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Krankengeld bei Übergang in die Arbeitslosigkeit


17.04.2018 11:09 |
Preis: 50,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin nach einer schweren Herzoperation und einigen Nachfolgeoperationen seit November 2017 krank geschrieben und beziehe zur Zeit Krankengeld. Im März 2018 habe ich auf dringendes ärztliches Anraten auch aus Gesundheitsgründen, die über die Herzgeschichte hinausgehen und eher im psychischen Bereih liegen, mein Arbeitsverhältnis als Lehrer im Angestelltenverhältnis zum 31.7.2018 aus Gesundheitsgründen gekündigt.
Mein Hausarzt rät mir nun, die vollen 18 Monate Krankengeld auszuschöpfen. Er wiurd mich in jedem Fall monatsweise bis April 2019 krank schreiben. Danach soll ich noch ein Jahr arbeitslos mit Arbeitslosengeld 1 überbrpücken und dann in vorgezogene normale Rente gehen (ich bin jetzt 61). Die Kündigung habe ich zum jetzigen Zeitpunkt vorgenommen, damit
1. ich , falls es mit dem Krankengeld über diesen langen 18-Monats-Zeitraum Probleme gibt, dann nicht wieder arbeiten muss, sondern mich arbeitslos melden kann
2. die Schule für dass neue Schuljahr Planungssicherheit hat, was die Vergabe meines Arbeitsplatzes betrifft.

Nun dazu die Fragen:

1. Berechnet die Kankenkasse mein Krankengeld, das sich ja bisher aus meinem letzten Gehalt ergibt, neu, wenn ich am 1. August voim Status beschäftigt in den Status arbeitslos übergehe. Wird da neu berechnet, z.B. auf Basis des Arbeitslosengeldes, das ich ab 1. August bekommen würde ("Würde" dershalb, weil ich mich ja, solange ich krank geschrieben bin, noch nicht arbeitslos melden kann bzw. muss und daher auch kein Alg 1 beantragen kann)?
2. Was passiert, wenn die Krankenkasse die Zahlung des Krankengeldes irgendwann vor Ablauf der 18 Monate einstellt und ich dann Widerspruch einlege? Muss die Kasse dann bis zur endgültigen Entscheidng weiterzahlen? Und wenn dann irgendweann z.B. das SoziaLgericht entscheidet, dass die Kasse nicht hätte zahlen müssen: Muss ich dann das Krankengeld zurückzahlen?
3. Gibt es Probleme mit der Arbeitsagentur, z.B. bezüglich einer Sperrfrist, wenn ich im März 2017 aus Gesundheitsgründen gekündigt habe und mich erst ein Jahr später arbeitslos melde. Ich würde dann eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, dass ich gekündigt habe, da ich aus gesundheitlichen Gründen in meinem Beruf nicht mehr arbeiten konnte.

Vielen Dank im voraus für die Beantwortung der Fragen.

Einsatz editiert am 18.04.2018 10:15:47
18.04.2018 | 14:34

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

zu1) Die Krankenkasse berechnet das Krankengeld nicht neu, wenn -wie in Ihrem Fall- der Anspruch während des Bestehens des Arbeitsverhältnisses entstanden ist. Dann wird das Krankengeld weiter anhand des ehemaligen Gehaltes errechnet.

zu2) Wenn das Krankengeld als Verwaltungsakt mit Dauerwirkung gezahlt wird, hat der Widerspruch aufschiebende Wirkung und das Krankengeld müßte von der Krankenkasse weiter gezahlt werden. Die Praxis sieht aber häufig anders aus, d.h. die Krankenkasse zahlt nicht und Sie müssen den Anspruch im Wege des einstweiligen Rechtschutzes gerichtlich geltend machen.
Wenn rechtskräftig feststeht, dass Sie keinen Anspruch auf Krankengeld haben, müssen Sie die geleistetetn Zahlungen erstatten.

zu 3) Wenn Sie eine ärztliche Bescheinigung bei der Agentur für Arbeit vorlegen, dass Sie das Arbeitsverhältnis aus gesundheitlichen Gründen kündigen mußten, wird keine Sperrzeit verhängt, weil damit ein wichtiger Grund zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorgelegen hat bzw. vorliegt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M. (Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 18.04.2018 | 18:53

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre schnelle und informative Antwort. Eine Rückfrage habe ich noch zu Punkt 2 Ihrer Antwort. Sie schreiben: Wenn rechtskräftig feststeht, dass die Kasse nicht zahlen musste, muss das Krankengeld zurückgezahlt werden. Dazu die Frage: Unter welchen Voraussetzungen trifft das Sozialgericht erfahrungsgemäß ein solches Urteil? Wenn die Krankheit von vornherein nur vorgetäuscht war (was bei mir nach 3 Ops nun wirklich nicht der Fall ist)? Wenn es zu einen bestimmten Zeitpumkt Differenzen gibt, z.B. zwischen meinem Arzt und dem MDK, was die medizinische Beurteilung meiner Arbeitsfähigkeit bzw. -unfähigkeit betrifft? Aufgrund der Beurteilung durch irgendein weiteres Gutachten ...?

Vielen Dank für die Antwort im voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.04.2018 | 19:14

Sehr geehrter Fragesteller,

das Sozialgericht würde ein Gutachten einholen und auf dieser Basis entscheiden, ob Arbeitsunfähigkeit vorlag bzw. vorliegt.

Lag keine vor, müssten Sie das Krankengeld erstatten. Vorsichtshalber sollte daher bei einer Ablehnung des Krankengeldes oder Einstellung der Zahlung durch die Krankenkasse immer ALG 1 oder ALG 2 beantragt werden.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M. (Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt


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