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Krankengeld und neuer AG

| 11.01.2015 14:08 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes Kromer


Zusammenfassung: Zum Bezug von Krankengeld und Arbeitslosigkeit

Ich habe meinen AV zum 15.1.15 gekündigt da ich einen neuen Vertrag zum 16.1.15 in der Tasche hatte. Nun bin ich seit dem 8.12.14 bis vorerst 31.1.15 krank geschrieben. Das wird auch noch länger dauern da ich einen Bandscheibenvorfall habe. Der Fairness halber habe ich mit dem neuen Chef darüber gesprochen und er möchte mir direkt wieder kündigen da er die Stelle nicht unbesetzt lassen kann.
Wie verhält sich das dann mit dem KG und der 6 Wochen Frist? Muss ich mich sofort arbeitslos melden? Bekomme ich dann auch eine 3 Monats Sperre da ich den vorangegangenen Vertrag gekündigt habe?
Danke für Ihre Antwort!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass Sie zunächst von der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz sprechen. Hiernach haben Sie gegen Ihren Arbeitgeber einen 6wöchigen Anspruch auf Fortzahlung Ihres Gehaltes. Dieser Anspruch endet mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Es schließt sich der Bezug von Krankengeld von der Krankenkasse an. Krankengeld wird zwar grundsätzlich zeitlich unbeschränkt gewährt, allerdings wegen derselben Krankheit für höchstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren, § 48 SGB V.

Während Sie Krankengeld beziehen, ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld, § 156 Abs. 1 Nr. 2 SGB III. Das bedeutet, dass Sie praktisch das Krankengeld von der Krankenkasse erhalten.

Allerdings würde sich eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld nach § 49 Abs. 1 Nr. 3a SGB III auf den Bezug von Krankengeld auswirken. Während einer Sperrzeit für den Bezug von Arbeitslosengeld ruht auch der Anspruch auf Krankengeld.

Allerdings sehe ich vorliegend keinen Grund für eine Sperrzeit. Ansatzpunkt wäre allenfalls § 159 Abs. 1 Ziffer 1 SGB III, die selbstverschuldete Auflösung eines Beschäftigungsverhältnisses. Allerdings setzt § 159 Abs. 1 Ziffer 1 SGB III auch voraus, dass durch diese Auflösung vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt wurde. Das haben Sie jedoch nicht, da Sie ja eine Anschlussbeschäftigung haben. Für Ihre Arbeitslosigkeit ist damit nur die Kündigung des neuen Arbeitgebers kausal.

Dennoch sollten Sie sich unverzüglich bei der Arbeitsagentur melden, da die verspätete Meldung ebenfalls eine Sperrzeit auslösen könnte, § 159 Abs. 1 Ziffer 7 SGB III

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 11.01.2015 | 15:02

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