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Krankengeld oder Elterngeld ?

| 06.11.2008 14:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Liebe Anwälte,

ich arbeite im Verwaltungsbereich einer Einrichtung im Gesundheitswesen. Mein Arbeitsvertrag unterliegt den Richtlinien der AVR und ist derzeit ungekündigt.

Seit Anfang September 2008 bin ich schwer erkrankt und beziehe derzeit Krankengeld von meiner gesetzlichen Krankenkasse sowie Krankentagegeld von meiner privaten Krankenzusatzversicherung. Ein stationärer Krankenhausaufenthalt steht noch an.

Für die Monate Dezember 2008 und Januar 2009 ist mir nun durch den Arbeitgeber meine beantragte gesetzliche Elternzeit (2 Vatermonate) bestätigt worden.

Darf ich, falls ich weiterhin erkrankt bleibe, auch in diesen beiden Elternzeitmonaten weiterhin Krankengeld -statt Elterngeld- beziehen oder muß / sollte ich Elterngeld beantragen?

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

In Ihrem Fall käme wegen der Inanspruchnahme der Elternzeit ein Ruhen des Krankengeldanspruches in Frage.
Der Anspruch auf Krankengeld ruht nach § 49 SGB V, solange Versicherte Elternzeit nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz in Anspruch nehmen.
Dies gilt jedoch nicht, wenn die Arbeitsunfähigkeit vor Beginn der Elternzeit eingetreten ist oder das Krankengeld aus dem Arbeitsentgelt zu berechnen ist, das aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung während der Elternzeit erzielt worden ist.

Wenn Sie vor Beginn der Elternzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, wie dies bei Ihnen wohl der Fall ist, haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf Fortzahlung des Krankengeldes.
Ob daneben Elterngeld beantragt werden sollte, hängt von der Höhe Ihres Krankengeldes und der voraussichtlichen Höhe des Elterngeldes ab.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)


Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2008 | 15:27

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Müller,

herzlichen Dank für Ihre - wieder einmal - sehr hilfreiche Antwort!

Wenn ich Sie also richtig verstanden habe, kann ich also, da ich vor Beginn der Elternzeit arbeitsunfähig erkrankt bin, zwischen Fortzahlung des Krankengeldes/Krankentagegeldes und Beantragung des Elterngeldes wählen?

Ich erhalte derzeit einen Krankengeldzuschuss meines Arbeitgebers (gemäß AVR, Abschnitt XII Anlage 1), was ich in meiner Ausgangsfrage vergessen hatte zu erwähnen. Erhalte ich diesen Zuschuss weiterhin, falls das Krankengeld/Krankentagegeld fortgezahlt wird?

Nochmals herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.11.2008 | 16:47

Sehr geehrter Fragesteller,

ein "Wahlrecht" zwischen Elterngeld und Krankengeld besteht nicht. Allerdings wird das Krankengeld auf das Elterngeld angerechnet, wenn es den Mindestbetrag von 300 € übersteigt.

Nach der AVR wird der Zuschuss zum Krankengeld dann nicht bezahlt, wenn eine Mitarbeiterin Anspruch auf Mutterschaftsgeld hat. Da eine entsprechende Regelung für das Elterngeld fehlt, kann davon ausgegangen werden, dass auch während der Elternzeit ein Anspruch auf den Zuschuss besteht. Dies gilt natürlich nur während einer Krankheit.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Bewertung des Fragestellers 12.11.2008 | 23:42

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