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Krankengeldbezug vor Mutterschutz, Anspuch naxh §22 TVL

10.03.2015 02:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich war Ende Dezember 2014 von 18.12.-31.12. in Krankengeldbezug. Dann Januar krank 3 Wochen, Ende Januar 2015 Urlaubabbau vor dem Mutterschutz, der seit 10.02.2015 läuft.

Habe ich Anspruch auf Krankengeldbezug nach dem Mutterschutz nach §22 TVL?

In der Schwangersvhaft war ich abwechselnd wegen verschiedenen Krabkheiten krank geschrieben, daher nur 1 Woche im Krankengeldbezug. Seit Oktober 2014 habe ich die LST.KL. 3, mein Mann die 5. Nach Ende der Mutterschutzfrist wollen wir die LST.Klassen wieder umstellen, ich die 5, mein Mann die 3 wenn ich dann Elterngeld beziehe.

Frage: Gilt bei mir laut TVL §22 die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall/ Krankengeldbezug?
Im Dezember 2014 wurde meine Gehaltszahlung eingestellt, im Januar hatte ich kein Gehalt, im Februar 2015 wurde der Januar nachberechnet u. ausgezahlt. Seit Okt. 2014 bin ich immer wieder wegen einer pränatalen Depression erkrankt, in Behandlung eines Schlaflabors, ambulant. Die Behandlung wird fortgeführt nach der Entbindung, vor. Ende März 2015.

Ich weiss nicht, ob ich nach dem Mutterschutz nun Anspruch auf Krankengeldzuschuss nach § 22 TVL habe, oder nicht.

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich erhalten Sie, bei einer bis zu 6 Wochen dauernden Krankheit, Lohnfortzahlung. Besteht die Krankheit nach Beendigung des 6-wöchigen Lohnfortzahlungszeitraums weiter, erhalten Sie Krankengeld von der Krankenkasse. Gemäß § 22 Abs. 2 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) erhalten Sie für die Zeit, für die Ihnen Krankengeld oder entsprechende gesetzliche Leistungen gezahlt werden, einen Krankengeldzuschuss in Höhe des Unterschiedsbetrags
zwischen den tatsächlichen Barleistungen des Sozialleistungsträgers und dem Nettoentgelt.

Die Schwangerschaft ist keine Krankheit, also kein regelwidriger Gesundheitszustand.
Es ist vielmehr normal, dass bei Schwangeren gravierende Veränderungen körperlicher und seelischer Art eintreten. Aber natürlich kann es vorkommen, dass während einer Schwangerschaft außergewöhnliche Beschwerden auftreten. In diesem Fall haben Sie natürlich Anspruch auf Lohnfortzahlung für die Dauer von sechs Wochen und gegebenenfalls Anspruch auf Krankengeld plus Zuschuss.

Mit Beginn des sechs-wöchigen generellen Beschäftigungsverbots vor der Entbindung (§ 3 Abs. 2 MuSchG ) erhalten Sie, bis Ende der achten Woche nach der Entbindung (§ 6 Abs. 1 MuSchG ), Mutterschaftsgeld. Für diese Zeit entfällt dann das Krankengeld. In dieser Zeit zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, § 14 Abs. 1 MuSchG .

Dieser Mutterschutz hat Vorrang, wenn Sie während der oben benannten Schutzfristen krank werden. Wenn Sie jedoch während der Schutzfrist krank werden und über das Ende der Frist hinaus krank sein sollten, gilt mit Ende der Schutzfrist die Krankheit – leistungstechnisch - als begonnen.

Grundsätzlich haben Sie somit Anspruch auf Lohnfortzahlung nach dem Ende des Mutterschutzes, sollten Sie krank werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet und den Kern Ihrer Frage getroffen zu haben. Ich bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Sollten weiterhin Unklarheiten bestehen, nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Winter, Rechtsanwalt

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