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Krankenkasse zahlt nur etwa die Halfte des Krankengeldes

23.06.2018 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung: Welche Möglichkeiten gibt es für die Beschwerde gegen eine falsche Entscheidung der Krankenkasse bezüglich des Krankengeldes? Wer trägt die Kosten und wie hoch sind diese?

In der Zeit von Januar bis Mai 2018 war ich arbeitsunfähig. Nach 6 Wochen Lohnfortzahlung begann der Krankengeldbezug Mitte Februar, den die Krankenkasse zunächst auch korrekt berechnet hatte, aber nach ca. einem Monat deutlich reduzierte und im gesamten Zeitraum weniger als die Hälfte Krankengeld gezahlt hat. Ich habe dem mehrfach widersprochen aber es kamen nur Schreiben, man werde sich kümmern. Angeblich hätte mein Arbeitgeber mitgeteilt, das ich laufende Bezüge hätte, was nicht der Fall ist, wie auch keine Kontoauszüge belegen. Auch eine Fristsetzung von 14 Tagen ist sein 06.06.2018 verstrichen. Was kann / muss ich nun tun um an mein Krankengeld zu kommen? Gibt es eine übergeordnet Beschwerdestelle? Was würde eine anwaltliche Vertretung in diesem Fall kosten ( es fehlen ca. 2600EUR) und kann ich im Erfolgsfall diese Kosten der Gegenseite (Krankenkasse) auferlegen?
Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst einmal haben Sie verschiedene Möglichkeiten.

1.) Zunächst würde ich mich an Ihren Arbeitgeber wenden, um Nachzufragen, wie die Krankenkasse zu der Annahme kommt, dass es laufende Bezüge gäbe. Vielleicht liegt der Fehler bereits hier in einem simplen „falsch ausgefüllten Formular" des Arbeitgebers.

2.) Falls sich dadurch keine Lösung ergibt, könnten Sie sich im nächsten Schritt an die, von Ihnen erfragte, übergeordnete Stelle wenden.

Betreffend der zuständigen Stelle kommt es auf Ihre konkrete Kasse an. Die Aufsicht über die bundesunmittelbaren gesetzlichen Krankenkassen führt das Bundesversicherungsamt. (Bundesunmittelbar sind alle Kassen,deren Zuständigkeitsbereich sich über mehr als 3 Bundesländer erstreckt)

Für bundesunmittelbare Kassen liegt die Zuständigkeit beim Bundesversicherungsamt (Referat II) in Bonn. Bspw zu erreichen unter poststelle@bvamt.bund.de

Für alle Kassen, die nicht bundesunmittelbar sind, ist das Sozialministerium des jeweiligen Bundeslandes zuständig.

Für Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel das Sozialministerium in Schwerin. Bspw zu erreichen unter poststelle@sm.mv-Regierung.de

Wenn auch dieser Weg keine Klärung bringt, müssten Sie wohl Klage erheben.

3.) Kosten dürften sich für das außergerichtliche Antragsverfahren auf circa 380,80 € inkl. Steuer belaufen. Die gerichtliche Vertretung käme nochmal circa auf 714,00 € inkl. Steuer, wobei hier eine Anrechnung der Beträge aufeinander erfolgte.

4.) Sollte eine anwaltliche Vertretung nötig werden, empfehle ich Ihnen eine Kollegin/ einen Kollegen aufzusuchen, der einen Schwerpunkt im Sozialrecht hat. Bestenfalls sollte sich der Anwalt/ die Anwältin auch in räumlicher Nähe befinden, da ansonsten hohe Fahrtkosten für die Anreise auswärtiger Anwälte anfallen könnten.

5.) Sie können auch, im Falle des Obsiegens, die Kosten für Ihre anwaltliche Vertretung ersetzt bekommen. Allerdings nur in der Höhe, wie sie nötig waren. So können Sie bspw keine Kosten für 400km Anreise und Übernachtung des Anwalts verlangen und müssten diese nicht unerheblichen Kosten selbst tragen - daher auch mein Tipp zu einem Anwalt vor Ort.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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