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Krankenkasse zahlt weniger Krankengeld wegen nicht gestelltem Reha Antrag

05.04.2021 11:07 |
Preis: 65,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Ende 2019 habe ich Krankengeld bezogen. Im Februar 2021 übersandte mir die Krankenkasse einen Rehaantrag (trotz einer eindeutig guten Prognose) mit der Aufforderung, diesen bis zum 25.03.2021 zu stellen, da mir andernfalls das Krankengeld gestrichen wird. Diesem stimmte ich erst mal zu. Anfang März 2021 ging es mir schon wieder so gut, dass mein Arzt meine Krankschreibung bis 31.03.2021 als Endbescheinigung verlängerte. Ab dem 01.04.2021 ging ich wieder arbeiten. Ich teilte der Krankenkasse mit, dass ich von dem Rehaantrag absehe, da ich gut genesen bin und die Krankschreibung nun zum 31.03.2021 endet.

Nunmehr zahlte mir die Krankenkasse dennoch nur das Krankengeld bis zum 25.03.2021(wie bereits im Februar angedroht), da ich keinen Rehaantrag stellte. Obwohl ich ja mitteilte, dass dieser nicht notwendig ist. Die Krankschreibung und damit die Pflicht der Krankengeldzahlung endete für die Krankenkasse zum 31.03.2021.
Dürfen die das dennoch kürzen ?
06.04.2021 | 13:41

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Die von Ihnen zu beantragende Reha wird von der Rentenversicherung bezahlt, gleichzeitig würden Sie mit Beginn der Reha-Maßnahme kein Krankengeld, sondern vielmehr Überbrückungsgeld vom Rentenversicherungsträger erhalten.
Es handelt sich daher um eine gesetzlich normierte Maßnahme den krankengeldbeziehenden Versicherten aus dem Krankengeld in das Überbrückungsgeld bzw. in die Rente zu drücken. Grundlage dessen ist § 51 Abs. 1 SGB V.

Nach § 51 Abs. 3 Satz 2 SGB V lebt der Anspruch auf Krankengeld wieder auf, wenn Sie den Antrag auf Reha zu einem späteren Zeitpunkt stellen, an dem Sie noch berechtigt sind Krankengeld zu erhalten.

Die Angabe Ihres behandelnden Arztes ist dabei irrelevant, es kommt hier nur auf die Begutachtung durch den MDK an.
Meist handelt es sich hierbei jedoch nur um sog. Kurzgutachten, die nur selten vor Gericht (meist erst beim LSG) einer Überprüfung standhalten.

Nach § 51 Abs. 1 SGB V haben Sie den Antrag innerhalb der 10 Wochenfrist zu stellen. Nach Abs. 3 Satz 1 der Vorschrift entfällt der Anspruch auf Krankengeld, so Sie den Antrag nicht fristgerecht stellen.
Die Frage Ihrer Gesundung ist dabei nicht entscheidend für den weiteren Bezug von Krankengeld. Nach Ihrer Gesundung können Sie den Reha-Antrag zurücknehmen.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


Rechtsanwalt Andreas Wehle

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