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Krankengeldanspruch?


22.02.2006 20:27 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht



Sehr geehrte Damen und Herren, ich bitte um Ihren Rat.
Folgende Ausgangssituation:

*****


Nun hätte ich (Akademikerin) die Möglichkeit, eine berufsfremde Vollzeittätigkeit (weisungsgebundene Büro-/Verkaufstätigkeit) im Betrieb meines Bruders aufzunehmen. Ich wäre wie jeder andere Arbeitnehmer angemeldet und versichert.
Da meine Gesundheit angegriffen ist, sind weitere Arbeitsunfähigkeiten nicht auszuschließen.

Nun zu meinen Fragen:
1. Sehen Sie Probleme bezüglich Anerkennung des Arbeitsverhältnisses durch die Krankenkasse, da mich nach meiner „Langzeitarbeitslosigkeit“ ein Familienmitglied ersten Grades (völlig berufsfremd) beschäftigt?
2. Falls ich innerhalb weniger Tage bzw. innerhalb der ersten vier Wochen nach Beginn meiner neuen Beschäftigung wieder arbeitsunfähig wegen Krankheit B werden sollte, steht mir dann Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse zu? Könnte die Krankenkasse sich weigern zu zahlen mit der Begründung eines „Gestaltungsmißbrauchs“ oder wegen der möglichen Vorhersehbarkeit des Wiederauflebens der Krankheit B?
3. Falls ich nach mehr als 4 Wochen nach Beginn der neuen Beschäftigung wieder arbeitsunfähig aufgrund Krankheit B werden sollte, steht mir dann nach Ablauf der sechswöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber die Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse zu? Könnte sich die Krankenkasse in diesem Fall weigern zu zahlen mit der Begründung eines „Gestaltungsmißbrauchs“?

Könnten Sie mir bitte auch die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen zu Ihren Antworten nennen? Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Guten Abend,

Probleme wegen der besonderen familienrechtlichen Nähe des Arbeitgebers zu Ihnen sehe ich nicht. Das Arbeitsverhältnis darf allerdings -selbstverständlich- nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern muß vollständig korrekt durchgeführt werden, d.h. Sie müssen die geschuldete Arbeitsleistung grundsätzlich erbringen, Ihr Bruder muß demgegenüber die geschuldete Vergütung leisten und natürlich auch die Sozialversicherungsbeiträge abführen.

Unter diesen Voraussetzungen werden Sie gegenüber der Krankenkasse keinerlei Probleme bekommen.

Dies bedeutet, daß Sie nach § 46 SGB V Anspruch auf Krankengeld innerhalb des Beschäftigungsverhältnis von dem Tag an haben, der auf die ärztliche Feststellung der Arbeitsunfähigkeit folgt.

Krankengeld wird immer dann gezahlt, solange Sie keinen Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgeltes haben. Dies bezieht sich zunächst auf die ersten vier Wochen des Arbeitsverhältnisses bzw. danach nach Ablauf der sechs Wochen Entgeltfortzahlung.

Ich setze als bekannt voraus, daß Sie lediglich innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren Anspruch auf Zahlung von insgesamt 78 Wochen Krankengeld wegen derselben Krankheit haben. Insoweit würden die bisherigen Krankheitszeiten wegen der Krankheit B mit eingerechnet werden.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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