Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
507.248
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Krankengeldzahlung und Ende der Mitgliedschaft der Krankenkasse

16.09.2018 13:56 |
Preis: 50,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo, ich bin seit 9 Monaten aufgrund eines Wirbelbruchs und Depressionen krank geschrieben. Nach Aufforderung der Krankenkasse musste ich einen Antrag auf Med. Reha stellen. Wenn ich den Antrag nicht stellen sollte werde das Krankengeld gestrichen und die Mitgliedschaft ohne weitere Mitteilung beendet. Die Reha habe ich dann beantragt wurde aber abgelehnt. Das habe ich der Krankenkasse mitgeteilt und das ich keinen Widerspruch auf die Ablehnung der Reha getätigt habe. Kann die Krankenkasse jetzt die Krankengeldzahlung
einstellen und meine Mitgliedschaft beenden. Bitte schnellstmögliche Hilfe

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst kann ich Sie beruhigen.

Eine Kündigung der Krankenkasse wegen der Ablehnung des Reha-Antrages kann nicht erfolgen.

Wichtig ist natürlich zu wissen, aus welchem Grund der Antrag abgelehnt worden ist.

Derzeit gilt für Sie, dass der Krankengeldanspruch nicht entfällt, es sei denn, Ihre Erwerbsfähigkeit sei festgestellt worden.

Ist dieses nicht der Fall, bleibt Ihr Anspruch erhalten, zumal Sie ja auch der Aufforderung nachgekommen sind. Allerdings war der Hinweis auf eine Kündigung nicht zutreffend. Zutreffend war nur der Hinweis, dass das Krankengeld entfallen wäre, wenn Sie der Aufforderung nicht nachgekommen wären. Aber darauf wird es nicht mehr ankommen, da Sie ja der Aufforderung nachgekommen sind.


Viel wichtiger ist jetzt aber, dass der Antrag auf die Reha als Rentenantrag gewertet wird. Da die Reha abgelehnt wurde, wird sich das Rentenverfahren anschließen.

An dieser Stelle muss jetzt bedacht werden, dass Sie erhebliche Nachteile haben können, wenn jetzt der Erwerbsunfähigkeitsrente stattgegeben werden sollte. Sie werden mit Abschlägen rechnen müssen, die sich dann auch bei den Altersrenten fortsetzen.

Aus diesem Grund im Einzelfall Ihre Situation bekannt sein. Das Problem ist, dass Sie wegen der Aufforderung der Krankenkasse Ihr Dispositionsrecht verloren haben.

Das bedeutet, dass Sie im Grunde allein entscheiden können, ob Sie einen Rentenantrag stellen oder nicht.

Das gilt so dann nicht mehr, wenn die Krankenkasse Sie zum Antrag der Reha aufgefordert hat. Dann können Sie nicht mehr entscheiden.

Aber wenn Sie durch den jetzigen Antrag erhebliche Nachteile haben, muss die Krankenkasse die Zustimmung zu einer Rücknahme Ihres Antrags erteilen. Das ist aber alles im Einzelnen zu klären.


Sie sollten daher unbedingt vor Ort einen Anwalt beuaftragen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65998 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sachlich Kompetente Beratung. Prompte Erledigung der Angelegenheit, auch mit Rückfrage. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Kurz aber präzise Antwort innerhalb kurzer Zeit. Mehr als zufrieden mit der Arbeitsweise. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach super! ...
FRAGESTELLER