Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Krankenkasse bei Selbständigkeit und sv-pflichtigem Job

13.01.2013 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke


1.) Selbständigkeit:
Ich bin seit vier Monaten selbständig und bekam vorher den Gründungszuschuss für 9 Monate. Jetzt zahle ich € 540 für die Krankenkasse (freiwillig). Einkommen jährlich ca. € 37.000.

2.) SV-pflichtiges Arbeitsverhältnis:
Ich könnte einen einfachen Job annehmen: 12 Std. pro Woche x € 10,60. Im Monat ergibt dies ca. € 550 Brutto, € 440 netto. (Berechnung: 12 x 10,60 x 4,33). Hier zahle ich KV ca. € 45, in der RV ca. € 52.

3.) Monatliche Bruttoeinnahmen:
Gleichzeitig bleiben meine Einnahmen aus der Selbständigkeit gleich mit ca. € 3.000 pro Monat (€ 37.000 im Jahr). Mein Stundenaufwand pro Woche ca. 8 Stunden.

Frage: Kann ich mir den Monatbeitrag von € 540 ersparen (aus Punkt 1)? Und mich nur über das sv-pflichtige in der Krankenkasse versichern oder werden alle Einkommen zusammen gezählt?

Was ich brauche: Kurze Antworten auf die Frage, eventuell einen Fundort im SGB.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich sind Sie als sozialversicherungspflichtiger Angestellter ausreichend versichert und eine nebenberufliche Selbstständigkeit erhöht die Beiträge nicht.

Allerdings ist für das Versicherungsverhältnis und damit für de Beiträge entscheiden, welche Beschäftigung Haupt- und welche Nebenberuf ist. Sie sind nicht der erste Unternehmer, der auf die Idee kommt, den teuren Krankenkassenbeiträgen einer Selbstständigkeit mit einem Arbeitsverhältnis zu umgehen, welches kanpp über der Gerinfügigkeitsgrenze liegt.

Die Krankenkassen bewerten dabei den Einzelfall und es wird geprüft, welche der beiden Tätigkeiten den Hauptteil der Arbeistätigkeit bildet. Ein Kriterium ist die Arbeitszeit, ein anderes der Vedienst. Nach meiner Ansicht wird bei Ihnen eindeutig die Selbstständigkeit führend sein, so dass Sie für den Fall, dass die Krankenkasse nachfragt und Ihren Fall einer Prüfung unterzieht, keine Beiträge sparen können.

Es wird also danach der Beitrag bemessen, welches Ihr Hauptbeschäftigung ist.

Geregelt ist dies in § 5 Abs. 5 ff. SGB V.Becker Kingreen, SGB V, § 5, Rn. 72 sagt folgendes: „Ziel der gesetzlichen Regelung ist die Missbrauchsabwehr; es soll vermeiden werden, dass ein nicht versicherungspflichtiger Selbstständiger durch die Aufnahme einer niedrig vergüteteten, aber versicherungspflichtigen Beschäftigung den umfassenden Schutz der GKV erhält, obwol er weder zu dem Solidarschutzes bedürftigen Personenkreis gehört noch dies seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entspricht."

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71410 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Rasche und klar verständliche Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr schnelle Antwort mit entsprechender Hilfestellung zu Urteilen für einen Einspruch. ...
FRAGESTELLER