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Krankenkassenwechsel /AG

07.01.2016 15:05 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Meldepflicht des Arbeitnehmers bei Wechsel der Krankenversicherung und Lohnabzug durch den Arbeitgeber

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe zum 1.12.15 meine Krankenkasse gewechselt. Die neue Krankenkasse hat meinen AG am 29.09.15 schriftlich über meinen Wechsel mit allen notwendigen Angaben für den AG informiert. Dieses Schreiben liegt mir auch schriftlich vor.

Aus diesem Grund habe ich meinen AG nicht nochmal über den Wechsel informiert, da dies ja meine Krankenkasse übernahm.

Ich befinde mich seit ein zwei Monaten im Berufsverbot auf Grund von Schwangerschaft. Heute bekam ich per Einschreiben ein böses Schreiben von meinem AG, dass er nicht über den Wechsel der Krankenkasse informiert sei. Er hat mir eine Frist genannt, bis wann ich ihm informieren soll, bei welcher Krankenkasse ich nun bin. Werde ich umgehend tun.

Desweiteren steht in dem Brief, dass ihm durch meine Nicht-Information Kosten bei der steuerkanzlei entstanden seien und er mir diese natürlich von meinem nächsten Lohn abzieht.

Darf er mir das von meinem Lohn einfach abziehen? Ich habe ja nichts falsch gemacht und wie gesagt, habe es schriftlich wann mein AG vom der Krankenkasse über den Wechsel informiert wurde. Der AG sollte dies mit der Krankenkasse klären und muß mir meinen vollständigen Lohn zahlen?

Kann ich ihm mit rechtlichen Schritten drohnen, wenn er mir die Kosten dafür von meinem Lohn abzieht?

Generell denke ich, dass mein AG irgendwas erfindet, um mir einsehr auswischen, da ich BV habe. Er hasst schwangere Angestellte....

Herzlichen Dank für Ihre Mühe.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auch ich kann Ihrerseits kein Fehlverhalten von Ihnen erkennen. Ein Lohnabzug ist damit unberechtigt, zudem in allgemein rechtlicher Hinsicht schon fraglich.

Damit der Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse wirksam werden kann, muss der Versicherte/Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber zwar einen Nachweis über die neue Mitgliedschaft erbringen, aber das konnte auch seitens der neuen Krankenkasse (in Vertretung) erfolgen.

Sie sollten dennoch - wie von Ihnen geplant - frisgerecht dem Arbeitgeber dieses fristgerecht nochmals melden.

Schadens- oder Aufwendungsersatzansprüche Ihres Arbeitgebers sehe ich somit nach Grund und Höhe nicht. Sie können ihn also mit guten Chancen auf rückständigen Lohn verklagen (achten Sie unbedingt auf vertragliche Ausschlussfristen von wenigen Monaten in Ihrem Arbeitsvertrag), falls dieses notwendig sein sollte.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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