Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Krankengeldanspruch, 42 Tage mit Unterbrechung

28.08.2014 17:22 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Zusammenfassung: Krankengeld kann gemäß SGB V ab der 7. Woche der Arbeitsunfähigkeit beantragt werden.

Guten Tag,

danke, dass Sie sich meiner Fragestellung annehmen.

Ich bin im kreativen Bereich seit 12 Jahren selbstständig tätig und über die KSK versichert. Meine Krankenversicherung ist eine gesetzliche Krankenkasse.

Aufgrund einer Krebserkrankung bin ich seit Anfang März diesen Jahres krank geschrieben. Auf meinen Wunsch hin, habe ich zwischenzeitlich gearbeitet und die Krankschreibungen korrekterweise auch unterbrochen. Dies erfolgte nach Rücksprache mit der Krankenkasse. Dort teilte man mir mit, dass eine Krankengeldzahlung ab dem 43. Tag erfolge und dass sich meine Krankentage (aufgrund der gleichen Krankheit) summieren würden bis die erforderlichen 42 Tage erreicht sind. Danach würde die Krankengeldzahlung einsetzen.

Seit Beginn der Chemotherapie (Anfang Juni) bin ich nun durchgängig krank geschrieben. Erst jetzt teilte mir die Krankenkasse nach mehrfacher Nachfrage mit, dass die 42 Krankentage nun doch lückenlos also am Stück erfolgen müssen. Bisher hatte man mir telefonisch andere Auskünfte erteilt (von mehreren Mitarbeiten der Krankenkasse). Leider habe ich nichts schriftliches.

Nun meine Frage: Ist es richtig, dass die 42 Krankentage am Stück ohne Unterbrechung erfolgen müssen? Oder summieren sich Krankentage auch mit Unterbrechungen (die Krankschreibung erfolgte immer aufgrund der Krebserkrankung)?

Wo finde ich dazu die entsprechende Gesetzgebung (Paragraph im Sozialgesetzbuch)?

Für Ihre Antwort bedanke ich mich!

Sehr geehrter Fragesteller/in,

ich möchte Ihre Anfrage anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Laut Gesetz erhalten Sie das Krankentagegeld bei der Absicherung über die Künstlersozialkasse erst nach 42 Tagen ununterbrochener Krankschreibung. Etwas anderes gilt nur, wenn Sie eine gesonderte Absicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse haben. (vgl. § 46 Satz 2 und 3 SGB V)

Sollte Ihnen jedoch eine Mitarbeiterin der Künstlersozialkasse eine falsche Auskunft gegeben haben, und Ihnen hierdurch ein Schaden entstanden sein, könnten Sie diesen Schaden gegenüber der Sozialkasse unter Umständen auch gerichtlich geltend machen. Allerdings müssten Sie den Sachverhalt nachweisen. Dies wird wegen der fehlenden Schriftstücke, wie Sie schon richtig eingeschätzt haben, schwierig werden.

Der vorgenannte Anspruch ergibt sich aus den Beratungs- und Hinweispflichten der KSK gemäß §§ 12 -14 SGB I.


--------------------------------------------
Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung in der Sache geben konnte.


Sollte sich der Sachverhalt doch etwas anders darstellen, nutzen Sie bitte die Nachfrage.

Sie können mich jederzeit über die Kontaktdaten in meinem Profil erreichen und auch in anderen Angelegenheiten beauftragen.


Rechtsanwalt Andreas Tertel

Rückfrage vom Fragesteller 29.08.2014 | 15:43

Sehr geehrter Herr Tertel,

vielen Dank für Ihre Antwort. Danke, dass Sie mich in meiner schwierigen Situation mit ihrem juristischen Fachwissen unterstützen.

Können Sie mir bitte noch mitteilen wo (in welchem Gesetz, unter welchem Paragrafen) festgelegt ist, dass die Krankschreibung ununterbrochen sein muss?

Ergibt sich denn nicht aus § 3 des Entgeltfortzahlungsgesetzes, dass Arbeitnehmer aufgrund derselben Krankheit nur einen Anspruch auf Lohnfortzahlung für insgesamt sechs Wochen haben (auch wenn sie dazwischen gearbeitet haben)?

Da ich die selben Beiträge zahle wie ein Angestellter, müsste ich doch auch die gleichen Ansprüche haben wie ein Angestellter. Oder liegt das im Ermessen der Krankenkasse?

Für Ihre Antworte bedanke ich mich!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.08.2014 | 16:18

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Der Entgeltfortzahlungsanspruch betrifft nicht Ihren Fall. Dieser soll gerade die Lücke zwischen der Krankschreibung und dem Zahlungsbeginn der Krankenkasse überbrücken. Diese Lücke beträgt eben 6 Wochen und wird mit § 3 des Gesetzes geschlossen. Bei erneuter Erkrankung mit einer neuen Krankheit muss der Arbeitgeber unter Umständen erneut zahlen.

Da Sie nicht angestellt sind, greift die Vorschrift hier nicht. Für eine Verkürzung der Übergangszeit hätten Sie eine gesonderte Versicherung abschließen müssen mit entsprechenden Kosten.

Der Beginn und die Notwendigkeit der ununterbrochenen Dauer der Erkrankung ergibt sich aus der bereits von mir genannten Vorschrift sowie aus dem Gesamtzusammenhang. So ist zum Beispiel auch der Krankengeldbezug bei normal Angestellten ausgeschlossen soweit diese nicht ununterbrochen durch einen Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt erhalten.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage umfassend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tertel

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 78756 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort erfolgte noch am selben Tag und hat mir sehr geholfen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle Beratung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle Beantwortung - auch der Rückfrage. Perfekt. ...
FRAGESTELLER