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Krankengeld nach der Sperrzeit wird abgelehnt

| 24.10.2014 08:33 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Ich bin innerhalb der ersten vier Wochen während der Sperrzeit Krank geworden.
(22.8. Arbeitslos gemeldet seit dem 2.9 Krank, Sperrzeit bis zum 12.11)
Die Krankheit wird über die Sperrzeit hinausgehen so das ich ab den 13.11 Krankengeld beziehen müsste laut Arge. Die Krankenkasse lehnt die Zahlung von Krankengeld ab weil ich innerhalb der ersten vier Wochen Krank wurde, Sie beruft sich auf diese vierwöchige Nachversicherrungspflicht nach der Kündigung da werden keine Beiträge bezahlt. Das Arbeitsamt hat mich auch erst nach den vier Wochen Krankenversichert diese aber Rückwirkend zum 2.9 den Tag der ersten Krankmeldung abgemeldet.
Nun sieht es so aus als würde ich auch nach der Sperrfrist keinerlei Anspruch auf ALG 1 oder Krankengeld haben solange ich weiter Krank bin (Die letzten 15 Jahre war ich nie Arbeitslos).
Habe mich erstmal Privat bei der AOK Versichert, gegen die Abmeldung vom Arbeitsamt Widerspruch eingelegt.
Frage: Ist es erstmal Ratsam sich wieder Gesund zu melden und erneut einen Antrag auf ALG 1 zu stellen, damit ich nach der Sperrzeit Leistung bekomme. Kann die Sperrzeit in der Zeit der Abmeldung verlängert werden ´, also Sperrzeit von 22.8 - 2.9 tag der Krankmeldung dann Unterbrechung bis zur erneuten Anmeldung oder endet die Sperrzeit auf jeden Fall am 12.11.14 wie angekündigt.Kündigung und Sperrzeit habe ich zu verantworten das steht außer frage. Ich habe Depressionen und Schlafstörungen und nehme Medikamente.
Was soll ich tun die Ämter schieben mich hin und her (bis mitte November kann ich vom ersparten leben)
Für eine schelle Antwort wäre ich dankbar.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Dauert die Arbeitsunfähigkeit bei Sperrzeiten länger als die Sperrzeit, tritt der Versicherungsschutz nach § 5 Abs. 1 Nr. 2 SGB V ab dem zweiten Monat der Sperrzeit nicht ein.

In diesem Fall setzt auch die überbrückende Wirkung des § 19 Abs. 2 SGB V nach § 5 Abs. 8a Sätze 3 und 4 SGB V nicht ein.

Das bedeutet, dass die Nachrangversicherung nach § 5 Abs.1 Nr. 13 SGB V schon ab dem Beginn der Sperrzeit einsetzt.

Damit sind Arbeitslose, die während einer Sperrzeiten länger krank werden benachteiligt.

Ein Krankengeldanspruch bei Arbeitsunfähigkeit während der Sperrzeit besteht nicht gem. § 49 Abs. 1 Nr. 3 SGB V.

Sich gesund schreiben lassen bringt daher nichts, da die Sperrzeit ja dann noch vorhanden ist.

Da Ihnen Krankengeld nicht zusteht bliebe noch Arbeitslosengeld II (Hartz 4).

Sie müssen sich aber nicht selbst versichern, denn die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung beginnt ab dem zweiten Monats der Sperrzeit gem. § 5 Abs. 1 Nr 2 SGB V.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 27.10.2014 | 16:26

Warum hat mich das Arbeitsamt Rückwirkend zum 2.9 den Tag der ersten Krankmeldung abgemeldet mit den hinweis mich an meine Krankenkasse zu Melden. Es war ein sogenannter Änderungsbescheid.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.10.2014 | 17:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage möchte ich gerne wie folgt beantworten:

Möglicherweise, um Ihnen wegen der Sperrzeit und der AU die Möglichkeit des Krankengeldbezuges zu eröffnen.

Da ich den Bescheid nicht in Natura vor mir liegen kann, kann ich es mir nur so erklären.

Mit freundlichen Grüßen

Grübnau-Rieken
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 06.11.2014 | 17:17

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