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Krankenkasse will nur Pauschale für eingesetzten Stent zahlen..


17.12.2009 15:20 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi



Sehr geehrte Damen und Herren,


Mein Vater ist Rentner und gesetzlich Krankenversichert.
Er war im Oktober in der Türkei und litt Plötzlich an starken Brustschmerzen.Im krankenhaus wurde dann eine instabile angina Pectoris festgestellt.
Er wurde dann für eine koronar Angiographie stationär aufgenommen.

Ich zitiere nun aus einem Schreiben des Arzteswelches nicht wirklich einwandfrei ins deutsche übersetzt worden ist:

Durch punktion der rechteb femoral Arterie, wurde dort ein 6F intrducer eingesetzt.
Mit einem Jl und JR Katheter, wurde in verschiedenen positionen links und rechts eine Koronar Angiogrefie durchgeführt. Im weiteren Verlauf wurde rechts in obligatorischer Position eine kritische verengung festgestellt. Daraufhin wurde bei dem patienten eine primiare PTCA durchgeführt und ein Stent eingesetzt.
Wir haben uns für den stent DES (drug eluting stent) entschieden.

Befunde:
LMCA: normal
LAD: verengung von 98 % im mittleren Bereich
CX: Dominanter Aufbaum normal gesichert
RCA: normal gesichert

Wir haben direkt vor ort für den Stent bezahlt. Knapp 2400 Euro.
Das war wohl ein fehler, da ein Auslandskrankenschein vorlag.

Zurück in Deutschland haben wir die Rechnung der Krankenkasse vorgelegt.
Ein paar Tage später kam ein Schreiben in dem es hieß, dass ein Stent in Deutschland 690 Euro kosten würde und dieser Betrag auch nur erstattet wird.
Nach Rücksprache mit dem Arzt in der Türkei, der meinem Vater halt erklärte das es sich um ein DES Stent handelt und der so teuer sei, teilten wir dies der KK mit.
Die wiederum sagte ok, dann benötigen wir ein Schreiben vom Arzt warum dieser Stent eingesetzt worden ist.
Dieses Schreiben haben wir heute der KK vorgelegt.
Nun heisst es, das immer nur eine Pauschale von 690 Euro erstattet wird unabhängifg davon welcher Stent eingestezt worden ist.

Kann das denn so sein?
Würde mich über Antworten freuen.

Vielen Dank schonmal
Freundliche Grüße
Haydar

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Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen beantworten werde.

Zwischen Deutschland und der Türkei besteht ein Sozialversicherungsabkommen, so dass grundsätzlich die Behandlungskosten für die Behandlung in der Türkei von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden.

Allerdings werden von der gesetzlichen Krankenkasse bei der Auslandsbehandlung nur die Kosten übernommen, die bei einer gleichen Behandlung in Deutschland angefallen wären. Darüber hinausgehende Kosten muss der Patient/Versicherte in aller Regel selbst tragen, wenn nicht eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung besteht, die diese "Lücke" schließen kann.

Es ist daher zu klären, was eine solche Stent-Operation in Deutschland gekostet hätte. Daneben wäre zu klären, ob der tatsächlich ausgewählte, teurere Stent notwendig war. Diese Fragen lassen sich wahrscheinlich aber nur durch einen Sachverständigen zufriedenstellend und umfassend klären. U. U. kann aber eine erste Beurteilung über die von Kosten in Deutschland und die Notwendigkeit des eingesetzten Stent auch durch den hier behandelnden Arzt Ihres Vaters erfolgen.

Betragen die Kosten für dieselbe OP in Deutschland tatsächlich nur 690 Euro, muss die Krankenkasse auch nur diesen Betrag an Ihren Vater erstatten.

Sie sollten daher also zunächst die OP-Kosten in Deutschland für genau diese Behandlung in Erfahrung bringen, damit Sie die Aussage der Krankenkasse nachprüfen und den konkreten Erstattungsbetrag geltend machen können.

Die Aussage der Krankenkasse, dass nur die Kosten, die in Deutschland entstanden wären, erstattet werden können, ist aber grundsätzlich richtig.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin
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