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Krankengeld vor Ende der Befristung,was danach?

01.12.2013 12:22 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Notar und Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Zusammenfassung: Anspruch auf Krankengeld besteht auch über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus. Die Arbeitsunfähigkeit muss spätestens am letzten Tag der Beschäftigung festgestellt sein.

Guten Tag,

Mein Arbeitsvertrag läuft zum 31.12.2013 aus, ich bin seit 4 Wochen wegen einem Bandscheibenvorfall krankgeschrieben und es werden noch einige Wochen werden,da mir eine Operation bevorsteht.
Dass heißt ich werde noch vor Ablauf der Befristung ins Krankengeld rutschen.

Meine Frage lautet:

Wie verhält sich das wenn die Befristung abgelaufen ist?
(Aufgrund des Krankheitsbildes wird mein Vertrag natürlich nicht verlängert).
Muss ich mich dann bei der Arbeitsagentur melden und bekomme ich dann ALG oder ist aufgrund der Krankenmeldung erst einmal weiterhin für mich die Krankenkasse zuständig?

Einsatz editiert am 01.12.2013 12:30:04

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Sie haben Anspruch auf Krankengeld auch über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus. Natürlich müssen Sie sich bei der Bundesagentur als arbeitssuchend melden, werden aber zunächst keine Leistungen erhalten, da Sie der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung stehen.

Die Krankenkasse darf Krankengeld nicht verweigern, es reicht wenn die Krankheit noch am letzten Tag der Beschäftigung auftritt (BSG v. 10.05.2012, Az.: B 1 KR 19/11 R).

Sie haben Anspruch auf Krankengeld bis zum Ende der Arbeitsunfähigkeit oder dem Ende des Krankengeldanspruchs von 78 Wochen.

Wichtig ist das die lückenlose Feststellung der Arbeitsunfähigkeit vorliegt, eine rückwirkende Bescheinigung reicht nicht. Das sollte bei Ihnen kein Problem sein. Sie können also auch über das Ende des Arbeitsverhältnisses Krankengeld beziehen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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