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Krankengeld und Mutterschutz

07.02.2013 15:37 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Pierre Aust


Hallo zusammen!!

ich hab mal wieder eine Frage an euch ;-)

Allgemeines:

meine Frau 30 Jahre, Selbstständig, Privat Krankenversichert und im 9 Monat Schwanger.

Im August letzten Jahres hatte Sie durch den Hausarzt Bournout diagnostiziert bekommen und verlor alle Haare am ganzen Körper die auch bis heute nicht wieder nachwachsen.
Die Versicherung hatte Sie auch schon zum Phsychiater verwiesen um ein Gutachten zu erstellen der die Diagnose zum Teil bestätigte.

Die Private Krankenversicherung hatte auch bis 1.1.2013 Monatlich das Krankentagegeld ausbezahlt.. Heute kam von der Versicherung ein Brief in dem folgendes stand:

aufgrund des voraussichtlichen Entbindungstermins am 12.02.2013 können wir das Krankentagegeld bis einschließlich 01.01.2013 auszahlen. Während der Mutterschutfrist ist eine Krankentagegeldzahlung nicht möglich.....

Punkt 1:
meine Frau ist selbstständig und kann kein Mutterschutz in Anspruch nehmen
Punkt 2:
Sie ist nicht wegen der Schwangerschaft krankgeschrieben sondern wg. dem Bournout

ist die Versicherung berechtigt das Krankentagegeld zu streichen weil Sie in Mutterschutz bzw. die Elterzeit in Anspruch nehmen könnte???

Danke für eure Hilfe

Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte.

Das Krankentagegeld der privaten Krankenversicherung ist als Ersatz für entgangenes Einkommen während einer Erkrankung gedacht. Es wird bei Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit und einem daraus resultierenden Einkommensverlust gewährt.

Näheres regeln die sogenannten Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) die dem Vertrag zu Grunde lagen. Diese werden Ihnen in der Regel mit Zusendung der Versicherungspolice ausgehändigt.

Problematisch ist, dass Sie nicht angegeben hatten, bei welcher Versicherung die Krankenhaustagegeld Versicherung abgeschlossen wurde. Daher kann ich mich im Rahmen der Beantwortung nur auf die Musterbedingungen der AVB beziehen. Dabei ist in § 5 Abs.1 e) AVB geregelt, dass das Krankentagegeld während des gesetzlichen Beschäftigungsverbot für werdende Mütter (Mutterschutz), nicht gezahlt wird. Diese gelte sinngemäß auch für Selbstständige. Der Umstand das Ihre Frau als Selbständige keinen Mutterschutz in Anspruch nehmen kann, dürfte somit leider nicht entscheidend sein.

Die Musterbedingungen der AVB sehen jedoch vor, dass diese Einschränkungen der Leistungspflicht für die Krankentagegeldzahlung nicht gelten, wenn die Arbeitsunfähigkeit in keinem Zusammenhang mit der Schwangerschaft steht. Dieses ist nach Ihrer Schilderung der Fall. Ob in dem von Ihrer Frau abgeschlossenen Vertrag eine solche Regelung in den AVB enthalten ist, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Sie können jedoch hier einmal in die von der Versicherung überlassen Unterlagen schauen und dieses dann klären. Die Regelung befindet sich dann in § 5 Abs. 1 Ziff. e) AVB:

Falls dieses der Fall sein sollte und auch die von der Versicherung übersandten AVB einen solchen Passus enthalten, wäre es ratsam dieses gegenüber der Versicherung gelten zu machen. Eine weitere anwaltliche Vertretung wäre dann zu empfehlen und könnte auch durch mich erfolgen.

Bitte beachten Sie, dass dieses Portal nur dazu gedacht ist, eine erste rechtliche Orientierung zu ermöglichen. Eine umfassende rechtliche Beratung kann dadurch nicht ersetzt werden.

Falls Sie Rückfragen, insbesondere hinsichtlich der anzuwenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen haben, benutzen Sie bitte die kostenlose Rückfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Piere Aust

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