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Krankengeld und ALG 1

15.10.2015 18:24 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage, betreffend die Krankenversicherung und Krankengeld. Vorab zu meinem Fall. Ich bin 57 Jahre alt und durch Betriebsschließung seit 01.04.2014 arbeitslos. Aufgrund meines Alters hatte ich Anspruch auf ALG 1 bis 30.09.2015.
Nun wurde ich aufgrund zweier orthopädischer Erkrankungen am 03.07.2015 vom Orthopäden krankgeschrieben. Bis 13.08.15 habe ich von der Arbeitsagentur quasi „Entgeldfortzahlung" erhalten. Seit dem 14.08.15 hatte ich Anspruch auf Krankengeld. Meine Krankenkasse, die KKH Berlin hat bereits nach 14 Tagen im Krankengeldbezug (vielleicht in der Konstellation mit meiner Arbeitslosigkeit?) meine Erkrankung angezweifelt und einen wohl, wie mir der Arzt sagte, recht unfreundlich gehaltenen Brief an diesen geschrieben. Er hat dann auf dieses Schreiben geantwortet und mich noch einen weiteren Monat, bis 30.09.15 krankgeschrieben. Am 24.09.15 musste ich dann zum MDK. Auf den mitzunehmenden Befund hat mein Arzt dann geschrieben, dass ich ab 01.10.15 wieder arbeitsfähig bin, er hatte wohl keine Traute, sich weiter mit der Krankenkasse auseinanderzusetzen. (Meine Beschwerden sind nicht besser). Die begutachtende Ärztin beim MDK wirkte etwas verwundert, das ich ab 01.10.15 wieder arbeitsfähig bin, meinte aber, sie macht das dann genau so. Sollte allerdings der noch ausstehende MRT Befund etwas ergeben, kann ich weiter krankgeschrieben werden. (In den Befund der Begutachtung hat sie auch ganz klar geschrieben, das eine Weiterbehandlung notwendig ist). Ich habe nun am 01.10.15 wieder Leistungen aus dem ALG 1 beantragt, da ich ja sonst auch nicht krankenversichert bin.
Nun meine Frage zu dem Sachverhalt. Ich habe ja nur noch bis Mitte November Anspruch auf ALG 1. ALG 2 (Hartz 4) kommt für mich nicht in Frage, da mein Mann zu viel verdient. Krankenversichert bin ich dann bei ihm, da er in der GKV freiwillig versichert ist. Sollte ich jetzt aber nach Ende des Anspruchs auf ALG 1 innerhalb von 6 Monaten wieder mit dem gleichen Befund krankgeschrieben werden, habe ich dann noch Anspruch auf Krankengeld?
Ich bedanke mich im Voraus für eine Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
15.10.2015 | 20:34

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

nach § 44 Abs. 2 SGB V haben keinen Anspruch auf Krankengeld unter anderem die gem. § 10 SGB V familienversicherten Angehörigen. Wenn Sie also nunmehr wieder gesund geschrieben worden sind und während des folgenden Bezuges von Arbeitslosengeld 1 (Alg 1) nicht wieder krankgeschrieben werden, haben Sie keinen Anspruch auf Krankengeld.

Anders wäre es, wenn Sie während des Bezuges von Alg 1 erneut krankgeschrieben würden. Dann hätten Sie auch nach dem Ende des Anspruchs auf Alg1 noch Anspruch auf Krankengeld, bis Sie wieder gesund sind bzw. die 78-Wochen-Grenze erreicht ist (Bundessozialgericht, Urteil vom 02.11.2007 - Az. B 1 KR 38/06 R).

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 15.10.2015 | 22:35

Sehr geehrter Herr Vasel,
vielen Dank für die Antwort. Eine Frage ergibt sich für mich daraus allerdings noch. Ich habe also nach Ende des ALG 1 in derselben Erkrankung innerhalb von 6 Monaten bei einer Familienversicherung keinen Anspruch auf weiteres Krankengeld, obwohl ich weiter arbeitslos (lediglich ohne Leistungsbezug, sonst aber auch mit allen Pflichten) gemeldet bin und ALG 2 und damit die Übernahme der Krankenversicherungsbeiträge lediglich durch den zu hohen Verdienstes meines Ehemanns nicht erfolgt?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.10.2015 | 22:44

Sehr geehrte Fragestellerin,

auch wenn Sie Alg 2 bekommen würden, hätten Sie keinen Anspruch auf Krankengeld (auch dies ergibt sich aus § 44 Abs. 2 SGB V). Nur wenn Sie bereits während des Alg 1-Bezugs erkranken, haben Sie während Ihrer Erkrankung Anspruch auf Krankengeld, auch wenn der Alg 1-Anspruchs während der Erkrankung ausläuft.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

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