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Krankentagegeldzahlung PKV

22.04.2021 17:13 |
Preis: 45,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Guten Tag
ich bin privat krankenversichert, und mir wurde am 15.03.2021 in der Probezeit von meinem Arbeitgeber ordentlich zum 31.03.2021 gekündigt. Am 31.03.2021 wurde ich von einem Facharzt bis zum 14.04.2021 und dann weiter bis zum 28.04.2021 100 % arbeitsunfähig geschrieben.
Mit meiner privaten Krankenversicherung habe ich vertraglich eine Krankentagegeldzahlung ab dem 43. Tag abgeschlossen.
Da ich am letzten Beschäftigungstag arbeitsunfähig wurde und mein Arbeitgeber nicht zur Entgeltfortzahlung verpflichtet ist aufgrund meiner Kündigung, habe ich meine PKV zur Zahlung des vereinbarten Krankentagegeldes bereits ab dem 31.03.2021 aufgefordert. Meine PKV weigert sich allerdings zu zahlen und beruft sich auf die 42 Tage Karenzzeit und die vertragliche Vereinbarung.
Da im Internet ähnliche Fälle zu finden sind, in denen die PKV das Krankentagegeld bereits ab dem ersten Krankheitstag zahlen musste, würde ich gerne wissen, wie hier die Gesetzgebung ist und aufgrund welcher Rechtsgrundlage ich meine PKV auffordern kann, das Krankentagegeld umgehend zu zahlen.
Ich muss dazu sagen, dass mein Anspruch auf ALG 1 erschöpft ist und ich keine Zahlungen erhalte.
Besten Dank

22.04.2021 | 18:46

Antwort

von


(2417)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrter Ratsuchender,

einen Anspruch auf Krankentagegeld, gesetzlich verankert ab dem 1. Krankheitstag, wenn keine Entgeltfortzahlung in Betracht kommt, haben Sie nicht.

Die grundsätzlichen Leitungspflichten ergeben sich aus §192 VVG.

Danach gilt folgendes:

"(5) 1Bei der Krankentagegeldversicherung ist der Versicherer verpflichtet, den als Folge von Krankheit oder Unfall durch Arbeitsunfähigkeit verursachten Verdienstausfall durch das vereinbarte Krankentagegeld zu ersetzen. .........".

Dabei ist der Umfang der Leistungen auf das "vereinbarte" beschränkt.

Unter Bezugnahme auf die MB/KT 2009 mit den Versicherungsbedingungen haben die Versicherungen die Möglichkeit die Karenzzeit in ihren Bedingungen mit den Tarifen zu regeln.

Da die Krankentagegeldversicherung keine "Pflichtversicherung" ist, können die Bedingungen deshalb auch frei vereinbart werden. Dazu zählt dann auch die Karenzzeit. In der Regel wird die 42 Tage Karenzzeit vereinbart. Es hätte auch eine kürzere Zeit vereinbart werden können, die sich dann aber auch den Tarif und damit auf die Beitragszahlung ausgewirkt hätte.

Beachten Sie bitte, dass Angaben im Internet nicht immer auch auf den eigenen Fall zutreffen müssen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 22.04.2021 | 19:20

Guten Abend Frau True-Bohle,

besten Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung. Gehe ich aber richtig davon aus, dass meine PKV dann ab dem 43. Tag den vollen Krankentagegeldsatz zahlen müsste, da ich ja am letzten Beschäftigungstag arbeitsunfähig wurde und dadurch ja auch nicht arbeitslos bin, was einen verminderten Krankentagegeldsatz analog zum verminderten Arbeitslosengeld bedeuten würde?
Herzlichen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.04.2021 | 19:32

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie bitte Verständnis, dass es sich hier nicht mehr um eine Nachfrage zur Ausgangsfrage handelt, sondern um eine neue Frage zur Höhe des Krankentagegeldes. Dass war aber nicht Ihre Ausgangsfrage, die sich allein auf den Beginn der Krankentagegeldzahlung bezogen hatte.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

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