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Krankenkassenwechsel als Rentnerin von PKV in GKV

23.02.2015 14:51 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Sehr geehrte Rechsanwälte/innen

Ich bitte Sie mir bei folgender Sachlage zu helfen, bzw. zu erklären wie und ob ein Krankenkassenwechsel von privat auf gesetzlich für mich noch möglich ist.

Folgende Fakten sind zu beachten:
- Ich bin weiblich, Jahrgang 1946 (68 Jahre), verheiratet
- Aufgrund Selbstständigkeit von 1989 bis 2009 private Krankenversicherung bei der Gothaer
- Aktueller PKV-Beitrag bei 550.-€/mtl.!!!!
- Mein Mann, Rentner, Jahrgang 1932 (82 Jahre), seit 1975 versichert bei der DAK, einer GKV
- Seit 2009 arbeite ich im Angestelltenverhältnis (Stundenlohnbasis). Jahreseinkommen bei ca. 20‘000.-€ brutto
- Per 07.2011 erhalte ich eine Rente von ca. 350.- €/mtl., mein Mann bekommt eine Rente von ca. 620.- €/mtl.

Mittlerweile ist mir bewusst, dass ich den Wechsel mit 55 Jahren verpasst habe, bzw. dies mir zum damaligen Zeitpunkt auch gar nicht bewusst war. Als Selbständige war der Beitrag auch noch kein Problem, jedoch wurde die Selbständigkeit mit einem Verlust aufgegeben und in den letzten Jahren kam es zu einer drastischen Beitragserhöhung. Erspartes oder ein Eigenheim haben wir nicht und da ich nicht vom Amt abhängig sein möchte, arbeite ich immer noch fleissig weiter, solange meine Füsse mich noch tragen.
Meine Abklärungen haben bis dato folgendes ergeben:

a) Antrag stellen auf Familienversicherung bei der Versicherung meines Mannes. Diesen Antrag kann ich jedoch erst stellen, wenn ich nicht mehr arbeite, bzw. man hat mir mitgeteilt, dass die Einkommensgrenze bei BEIDEN unter 450.-€ liegen muss -> was bei meinem Mann nicht der Fall wäre, da er eine Rente von 620.-€/mtl. bezieht
b) In das europäische Ausland ziehen, für min. 1 Jahr. In meinem Fall würde das angeblich nichts bringen, da ich bei meiner Rückkehr wieder kein Anspruch hätte, in die GKV zu kommen.
c) Angeblich gebe es eine Möglichkeit, im Todesfall meines Mannes, als Witwe seine Versicherung zu übernehmen? Genauere Informationen habe ich leider nicht… aber das ist auch keine Lösung.
d) Antrag stellen auf Unterstützung der PKV-Beiträge oder sogar Alterssicherung.
1. Geht das erst wenn ich nicht mehr arbeite, 2. möchte ich (wenn möglich) keine Stütze beantragen

Können Sie mir bitte mitteilen, welche Möglichkeiten/ Schlupflöcher bestehen, von der PKV in GKV zu wechseln oder den Wechsel zu erwingen (auch unter der Voraussetzung ich würde nicht mehr arbeiten) und wie ich vorgehen sollte?
Wir sind wirklich verzweifelt und wissen nicht weiter. Lange halte ich nicht mehr aus. Bitte helfen Sie uns.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie könnten dann in die Familienversicherung wechseln, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen.

Diese Voraussetzungen sind in § 10 SGB V geregelt.

Die Familienversicherung ist bei Ihnen aber ausgeschlossen, da Sie nach § 6 Abs. 3 a SGB V aufgrund des Überschreitens des 55 Lebensjahres von der Pflichtversicherung frei sind.

Damit erfüllen Sie nicht mehr die Vorrausserzung des § 10 Abs. 1 Nr. 3 SGB V.

Daraus folgt, dass Sie nicht in die Familienversicherung können auch nicht bei Aufgabe einer Arbeit.

Sie haben sich, als es Ihnen noch finanziell gut ging, für die PKV entschieden.

Der Gesetzgeber hat mit der Altersgrenze von 55 Jahren dafür Sorge tragen wollen, dass die GKV nicht Personen im Alter aufnehmen muss, die dann aufgrund von Morbidität dem Solidarsystem zur Last fallen und in jungen Jahren von günstigen Beiträgen profitiert haben.

So auch Becker/Kindgreen (Kommentar zum SGB V, § 10 Rn. 12):"Keine Familienversicherung besteht für Angehörige, die versicherungsfrei o. von der Versicherungspflicht befreit sind, da diese nicht schutzbedürftig sind bzw. aufgrund eigener Entscheidung der Solidargemeinschaft nicht mehr angehören."

Somit kommt es auf Ihr Einkommen nicht mehr an, da allein Ihre private Krankenversicherung als vorrangige Krankenversicherung die Familienversicherung ausschließt.

Somit tut es mir leid, Ihnen kein Schlupfloch auftun zu können.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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