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Krankenkasse will Krankengeld nicht weiter zahlen.

24.03.2008 22:36 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Sachverhalt: Bin schon seit über 4 Monaten wegen Wirbelsäulenproblematik krankgeschrieben, bekomme also Krankengeld von einer gesetzlichen Krankenkasse. Eine Wiedereingliederung (u.a. vom MDK empfohlen)wurde von meinem AG ohne Begründung Mitte Febr. diesen Jahres abgelehnt. Mein Facharzt 1 meint nun, daß ich austherapiert bin und ich daher wieder am 17.3.08 meine Arbeit wieder aufnehmen kann (ist von meiner Sachbearbeiterin der KK telefonisch unter Druck gesetzt worden, das kann ich bestätigen; die KK möchte natürlich nicht länger Krankengeld zahlen)
In einem kürzlichen Schreiben der KK (lag im Briefkasten mit der anderen Tagespost am 22.3.08 !!; könnte eventuell auch am späten Nachmittag des 20.3.08 von anderem Briefzustelldienst eingeworfen worden sein, wobei ich so spät nicht mehr mein Brieffach kontrolliere), wurde mir mitgeteilt, daß die weitere AU nur noch bis 20.3.08 nachvollziehbar sei. Ich bekam jetzt auch Krankengeld bis zum 20.3.08 überweisen. Dieses Geld bekam ich auf Grund eines Auszahlungsscheines, den mir ein anderer Facharzt 2 am 17.3.08 ausstellte. Ich bekam also Krankengeld für den 18. 19. 20. 3 von der KK ausbezahlt, obwohl mein Auszahlungssschein vom 17.3.08 datierte (auf dem AZ-Schein ist der 31.3.08 als nächster Praxisbesuch vermerkt). Mein Facharzt 2 würde mich aber voraussichtlich bis zum 31.3.08 krankschreiben, da ich ab 1.4.08 wieder regelmäßig arbeiten möchte.
Jetzt ergab sich aber, daß ich wegen einer anderen Erkrankung (Grippe)von einem Bereitschaftsarzt am 21.3.08 bis 25.3.08 mit einem "gelben Schein" krankgeschrieben wurde. Der Arzt meinte, er bräuchte keinen AZ-Schein ausstellen, ein gelber Schein genügt.

Fragen:
1. Reicht meiner gesetzl. KK der gelbe Schein des Bereitschaftsarztes, oder hätte er mir einen AZ-Schein ausstellen m ü s s e n ? Würde den gelben Schein dann morgen oder spätestens Mittwoch bei der KK abgeben.
2. Um mir Streitereien wegen des Krankengeldes mit meiner KK zu ersparen, wäre es doch am besten, wenn mich mein Hausarzt morgen oder übermorgen weiter bis zum 31.3.08 wegen Grippe (neue Erkrankung) krankschreiben würde (mein Gesundheitszustand hat sich noch nicht wesentlich gebessert. = primär bester Weg für mich ?! Sollte die weitere Krankschreibung dann korrekter weise auf gelben Schein oder AZ-Schein erfolgen ?
3. Sollte mein Facharzt 2 am 31.3.08 auf Grund seiner Arztmeinung einen AZ-Schein ausstellen - wäre wohl sekundär bester Weg für mich ?! - (weiß nicht, ob meine Sachbearbeiterin inzwischen diesen Arzt "geimpft hat"), könnte mir die KK dann die AZ des Krankengeldes bis 31.3.08 berechtigt verweigern ? Glaube auch, daß die KK kurzfristig keinen Termin beim MDK-Gutachter bis 31.3.08 findet! Würde dann vielleicht zu meiner Absicherung morgen oder übermorgen mit Schreiben von der KK beim Facharzt 2 auftauchen und mir nochmal versichern lassen, daß er mir auch garantiert einen AZ-Schein am 31.3.08 ausstellt (hat auf AZ-Schein vom 17.3.08 angekreuzt, daß ich weiter AU bin). Außerdem würde ich dann vorsorglich auf jeden Fall gegen die Krankengeld-Einstellung ab 21.3.08 Widerspruch bei meiner KK einlegen (mit oder ohne Unterstützung meines Facharztes).
4. Gibt es einen Fehltag für die Krankengeldzahlung vom 18.-31.3.08, wenn ich mich wegen Grippe weiter krankschreiben lassen müsste ? Wie gesagt, KK-Sachbearbeiterin hat mir AU in Brief bis 20.3.8 "genehmigt" und auch bis 20.3 Krankengeld überwiesen. Bereitschaftsarzt schrieb mich ab 21.3.08 auf gelben Schein krank.

PS: Bei einer weiteren Facharztkrankschreibung durch meinen Facharzt 2 gibt es wohl keine Fehltage.

