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Krankenkasse anerkennt Krankheit (Lipödem) nicht

| 25.06.2012 13:13 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


14:38

Sehr geehrte Damen und Herren,

mehrere Fachärzte haben mir bestätigt, dass ich an einem Lipödem leide.

Ich reichte daher meiner privaten Krankenversicherung die Bescheinigung und die Kostenaufstellung des Arztes ein, der bei mir die medizinisch notwendige Liposuktion durchführen sollte.

Die Krankenversicherung bestreitet allerding, dass ich an einem Lipödem leide und behauptet stattdessen, es handle sich um eine Lipohypertrophie/Lipomatose, daher bestünde keine medizinische Notwendigkeit für die geplante Liposuktion. Ihre Behauptung stützt sie einzig und allein auf die von mir eingereichten Bilder. Auch die Schilderung meiner Beschwerden (u. a. erhebliche Druckschmerzen, schwere Beine, hohe Berührungsempfindlichkeit und blaue Flecken schon bei leichte Stößen), die eindeutig eine Lipohypertrophie ausschließen, blieb unberücksichtigt.

Daraufhin überreichte ich der Versicherung drei weitere Bescheinigungen von qualifizierten Ärzten, die ein Lipödem bestätigen. Auch diese werden von der Versicherung nicht anerkannt. Auch meiner Bitte, mich von einem Arzt ihres Vertauens untersuchen zu lassen, wurde nicht entsprochen.

Daher die Frage:
Kann die Krankenversicherung einfach so über "Ferndiagnose" alle ärztliche Bescheinigungen für null und nichtig erklären, oder habe ich eine rechtliche Handhabe gegen dieses Vorgehen?

Um einen Rat wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

25.06.2012 | 13:49

Antwort

von


(248)
Blücherstraße 64
25336 Elmshorn
Tel: 041217891138
Web: http://www.anwalt-domke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Aller Wahrscheinlichkeit werden Sie eine Klage gegen die Versicherung führen müssen.
Der BGH hat in seinem Urteil vom 29.11.1978, Az: IV ZR 175/77 mitgeteilt, dass die
Beurteilung einer medizinischen Notwendigkeit weder von der Auffassung des Patienten und auch nicht alleine von der des behandelnden Arztes abhängt, sondern einem neutralen Sachverständigen obliegt. Das heißt, die Krankenkasse kann natürlich nicht selbst anhand von Fotos bestimmen, ob eine OP nötig ist oder nicht.

Ich weiß nicht, ob Sie schon einen entsprechenden Bescheid erhalten und gegen diesen Widerpsruch eingelegt haben. Wenn ja, fordern Sie die Einholung eines neutralen Sachverständigengutachtens. Die Kasse kann dies nicht ablehnen und wenn ja, trägt sie die Kosten eines anschließenden Rechtsstreits, egal zu welchem Ergebnis der Gutachter kommt.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:



Rechtsanwältin Maike Domke

Rückfrage vom Fragesteller 26.06.2012 | 12:39

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort, sie war sehr hilfreich für mich.

Etwas ist mir allerdings noch etwas unverständlich. Sie schreiben, wenn die Kasse die Einholung eines Sachverständigengutachtens ablehnen würde, würde diese die Kosten für einen anschließenden Rechtsstreit zahlen.

Gesetzt den Fall, der Rechtstreit würde zu meinen Gunsten ausfallen, ein Gutachter würde eingeschaltet werden, dieser bescheinigt, dass ich an einem Lipödem leide, die Kasse würde sich aber weiterhin weigern, die Kosten für eine Liposuktion zu übernehmen und der Rechtstreit ginge weiter. Müsste die Krankenkasse dann auch noch für die Kosten aufkommen - unabhängig vom Ergebnis?

Ihre Antwort würde mir sehr weiterhelfen.

Vielen Dank.

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.06.2012 | 14:38

Sehr geehrte Ratsuchende,

das Gericht wird den unabhägigen Gutachter folgen. Mit hat eine Richterin selbst gesagt, eine andere Möglichkeit haben sie nicht, daher muss die Krankenkasse zahlen, wenn der Gutachter Ihnen Recht gibt, es sei denn die KK geht in die 2. Instanz, was eher unwahrscheinlich ist.

Mit freundlichen Grüßen
Maike Domke
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 28.06.2012 | 09:17

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