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Krankengeldzahlung-Einstelltung AOK

27.10.2017 20:37 |
Preis: 30,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Zusammenfassung: Für einen durchgängigen Krankengeldanspruch muss der Arbeitnehmer am Tag des Ablaufs der 1. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eine Folgebescheinigung einholen, weil diese nach dem Sozialrecht erst für den nächsten Tag gilt. Deshalb wir oft von der Krankengeldfalle geredet.

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt:


bin seit dem 03.07.2017 von dem Szialmedzinischen Gutachter der Bundesagentur für Arbeit als arbeitsunfähig eingestuft.

Meine Krankengeldzahlung wurde eingestellt,da das Feststellungsdatum auf dem Schein rückwirkend korrigiert wurde.

Meine Arbeutsunfähigkeit war bis Freitag 29.09.17 ausgestellt. Mein Urologe war ab diesem Tag bis 03.10 im Urlaub . Bin dann zum Dr. Jens Sander,der wollte mir leider keine Folgearbeitsunfähigkeit ausstellen. Danach musste ich zu Dr.Przybyla , da war aber die Praxis schon geschlossen.
Am Montag ,02.10.17 bin ich nochmals zum Dr. Przybyla,der die Folge AU ausgestellt hat, aber das Feststellungsdatum vom 02.10.17 ,das hab ich erst zuhause bemerkt.Leider war die Praxis danach geschlossen,so daß ich zum Urologen musste,der mir rückwirkend eine Krankenmeldung vom 29.09. bis 23.10 mit Feststellungsdatum vom 04.10.17 ausstellte.

Ich war so durcheinander, daß ich die Folge AU bei der AOK (ohne auf das Datum zu achten) abgegeben habe.

Zeitgleich habe ich ein Brief von der AOK bekommen, daß mir kein Krankengeld mehr zusteht?!

Mit diesem Schreiben bin ich dann zum Urologen gegangen,die Sprechstundenhilfe,rief dann meine AOK Sachbearbeiterin,weil sie nicht verstand warum mir plötzlich kein Krankengeld mehr zusteht ?!
Der Grund für die Krangeldeinstellung ist das `Feststellungsdatum, das vom 04.10.17`

In meine Not bin ich dann wieder zu meinem Urologen und da hat die Sprechstundenhilfe ,das Feststellungsdatum rückwirkend auf den 29.09.2017 korrigiert .

Diese Beschenigung habe ich dann persönlich bei der AOK abgegeben .Meine Sachbearbeiterin hat mich darufhin angeschrien und behauptet ich würde betrügen.

Bin heute aus dem Krankenhaus entlassen worden, am 06.11.17 erwartet mich nächstes OP.

Mit freundlichen Grüßen,

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider darf die Krankenkasse für die Zeit vom 30.09 - 1.10. Ihnen kein Krankengeld zahlen. Sie hätten am 29.09. eine Folgebescheinigung einholen müssen, damit ab dem 30.09 weiter Krankengeld gezahlt wird. Sollten Sie noch in einem Arbeitsverhältnis stehen, muss Ihnen die Krankenkasse aber wieder ab dem 2.10. Krankengeld zahlen, weil ab diesem Datum die weitere Arbeitsunfähigkeit festgestellt ist. In diesem Fall ruht der Krankengeldanspruch lediglich für die 2 Tage (30.09. -1.10.).

Anders ist es, wenn Ihr Arbeitsverhältnis während des Bezuges von Krankengeld beendet wurde. Dann würde nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts mit der Unterbrechung des nachwirkenden Versicherungsverhältnisses der Krankengeldanspruch insgesamt enden.

Wenn Sie noch im Arbeitsverhältnis stehen und die Krankenkasse sich weigert, ab dem 2.10. Krankengeld zu zahlen, müssen Sie gegen den ablehnenden Bescheid Widerspruch einlegen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
LL.M. für Versicherungsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 29.10.2017 | 23:12

Ich wollte ergänzend noch eine Frage stellen bezüglich der Folgebescheinigung.Ich war am 29.09.beim Allgemeinmediziner um die Folgebescheinigung zu holen, der hat sie mir jedoch verweigert ?!?!

Kann ich der Krankenkasse es irgendwie nachweisen, daß ich da war ??? , denn damit fingen meine Probleme erst an.

Meine Krankenakte spricht für sich ,ich bin seit Juli von der Agentur für Arbeit als arbeitsunfähig eingestuft.
Lebe mit dauerschmerzen,bin depressiv und wirklich am ende.


Mit freundlichen Grüßen




Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.10.2017 | 23:27

Sehr geehrter Fragesteller,

ich kann Ihren Unmut gut verstehen. Sie brauchen keinen Nachweis dafür, dass Sie am 29.9. bei einem Allgemeinmediziner waren. Weil der 29.9. ein Freitag war, reichte es aus, dass Sie am 2.10. eine Folgebescheinigung bekommen haben. Die Rechtsprechung, nach der Sie am letzten Tag der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eine Folgebescheinigung brauchten, um den Krankengeldanspruch nicht zu verlieren, ist seit 2016 überholt. Es reicht jetzt aus, wenn Sie am nächsten Werktag zum Arzt gehen und eine Folgebescheinigung erhalten. Dies haben Sie getan, so dass Sie durchgehend Krankengeld bekommen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

R. Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
LL.M. für Versicherungsrecht

Ergänzung vom Anwalt 28.10.2017 | 11:23

Sehr geehrter Fragesteller, Ich korrigiere meine Antwort. Inzwischen ist es so, dass es auch reicht, wenn eine Verlängerung der Bescheinigung an dem Werktag nach Ende der 1. Bescheinigung stattfindet.
Daher ist es in Ihrem Fall unschädlich, dass die Bescheinigung erst am 2.10. ausgestellt wurde. Sie haben den vollen Anspruch auch Krankengeld.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt


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