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Krankenkasse Wechel PKV zu GKV

26.08.2013 08:18 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin 51 Jahre alt und seit ca. 20 Jahren in der PKV.
Status: Arbeitnehmer mit Nebengewerbe ( Kleingewerbe)

ab 01.01.14 werde ich voraussichtlich ALG1 beantragen ( Nebengewerbe läuft weiter)
d.h. ab 01.01.14 könnte ich in die GKV wechseln?

Da ich vermutlich eine Sperrzeit beim ALG1 erhalte rechne ich mit ca. 9 Monate Bezug ALG1 - danach würde ich meinen Lebensunterhalt durch mein bisheriges Nebengewerbe bestreiten.
Erfülle ich hiermit die Voraussetzungen für den verbleib in der GKV?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Wenn man arbeitslos wird (wie es bei Ihnen wohl ab 1.1.2014 der Fall sein wird) und unter 55 Jahre alt ist, versichert einen die Bundesagentur für Arbeit automatisch bei einer gesetzlichen Krankenkasse eigener Wahl. Für den Arbeitslosen werden dann von der BfA die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung übernommen. Auch die Ehefrau und Kinder sind dann eventuell mitversichert.

Wenn man jedoch eigentlich bei der privaten Krankenversicherung bleiben will, hat man die Möglichkeit dazu, wenn man in den letzten 5 Jahren nicht Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse war (wie bei Ihnen der Fall). Dann zahlt die BfA die Beiträge für die private KV in der Höhe, in der sie auch die GKV bezahlen würde.

Wer sich für diesen Weg entscheidet muss sich allerdings dann auch von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen und diesen Antrag muss in den ersten 3 Monaten der Arbeitslosigkeit bei einer gesetzlichen Krankenkasse eingereicht werden.

Dies sollten Sie aber auf jeden Fall unterlassen, da es ja nicht Ihre Absicht ist in der PKV zu bleiben.

Wenn Sie dann nach der Arbeitslosigkeit Ihr Nebengewerbe zum Hauptgewerbe machen wollen/werden, können Sie sich bei der jeweiligen GKV selbstverständlich freiwillig versichern.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Als kleiner Tip neben dem Fragethema: Passen Sie bei der Einstufung als freiwillig GKV-Versicherter gut auf. Die gesetzlichen Krankenkassen weisen nicht all zu oft auf niedriger Beiträgsätze (speziell bei Existenzgründern) hin.

Sollten Sie dazu noch Fragen haben bzw. Unterstützung benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Nachfrage vom Fragesteller 26.08.2013 | 10:30

hallo Hr. Fischer,

danke für Ihre schnelle und umfassende Beantwortung,
eine kurze Rückfrage:
Wenn ich Ihre Anwort richtig verstanden habe ist es nicht zwingend notwendig 12 Monate ALG1 zu beziehen um einen dauerhaften Anspruch auf Mitgliedschaft in der GKV zu erlangen.
d.h. es sind nur wenige Monate Bezug ALG1 völlig ausreichend?


viele Grüße

Jürgen Sackmann

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.08.2013 | 11:24

Das ist richtig. Sie sind ja dann schon in der GKV versichert und versichern sich als Selbstständiger freiwillig weiter.

Die 12 Monate könnten nur dann relevant sein, wenn Sie wieder als Angestellter mit einem Gehalt über der Bemessungsgrenze tätig sein wollen.

Dies ist ja aber laut Ihrer Angaben zunächst nicht der Fall.

Ergänzung vom Anwalt 26.08.2013 | 14:25

Sehr geehrter Fragensteller,

nach dem freundlichen Hinweis einer Kollegin muss ich meine Antwort kurzum ein wenig korrigieren.

Sie müssen in dem von Ihnen geschilderten Fall natürlich nach § 9 Abs.1 Nr. 1 SGB V zwölf Monate gesetzlich pflichtversichert gewesen sein, bevor Sie sich freiwillig gesetzlich versichern können.

Ich hatte Ihre Aussage nur auf den Bezug von ALG I und nicht bloß auf den Zeitraum von 9 Monate wahr genommen.

Der Bezug von 12 Monaten ALG I ist nicht notwendig, da man ja z.B. auch im Rahmen des Bezug von ALG II gesetzlich pflichtversichert ist.

Ich bitte diesen Kommunikationsfehler zu entschuldigen.

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