Sehr geehrter Fragensteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Anhand Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Fragestellungen wie folgt:

Grundsätzlich gilt, dass noch während der Entgeltfortzahlung eine Ausfertigung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung der Krankenkasse zugesandt werden muss. Nach Ablauf der Entgeltfortzahlung, wie in Ihrem Fall, bestätigt Ihnen Ihr behandelnder Arzt die weitere Arbeitsunfähigkeit mit einem Auszahlschein. Dauert die Arbeitsunfähigkeit weiter an, müssen weitere Auszahlscheine regelmäßig der Krankenkasse vorgelegt werden. Weiterhin ist Ihr Arbeitgeber zu informieren, damit er Planungssicherheit hat.

Daher genügt der gelbe Schein über die Grippeinfektion grundsätzlich nicht. Bitte fragen Sie beim Arzt nach, wie das Problem gelöst werden kann. Sie hätten sich bei der Krankenkasse erkundigt und bräuchten doch einen Auszahlungsschein.

Zeitgleich sollten Sie Ihren Facharzt 2 bitten Ihre Krankschreibung bis zum 31.03.2008 zu erläutern, da Ihre Krankenkasse seine Krankschreibung nur bis zum 20.03.2008 anerkennt. Ich rate zu dem sicheren Weg, beide Ärzte anzusprechen, da scheinbar die Krankschreibung des Facharztes 2 von der Krankenkasse nicht akzeptiert wird.

Die weitere Krankschreibung durch den Hausarzt wegen Grippe sollte durch Auszahlungsschein vorgenommen werden.

Ich empfehle ferner, Facharzt 2 zum weiteren Ablauf der Krankschreibung zu befragen. Vorsorglich Widerspruch einzulegen, ist zudem ratsam.

Um Fehltage zu vermeiden, empfehle ich, eine lückenlose Krankschreibung auf einem Auszahlungsschein mit den obigen Bemühungen zu erwirken.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen ersten Einschätzungen weiterhelfen konnte und verweise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion.

Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen


Inga Dransfeld-Haase
Rechtsanwältin
E-Mail: dr-haase@dr-schwoebbermeyer.de



Ich bitte noch folgendes zu beachten:

Die Beratung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Es kann entsprechend den vorliegenden Bedingungen nur ein erster Überblick geboten werden, der eine abschließende, umfassende und verbindliche Anwaltsberatung nicht ersetzen kann. Der Umfang der Antwort steht weiterhin in Abhängigkeit zu Ihrem eingesetzten Honorar.

Nachfrage vom Fragesteller 06.04.2008 | 10:04

Hallo, habe noch eine Nachfrage. Laut meiner KK habe der AG einen neuen Entgeltfortzahlungsanspruch (bis zu 6 Wochen) zu leisten, und zwar ab 21.3.08 bis 31.8.08, da laut Bereitschafts- und Hausarzt eine neue Erkrankung (Infektion) vorliegt. Wie kann das sein ? Ich habe doch zwischenzeitlich keinen einzigen Tag beim AG gearbeitet.
Arbeite seit 1.4.08 wieder.


PS: Auf den AZ -Schein des Facharztes 2 der bis 31.3.08 lief, ging die KK überhaupt nicht ein.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.04.2008 | 12:05

Sehr geehrte Fragensteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Nach Ihren Angaben kann ich die Argumentation der Krankenkasse nicht nachvollziehen.

Pro Erkrankung muss der Arbeitgeber maximal sechs Wochen das Entgelt weiterzahlen. Zeiten wegen derselben Erkrankung werden allerdings zusammengerechnet.

Wenn eine neue Krankheit zu einer bestehenden Krankheit hinzutritt, wird der Anspruch auf Entgeltfortzahlung nicht verlängert.

Als "hinzugetreten" gilt eine Krankheit erst dann, wenn die vorherige Erkrankung beendet ist, und die neue Erkrankung weiterhin besteht.

Beispiel:

AU wegen der Wirbelsäule vom 01.12.07 bis 31.01.08
AU wegen Grippe ab 21.03.08

Vom 21.03.08 an gilt die Grippe als hinzugetretene Erkrankung.

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung wird nicht verlängert. Der Arbeitgeber hat demnach nur für 6 Wochen Entgeltfortzahlung zu leisten. Ich rate Ihnen, nunmehr zunächst mit Ihrem Arbeitgeber zu sprechen.

Mit besten Grüßen


Inga Dransfeld-Haase
Rechtsanwältin
E-Mail: dr-haase@dr-schwoebbermeyer.de


Ich bitte noch folgendes zu beachten:

Die Beratung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Es kann entsprechend den vorliegenden Bedingungen nur ein erster Überblick geboten werden, der eine abschließende, umfassende und verbindliche Anwaltsberatung nicht ersetzen kann. Der Umfang der Antwort steht weiterhin in Abhängigkeit zu Ihrem eingesetzten Honorar.

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