z.B. der Fall wenn eine andere Klinik über die notwendige Ausstattung oder das geeignete Fachpersonal verfügt.

Wenn der Transport hingegen auf eigenen Wunsch erfolgt und keine Gefahr für den Gesundheitszustand des Patienten bei Verbleib in der bisherigen Klinik besteht, so sind die Kosten grundsätzlich selbst zu tragen. Dies ergibt sich aus § 60 Abs. 2 Nr. 1 SGB V. Diese Norm schreibt vor, dass die Verlegung zwingend notwendig gewesen ist. Eine zwingende Notwendigkeit ist in Ihrem Fall leider nicht zu erkennen. Diesbezüglich hätte das vorherige Krankenhaus die Notwendigkeit durch Ausstellung eines Transportscheins dokumentieren müssen, damit die Kosten übernommen werden.

Alternativ dazu zahlt die Krankenkasse für die Verlegung in ein wohnortnahes Krankenhaud auch dann, wenn vorher eine Einwilligung eingeholt worden ist. Dies wurde hier offensichtlich versäumt, sodass die KK aus § 60 SGB V nicht verpflichtet wird.

Dennoch rate ich Ihnen dazu, dass ein Antrag auf Kostenübernahme unter Darlegung der Umstände gestellt wird. Die KK kann im Wege der Kulanz die Kosten übernehmen. Dies handhabt jede KK jedoch anders.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2017 | 01:23

Wer muss denn nun die Kosten übernehmen ? Muss nicht eine Unterschrift des Patienten oder der angehörigen geleistet werden , welche darlegt das sie bereit sind die Kosten zu übernehmen ?? In meinen Augen war das Krankenhaus Auftraggeber und dieser zahlt in Deutschland ,oder ??? Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2017 | 01:32

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Die Kosten sind leider vom Patienten zu übernehmen. Das Krankenhaus haftet hierfür nicht.

Es ist auch keine Unterschrift erforderlich, da der Transportvertrag keine Schriftform voraussetzt.

Das Krankenhaus ist auch nicht Auftraggeber, sondern wird vom Patienten (bzw. der Frau in Vertretung) als Auftraggeber ermächtigt, den Transport zu organisieren.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positivere Mitteilung geben kann. Dennoch sollte zumindest versucht werden, die Kosten bei der KK geltend zu machen, auch wenn hierauf kein Anspruch besteht.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt

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